Die Magie der Bücher

Bücher eröffnen Kindern neue, spannende Welten, die sie mit ihrer Fantasie erobern.

Wieder ist es die berühmte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die zu Büchern und Lesen sehr treffend schrieb: „Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.“

Ob tagsüber zum Entspannen, abends auf Papas Schoß oder auf einer längeren Autofahrt, Bücher finden im Alltag eigentlich überall Platz. Sie passen in jede Handtasche, fahren für den Notfall unbemerkt im Auto mit oder zieren mit ihren bunten Rücken die Regale im Haus. Die einen haben nur ein paar, andere ganze Schränke voll.

Was ist es, was Bücher so faszinierend macht?

Mit Pixi unkaputtbar, Badewannen- oder Fühlbüchern bezieht man schon die Allerkleinsten mit ein. Bunte und große, einfachgehaltene Bilder aus dem Alltag wecken ihre Aufmerksamkeit und lassen sie Gegenstände aus ihrem alltäglichen Leben erkennen. Der Bezug zur Realität ist also schnell hergestellt und schon sind Bücher ein Teil ihres Lebens. Körperkontakt und gemeinsame Interaktionen beim Lesen lassen ein zusätzliches Plus auf dem Bindungskonto unserer Kinder wachsen.

Ab 2 bis ca. 6 Jahre stehen vor allem Tiergeschichten mit menschlichen Zügen ganz hoch im Kurs. In den Erzählungen wird Lustiges, Trauriges oder die sich entwickelnde Moralvorstellung kindgerecht verpackt. Aber auch Einblicke in das Leben anderer Kinder, wie z. B. „Meine Freundin Conni“, sind faszinierend. Hin und wieder machen diese Geschichten Mut Neues auszuprobieren, zeigen bisher unbekannte Verhaltensweisen oder handeln vom sozialen Miteinander.

Die 7- bis 11-jährigen lieben vor allem Geschichten in denen es spannend wird, die sie schaudern lassen oder in denen sie sich selbst wiedererkennen. Auch Erzählungen, die zum Träumen einladen, sind sehr beliebt. Harry Potter, die Schule der magischen Tiere, TKKG, die fünf Freunde oder die 3 Fragezeichen sind seit Jahren die Dauerbrenner dieser Altersklasse.

Eines lieben aber alle: Humor! Gregs Tagebuch, Dork Diaries oder Die langweiligste Schule der Welt konnten schon so manchen Lesemuffel überzeugen.

Was macht ein Buch so unvergleichlich?

Denken wir nur einmal an das Thema Sprache: Erweiterung des Wortschatzes, komplexe, nicht alltägliche Satzstellungen kennenlernen, Rechtschreibung, Sprachentwicklung, Textverständnis üben… und das ganz nebenbei.

Beim Lesen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Während die Kleinen unserer Stimme lauschen, entfacht in ihrem Kopf ein regelrechtes Feuerwerk der Fantasie. Die Älteren können sogar beides gleichzeitig: Lesen und sich die Welt des Buches in ihrem Kopf erschaffen. Ein richtig gutes Buch schafft es, dass wir die Welt um uns herum vergessen. Stichwort: Konzentration.

Und jetzt Hand hoch: Wer hat schon mal ein Buch gelesen und war anschließend vom Film so richtig enttäuscht? Kein Film kann unserer Fantasie das Wasser reichen!

Dein Kind ist ein Lesemuffel?

Wie bei allem im Leben mit Kindern gilt auch hier: Nicht reden – vorleben! Wenn ich Mama und Papa nie mit einem Buch in der Hand sehe, in unseren Regalen auch keine stehen und ich die örtliche Bücherei nur aus Erzählungen kenne, dann werde ich mich kaum für dieses Thema begeistern können.

Überlege, wofür das Herz deines Kindes schlägt! Liebt es spannende Abenteuer oder doch eher Geschichten wie die von Astrid Lindgren? Was lesen die Klassenkameraden? Kann es bei Comics so richtig herzhaft lachen oder steht es eher auf Sachbücher zum Thema Weltraum, Pferde oder Fußball? Es müssen nicht immer die klassischen Bücher sein. Zeitschriften, Kochbücher oder Bedienungsanleitungen für das neue Lego Technic Schiff können genauso fesseln.

Sprache ist ein Teil unserer Kultur und unser Medium, um Gefühle und Gedanken mitzuteilen. Schließen wir den Kreis mit einem weiteren Zitat von Astrid Lindgren: „Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.“

 

Bildnachweis: istock.com, Dobrila Vignjevic

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