Mit den Fahrrädern unterwegs

„Wir wollen los, Fahrrad fahren“, rufe ich meinen Kindern zu. Die beiden haben zu Ostern neue Fahrräder bekommen und vor allem bei der Kleinen heißt es: üben, üben, üben. Es ist nämlich ihr erstes Fahrrad. An manchen Tagen kann ich sie nur schwer dazu bewegen, raus zu gehen. Doch wenn ich das Wort Fahrrad erwähne, klappt das meistens ganz gut.

„Papa, nicht loslassen!“

Wir ziehen uns also alle an und gehen runter zur Garage. Die Fahrräder sind schnell einsatzbereit und die Helme auf den Köpfen. Ich lasse mein Rad lieber stehen, denn noch muss ich bei meiner Jüngsten nebenherlaufen – sonst bekommt sie entweder eine kleine Panikattacke oder will dann gar nicht mehr fahren. Der Große hat sich schon auf das Rad geschwungen und fährt los. Ich laufe also nebenher und halte brav den Rücken meiner Tochter. Kräftig tritt sie in die Pedale. „Das machst du richtig gut,“ lobe ich sie immer wieder. Es geht den Berg hoch, das Treten wird anstrengender, aber sie bleibt tapfer. Mein Sohn ist schon am Ende des Bergs angekommen und wartet ungeduldig auf uns. Nun geht es ein gutes Stück geradeaus und ich versuche, die Kleine selbst fahren zu lassen. Doch bereits nach kurzer Zeit merkt sie, dass ich losgelassen habe, und ermahnt mich. Also lege ich die Hand wieder auf ihren Rücken.

Warum wohnen wir in einer so hügeligen Gegend?

Jetzt geht es gleich bergab. Perfekt, um das Bremsen zu üben, denke ich. Meiner Tochter scheint das nicht ganz geheuer zu sein. Ich halte sie an der Schulter, damit sie nicht zu sehr beschleunigt. Langsam tasten wir uns den Berg runter. Wo ist eigentlich mein Sohn, frage ich mich. Der steht mit seinem Rad schon wieder unten und wartet. Was müssen wir auch in einer so hügeligen Gegend wohnen. Wir haben den Abhang jedenfalls auch geschafft und machen uns an das letzte Stück, bis wir nach einigen hundert Metern endlich am Spielplatz angelangt sind. Mein Sohn hat sein Fahrrad natürlich schon abgestellt, den Helm ausgezogen und sitzt bereits auf der Schaukel. Meine Tochter steigt vom Rad, ich helfe ihr mit dem Helm und dann macht sie sich auf zum Sandkasten.

Das war ihre erste kleine Radtour. Ein wenig stolz bin ich schon. Gleichzeitig denke ich mir, dass mein Rücken das auf Dauer wohl nicht mitmacht, und hoffe, dass sie bald ohne Anschub und Festhalten zurechtkommt. Dankbar für diesen Moment bin ich trotzdem.

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