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Kinder müssen matschen!

Kleine Kinder lieben es in Pfützen zu springen und ihre Hände tief in Matsch, Sand und Erde zu vergraben. Das intensive Spüren von Wasser und Erde auf der Haut und die Spuren, die Matsch nicht nur auf der Kleidung hinterlässt, sind wichtig für die kindliche Entwicklung. Beim Matschen sind Kinder Lebensfreude pur und Kinderärzte und -ärztinnen bestätigen: Sie werden nicht krank, wenn sie nass und schmutzig werden!

Matschen macht Sinn – und gesund!

Erde, Sand und Wasser fordern zum Fühlen, Graben, Bauen, Wühlen, Formen, Planschen und Matschen auf: Ein Feuerwerk für alle Sinne und ein absolutes Glücksgefühl! Untersuchungen belegen, dass in der Erde Bakterien leben, die das Immunsystem stimulieren und auch das Serotonin-Niveau im Gehirn anheben, das Glückshormon. Matschen trainiert die Feinmotorik, das Bauen und Formen die Kreativität, außerdem macht es auch gesünder. Kinder, die Dreck und Bakterien ausgesetzt sind, helfen dem Immunsystem, nicht allergisch zu reagieren. Unsere heutige keimfreie Welt ist nämlich für den Anstieg von Asthma und Allergien bei Kindern mitverantwortlich. Kinder, die mit einem „gesunden Maß“ an Schmutz in Berührung kommen, werden mit potenziellen Erregern konfrontiert. Ihr Körper lernt so, vor allem in den ersten drei Jahren, Antikörper zu entwickeln. Kinder, die matschen dürfen, werden später erwiesenermaßen weniger krank. Indem sie Erregern ausgesetzt werden, bekommen sie eine natürliche Impfung, denn die funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

iStock.com/ ©Mauricio Graiki

Kreativ beim Formen und Bauen mit Matsch

Matsch bietet neben der Sinneserfahrung eine fantastische Möglichkeit, Lernprozesse zu fördern. Die Ausschüttung von Serotonin beim Matschen fördert die Konzentration und kognitive Funktionen des Gehirns, sagen Forschende. Und natürlich werden beim Formen von Skulpturen, Türmen und Burgen auch die feinmotorischen Fähigkeiten trainiert. Beim gemeinsamen Schaffen üben Kinder soziale Fähigkeiten. Abmessen und Abzählen der Zutaten, Probleme lösen und Formen bearbeiten, all das ist Wissenschaft in Aktion! Matsch ist zudem ein großartiges Kunstmaterial und kann leicht zu beliebigen Formen und Skulpturen verarbeitet werden, da es sich ähnlich verhält wie Ton oder Knete. Mit Lebensmittelfarbe angereichert entstehen aus nassem Lehm übrigens herrlich bunte Malfarben!

 

Chef de Matsch Cuisine

Sandkuchen backen, Blumensuppe kochen: „Mama, Papa, Essen kommen!“ Seit Generationen kreieren Kinder mit Begeisterung und Ausdauer Matschgerichte. In einer eigenen Matschküche können Chefköchinnen und Köche so richtig kreativ werden. Sie brauchen dazu vor allem viele waagrechte Oberflächen als Arbeitsflächen, damit mehrere Kinder gleichzeitig „kochen“ können. Vorratsschrank ist die Natur mit Sand, Erde, Steinen, Kastanien und vor allem Wasser. Dann braucht die Matschküche noch alte Töpfe, Pfannen, Becher, Besteck, Sieb und Schöpfer und das Küchenteam kann sich Menüs ausdenken und im neu eröffneten Matschrestaurant Bestellungen entgegennehmen. Ideal ist dazu natürlich ein Garten. Ein kleines Eckcafé kann aber auch auf dem Balkon eröffnen oder das Küchenteam verlagert seine Küche samt Utensilien auf den nächstgelegenen Spielplatz.

Barfuß Holz ©iStock.com/Halfpoint

Barfußpfad aus Bodenschätzen

Es pikst und kitzelt, ist weich oder hart, kalt oder warm, rau oder glatt: Auch unsere Füße sind hervorragende Tastorgane und vor allem nackte Kinderfüße noch sehr empfindsam. Barfußlaufen ist schon wunderbar, auf einem Pfad aus Bodenschätzen entlangzulaufen eine wahre Sinnesexplosion. Für den Bau einer eigenen Taststraße findet ihr die meisten Schätze im Wald oder auf Wiesen. Also, auf zu einem Ausflug! Steine, Äste, Erde, Moos, Gras, Heu, Stroh, Blätter…, natürlich darf die Straße auch durch eine Pfütze führen. Und dann Schuhe und Strümpfe aus, Augen zu und sich gegenseitig über den Barfußpfad führen – und spüren!

Das Spielen in der Natur, das Matschen und Experimentieren, macht Kindern die Natur im wahrsten Sinn des Wortes begreifbar. Kinder, die Natur mit allen Sinnen erleben, fühlen sich ihr verbunden und werden sie deshalb im Laufe ihres Lebens stärker wertschätzen und schützen.

 


 

Beitragsbild ©iStock.com/jeancliclac

 

 

 

 

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