Bewegung auf kleinem Raum

Seilspringen macht Kindern Beine

Seilspringen ist seit dem 17. Jahrhundert auf Schulhöfen, auf der Straße, zu Hause und im Sport ein beliebtes Kinderspiel. Obwohl das klassische Seilspringen also nie „out” wurde, ist das aus Amerika stammende Rope Skipping gerade mega „in”. Diese Variante des Seilspringens ist tatsächlich bühnenreif. Schneller, akrobatischer und mit der fetzigen Musik übrigens nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen total angesagt.

Trendsport Rope Skipping – was ist das?

Das gleiche Sportgerät, nämlich das Seil, und doch ist Rope Skipping ein bisschen mehr von allem. Es kommt, wie könnte es anders sein, aus Amerika. Ins Leben gerufen von der American Heart Association, die damit vor allem Herz-Kreislauf Erkrankungen im hohen Alter vorbeugen wollte, entwickelte sich das Rope Skipping an Schulen zur angesagten Ausdauersportart. Mit immer neuen Varianten des Seilspringens entstanden grandiose Bühnenprogramme. Musik, Tanz, Akrobatik und Kreativität stehen dabei im Vordergrund. Kunstvolle Sprünge alleine (Single Rope), Sprünge zu zweit oder mit einem längeren Seil als Rad in der Gruppe (Wheel), der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Beim Double Dutch (Kauderwelsch) schlagen zwei gegenüberstehende Schwinger zwei Seile in entgegengesetzte Richtungen. In der Mitte zeigen mehrere Springer Tricks und Stunts. Im Vordergrund steht neben der Fitness ganz klar der Spaß am Erfinden immer neuer Figuren, Sprünge und Kombinationen – Jump for fun! Mittlerweilen ist Rope Skipping fest im Deutschen Turnerbund verankert und ist offizieller Wettkampfsport. Auch in vielen Fitnessstudios steht es auf dem Programm.

Ein paar Tipps zum Start

Egal, wie man es nun nennt, Fakt ist: Seilspringen ist ein perfektes Ganzkörpertraining. Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer sind perfekt kombiniert. Ein weiterer Pluspunkt: Seile sind günstig in der Anschaffung und brauchen wenig Platz. Der Untergrund zum Seilspringen sollte die Gelenke schonen, ideal ist ein guter Hallenboden. Obwohl das Gras das Seil vielleicht nicht immer glatt schwingen lässt, ist die Wiese immer noch besser als Asphalt. Damit die Längen optimal ausgerichtet sind, sollten die Seilenden ungefähr auf Brusthöhe gehalten werden. Dazu stellt man sich am besten mittig aufs Seil. Jetzt die Unterarme leicht anwinkeln, die Ellbogen ran an den Körper, das Seil hinter den Körper und los geht`s. Ist das Seil erstmal in Bewegung, wird es nur aus den Handgelenken geschwungen. Locker bleiben und nicht zu hoch hüpfen. Idealerweise passt das Seil gerade unter den Füßen durch. Ist der Grundsprung, also mehrere Sprünge mit geschlossenen Beinen, kein Problem mehr, dann geht’s ans Ausprobieren: nur auf einem Bein, auf einem Bein mit Beinwechsel, pro Sprung das Seil zweimal durchschwingen, das Seil mit den Armen kreuzen, rückwärts, vorwärts… Viel Spaß!

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    Gabriele Gorny

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