Keine Schule, aber trotzdem lernen – unsere Kinder finden sich dank Corona in einer ungewohnten Situation wieder. Während die Lehrkräfte die Kinder mit Arbeitsblättern beschäftigen, haben Fernsehen, Hörfunk und unzählige Webseiten zum Kampf gegen Langeweile aufgerüstet.

Weder Schule noch Kinderbetreuung auf der einen Seite – auf der anderen Seite Eltern, die ihrer Arbeit weiterhin nachgehen sollen, wenn auch zum Teil im Homeoffice. Entlastung versprechen da digitale Medienangebote. Sie sind für Kinder attraktiv, vor allem als Alternative zu den Arbeitsblättern. Oft erfolgt eine Sortierung nach Alter, Klassenstufen und Schulfach, trotzdem sind die Angebote schon allein aufgrund ihrer Anzahl unübersichtlich. Bei der Auswahl sollten deshalb Eltern bis etwa zur Mittelstufe Unterstützung leisten, wenn es keine konkreten Vorgaben der Lehrkräfte gibt.

Wo finden wir was?

Der Bayerische Rundfunk bietet vielfältige Themenvideos nach Schulfächern sortiert. https://www.br.de/mediathek/rubriken/themenseite-schule-daheim-100

Von dieser Seite aus kommt man auch zum Bildungskanal BR alpha und zu Planet Wissen, dem Angebot des SWR und des WDR. Außerdem bietet der Bayerische Rundfunk auch ein spezielles Angebot für Grundschulkinder von 6 bis 12 Jahren. Dort gibt es auch Kinder-Podcasts.

https://www.br.de/kinder/schule-daheim-lernen-online-102.html

Auch das ZDF bietet Schulersatzprogramm zum „Schlauerwerden“ für alle Altersklassen von den Vorschulkindern bis zur Oberstufe. Politisches Wissen für Kinder von 8 bis 14 Jahren findet man auf hanisauland.de. Daneben gibt es  für die Älteren zahllose Angebote von Wissenssendungen in den jeweiligen Mediatheken, zum Beispiel Terra X oder Quarks & Co.

Selbstbestimmt lernen

Die Corona-Krise mit den geschlossenen Schulen bietet Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, neben den Aufgaben, die die Schule vorgibt, aus einem riesigen Angebot nach persönlichem  Interesse auszuwählen. Für wissbegierige Kinder ein Schlaraffenland! Schulkinder, die aus ihrem Schulalltag bereits an Freiarbeit gewöhnt sind, werden sich jetzt leichter tun. Fragen Sie Ihr Kind, welches sein Lieblingsfach ist und durchforsten Sie gemeinsam die Angebote. Oder greifen Sie eine Frage aus dem Alltag oder ein Erlebnis auf und suchen Sie ein passendes Thema.

Was ist mit der Medienzeit?

Schule daheim plus Home-Office in der Corona-Zeit – das klingt nach Kindern, die endlos vor Bildschirmen sitzen. Mehr als sonst ist in dieser Ausnahmesituation sicher erlaubt, nachdem viele Freizeitbeschäftigungen jetzt nicht möglich sind. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollten trotzdem klare Regeln für die Corona-Zeit vereinbart werden. Achten Sie auf medienfreie Zeiten, die Eltern und Kinder gemeinsam mit Lesen, Basteln oder Spielen verbringen. Chatten, Skypen oder andere Arten, den Kontakt zu Gleichaltrigen aufrechtzuerhalten, sollten nicht in die Medienzeit eingerechnet werden. Sie sind ganz wichtig, um diese schwierige Zeit gut zu überstehen – ein Handyverbot sollte deshalb unter keinen Umständen ausgesprochen werden.

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    Gabriele Gorny

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