Plötzlich im Home-Office arbeiten zu müssen, das ist für viele Arbeitnehmer*innen eine große Umstellung. Gleichzeitig sind auch die Kinder daheim und womöglich gibt es in der Wohnung kein eigenes Arbeitszimmer für Sie. Wenn Sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können, von aggressiven oder verzweifelten Gefühlen überschwemmt werden, lesen Sie bitte hier weiter.

Erste Hilfe

Auch wenn der Chef auf einen Bericht, der Kunde auf den Rückruf wartet, stehen Sie JETZT auf. Öffnen Sie das Fenster weit, atmen Sie tief die frische Luft ein. Atmen Sie zehnmal (bewusst mitzählen!) tief ein und aus. Achten Sie darauf, mit jedem Atemzug die Atmung ein klein wenig zu verlangsamen. Das Ausatmen darf besonders lange dauern und warten Sie einen kleinen Moment, bevor Sie wieder einatmen. Lassen Sie alle Gedanken kommen und gehen, sie sind gerade nicht wichtig. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Anschließend trinken Sie ein großes Glas Wasser aus.

Selbst-Check

Wir bemühen uns jeden Tag, mit Kindern, Partner, Lernen und Arbeiten in den eigenen vier Wänden klar zu kommen und irgendwie diese ganze surreale Corona-Situation zu verkraften. Leicht vergessen wir dabei uns selbst und unsere Grundbedürfnisse. Wann haben Sie das letzte Mal getrunken? Sind vom Schreibtisch aufgestanden und haben sich bewegt oder den verspannten Nacken gelockert? Wann war die letzte Mahlzeit – nicht vor dem PC, sondern entspannt? Selbst den Feierabend vergisst man im Home-Office ganz leicht.

Realist statt Perfektionist

Im Home-Office mit gleichzeitiger Kinderbetreuung kann niemand die gleiche Leistung bringen, wie acht Stunden ungestört auf der Arbeit. Das ist Fakt, nicht Ihr persönliches Versagen. Solange die Corona-Krise fortbesteht, kann es nur darum gehen, Betriebliches am Laufen zu halten, SOWEIT ES IN DIESER SITUATION MÖGLICH IST. Sprechen Sie mit anderen Menschen, es geht allen gerade ähnlich.

Was würden Sie in der Arbeit tun?

Auch im Arbeitsalltag gibt es Stunden oder Tage, in denen es nicht so gut läuft. Dafür haben Sie längst Lösungen entwickelt. Können Sie sich nicht konzentrieren, tut ein kurzer Plausch mit Kollegen in der Kaffeeküche gut. Bleiben notwendige kreative Ideen aus, können Sie eine Weile Organisatorisches erledigen oder Mails schreiben. Auch im Home-Office können Sie kurz mit Kollegen telefonieren oder Dinge, die gerade nicht von der Hand gehen, ein wenig verschieben.

Diese Zeit geht vorbei

Auch wenn Corona unser Leben gerade fest im Griff hat – irgendwann ist diese Phase zu Ende. Gerade weil wir jetzt auf so viel verzichten und daheim arbeiten, wird es umso schneller vorbeigehen. Überlegen Sie sich, was Sie danach als Erstes machen möchten und freuen Sie sich darauf – vielleicht ja sogar auf den nervigen Kollegen?

Gabriele Gorny

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