Warum Brandschutzerziehung schon bei den Jüngsten beginnen sollte
Feuer fasziniert Kinder. Es leuchtet, wärmt, knistert und kann Dinge innerhalb weniger Sekunden verändern. Diese Faszination ist ganz normal. Trotzdem begegnen Erwachsene Feuer häufig zuerst mit Verboten. Regeln sind wichtig, reichen aber allein nicht aus. Kinder müssen verstehen, warum Feuer gefährlich werden kann und wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten.
Mehr als 20 Brände am Tag
durch Kinder und Jugendliche
Zahlen aus der Schadenprävention zeigen, warum Brandschutzerziehung wichtig ist: Kinder und Jugendliche verursachen in Deutschland mehr als 20 Brände täglich. Mehr als die Hälfte davon geht auf Kinder unter 14 Jahren zurück.
Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) untersucht jährlich rund 2.000 Brandfälle. In den Jahren 2015 bis 2024 waren 30 Prozent auf Elektrizität und 22 Prozent auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, also etwa jeder fünfte untersuchte Brand.
Bei Bränden in Kinderzimmern war laut einer älteren IFS-Auswertung in etwa der Hälfte der Fälle offenes Feuer die Ursache.
Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, dass Kinder früh lernen, Gefahren durch Feuer einzuschätzen und im Ernstfall richtig zu handeln.
Verbote allein schützen Kinder nicht
Kinder sind neugierig und lernen durch Ausprobieren. Gerade bei Feuer reichen Verbote allein nicht aus. Sie sollten verstehen, warum Feuer gefährlich ist und wie man sicher damit umgeht.
Brandschutzerziehung sollte keine Angst machen, sondern Respekt vermitteln. Einfache, kontrollierte Experimente zeigen Kindern, wie Feuer entsteht, was es zum Brennen braucht und wie schnell daraus eine Gefahr werden kann.
Dabei können Fragen wie diese gemeinsam beantwortet werden:
– Was braucht Feuer zum Brennen?
– Welche Materialien fangen schnell Feuer?
– Was passiert ohne Sauerstoff?
– Warum kann man nicht jeden Brand mit Wasser löschen?
– Warum müssen Türen bei einem Brand geschlossen werden?
– Warum darf man nicht zurücklaufen, um Spielzeug zu holen?
Was Kinder selbst erleben, verstehen und erinnern sie meist besser. Deshalb sollten sie nicht nur Regeln hören, sondern Abläufe üben, einen Notruf ausprobieren und erfahren, wie schnell Feuer und Rauch gefährlich werden können. So wird Wissen zu einer Erfahrung, die im Ernstfall helfen kann.
Die größte Gefahr ist häufig nicht die Flamme
Wenn Kinder an einen Wohnungsbrand denken, denken sie meist an Flammen und Hitze. Die wenigsten denken an den Rauch. Dabei kann sich Brandrauch sehr schnell ausbreiten, die Sicht nehmen, die Orientierung erschweren und hochgiftige Stoffe enthalten.
Eine geschlossene Tür kann deshalb einen entscheidenden Unterschied machen. Kinder müssen wissen: Niemals durch einen verrauchten Flur laufen.
Ist der Fluchtweg frei, sollte das Gebäude so schnell wie möglich verlassen werden. Die Türen werden dabei hinter sich geschlossen. Spielsachen, Kuscheltiere und andere persönliche Dinge bleiben zurück.
Ist der Fluchtweg verraucht und kann das Kind sein Zimmer nicht sicher verlassen, bleibt die Tür geschlossen. Wenn möglich, können Türspalten mit Bettlaken, Handtüchern oder anderen geeigneten Textilien abgedichtet werden, um das Eindringen von Rauch zu verlangsamen. Das Kind bleibt im Raum, wählt, falls möglich, die Feuerwehr unter 112 und macht sich unbedingt am Fenster bemerkbar.
Würde Ihr Kind im Ernstfall die 112 wählen?
Die Nummer 112 kennen viele Kinder. Aber wissen sie auch, was nach dem Wählen passiert?
Kann das Kind sagen, wo es sich befindet, und was passiert ist?
Weiß es, dass die Leitstelle Fragen stellt und das Gespräch führt?
Genau das lässt sich gut üben: Ein Kind spielt den Anrufer, ein anderes die Leitstelle. So wird aus der gelernten Nummer eine Handlung.
Dabei muss kein Kind die fünf W-Fragen auswendig aufsagen. Wichtig ist, dass es 112 wählt, ruhig erzählt, was passiert ist, und nicht einfach auflegt. Die Leitstelle stellt die weiteren Fragen.
Theorie ist gut. Selbst machen ist besser.
Brandschutzerziehung vermittelt in Gesprächen, Arbeitsblättern oder Unterrichtseinheiten wichtige Grundlagen. Trotzdem sollte die praktische Erfahrung nicht zu kurz kommen.
Ein kleines Experiment kann in wenigen Sekunden zeigen, was sonst lange erklärt werden müsste. Mit einer Kübelspritze erleben Kinder, wie Wasser gezielt eingesetzt wird. An einem Brandsimulator können sie unter fachkundiger Anleitung erfahren, wie sich echtes Feuer verhält und wie ein Feuerlöscher funktioniert.
Dabei geht es nicht darum, dass Kinder im Ernstfall selbst löschen sollen. Ihre eigene Sicherheit steht immer an erster Stelle. Vielmehr sollen sie Feuer, Rauch, Löschmittel und richtiges Verhalten kennenlernen und eine Vorstellung davon bekommen, was sie im Ernstfall erwartet.
Was Kinder selbst ausprobiert und erlebt haben, ist nicht mehr unbekannt und kann ihnen helfen, im Ernstfall richtig zu reagieren.
Was jedes Kind wissen sollte
Am Ende einer Brandschutzerziehung sollten einige wenige Regeln wirklich sitzen:
– Feuer und Rauch niemals unterschätzen.
– Bei einem Brand nicht verstecken, auch nicht unter dem Bett oder im Schrank.
– Erwachsene und andere Personen warnen.
– Ist der Fluchtweg sicher, das Gebäude zügig verlassen.
– Keine Spielsachen oder persönlichen Gegenstände holen.
– Türen hinter sich schließen.
– Niemals einen Aufzug benutzen.
– Niemals durch einen stark verrauchten Fluchtweg laufen.
– Ist eine Flucht nicht möglich: Tür schließen, im Raum bleiben, 112 anrufen und am Fenster auf sich aufmerksam machen.
– Nach der Flucht niemals zurück in das Gebäude gehen.
– Draußen auf die Feuerwehr warten und sagen, wenn möglicherweise noch jemand im Gebäude ist.
Brandschutzerziehung kann
schon im Kindergarten beginnen
Brandschutzerziehung sollte altersgerecht sein.
Im Kindergartenalter lernen Kinder, was Feuer und Rauch gefährlich macht, wofür ein Rauchmelder da ist, dass sie sich bei Feuer nicht verstecken und die Feuerwehr unter 112 erreichbar ist.
Im Grundschulalter können sie Zusammenhänge verstehen, Experimente durchführen, einen Notruf üben und lernen, warum Brände unterschiedlich gelöscht werden.
Es geht nicht um möglichst viele Fachbegriffe, sondern darum, Gefahren zu erkennen und richtig zu handeln.
Brandschutz darf Spaß machen. Experimente, Löschübungen und spielerische Aufgaben bleiben oft besser im Gedächtnis als reine Theorie. Gute Brandschutzerziehung macht Kinder deshalb nicht zu kleinen Feuerwehrleuten, sondern stärkt sie für den entscheidenden Moment.
Denn wenn es darauf ankommt, können richtig gelernte und praktisch geübte Handgriffe einen entscheidenden Unterschied machen.
Wer hinter Mission Clever Kids steckt
Hinter Mission Clever Kids stehen wir als Familie und unser Unternehmen buildsafe.de e. K. aus Spalt. Wir sind Eltern von vier Kindern, drei davon sind selbst in der Jugendfeuerwehr aktiv.
Bei Veranstaltungen haben wir immer wieder erlebt, mit welcher Begeisterung Kinder unsere Kübelspritzen ausprobieren und am Brandsimulator erste Erfahrungen mit echtem Feuer sammeln. Daraus entstand der Wunsch, mehr daraus zu machen.
Heute verbinden wir bei Mission Clever Kids unsere fachliche Erfahrung mit der Begeisterung der Kinder. Mit Experimenten, Löschübungen, Kübelspritz Challenges und unserer Notruf-Demoanlage vermitteln wir Brandschutz so, dass Kinder selbst aktiv werden und dabei Wissen mitnehmen, das im Ernstfall entscheidend sein kann.
Unsere Vision
Wir möchten die Brandschutzerziehung künftig kostenlos in Schulen und Kindergärten anbieten, und zwar nicht nur in unserer Region, sondern langfristig in ganz Deutschland.
Damit das möglich wird, suchen wir Unternehmen, Sponsoren und Unterstützer, die unsere Mission mittragen. So können Schulen und Kindergärten Mission Clever Kids nutzen, ohne dass dafür Kosten für die Einrichtungen entstehen.
Wer Mission Clever Kids unterstützen und gemeinsam mit uns Brandschutzerziehung für Kinder in ganz Deutschland möglich machen möchte, darf sich sehr gerne bei uns melden.
Wo man Mission Clever Kids (privat) erleben kann
Mission Clever Kids kann für Kindergeburtstage, Familienfeste, Hochzeiten, Firmenveranstaltungen sowie Vereins- und Feuerwehrfeste gebucht werden.
Je nach Anlass und Anzahl der Kinder stellen wir ein passendes Programm zusammen. Dazu gehören unter anderem:
– Experimente rund um Feuer und Verbrennung
– unsere Notruf-Demoanlage
– Kübelspritz-Challenges
– kleine Teamaufgaben
– praktische Übungen am Brandsimulator
Bei größeren Veranstaltungen können mehrere Stationen aufgebaut werden, an denen Kinder verschiedene Aufgaben ausprobieren. Der Spaß steht im Mittelpunkt, gleichzeitig lernen die Kinder, Gefahren einzuschätzen und im Notfall richtig zu handeln.
Wer Mission Clever Kids buchen, uns als Schule oder Kindergarten kennenlernen oder unsere deutschlandweite Mission als Unternehmen oder Sponsor unterstützen möchte, kann sich gerne direkt bei uns melden.
Mission Clever Kids ein Angebot von buildsafe.de e.K.
Güsseldorf 2 91174 Spalt
Web: www.mission-clever-kids.de
E-Mail: info@mission-clever-kids.de
Telefon: +49 9175 9087-509




