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Lerncoaching-Praxis: Motivation

Motivation - wie geht das eigentlich? Tipps aus der Lerncoaching-Praxis

Motivation – alle haben dieses Wort schon gehört, aber viele (vor allem Schulkinder) suchen sie aktuell vergebens. Doch auch unter normalen Umständen ist es manchmal gar nicht so leicht, sich für die bevorstehenden Aufgaben im Leben zu motivieren.

Neulich in der Lerncoachingpraxis

So auch ein 13-jähriger Klient, der vor kurzem mit seiner Mutter um meine Unterstützung bat:

Daniel: „Ich hab´ halt einfach grad überhaupt keinen Bock! Mama nervt schon die ganze Zeit, dass ich doch endlich mal in die Puschen kommen soll.“

Lerncoach: „Du kannst dich momentan also überhaupt nicht motivieren. Hast du damit generell Schwierigkeiten oder ist das neu für dich? Hast du denn noch Lust auf Hobbys oder deine Freunde?“

Daniel: „BMX fahren könnte ich den ganzen Tag, das ist echt cool. Aber Hausaufgaben und Lernen finde ich total öde. Vor allem Englisch ist so anstrengend und Mathe üben mag ich auch nicht.“

Ziele finden ist Motivation

Lerncoach: „Eine andere Frage, Daniel. Hast du einen Berufswunsch? Oder irgendein anderes Ziel im Leben? Möchtest du mal ein eigenes Haus haben? Oder ein tolles Auto? Viel reisen?“

Daniel: „Hm… Architekt zu sein fände ich super. Und ich würde gern mal nach England und Schottland reisen, dorthin wo Harry Potter gedreht wurde.“

Lerncoach: „Du magst also Harry Potter. Nach London fliegen dauert auch gar nicht so lange. Von dort müsstest du dann noch ein Stück mit dem Zug fahren und du wärst am damaligen Drehort. Um dir ein Bahnticket in England zu kaufen und um in ein Hotel einzuchecken, müsstest du Englisch sprechen. Das hast du doch in der Schule, oder?“

Daniel (überlegt): „Hm… ja… hab´ ich.“

Lerncoach: „Vieles, was du im Englischunterricht lernst, kannst du auf deiner Reise nach England sehr gut gebrauchen. Um dir unterwegs Fish & Chips zu kaufen, an einer Führung über den Drehort teilzunehmen oder um dir ein Flugticket von London nach Schottland zu kaufen. Dafür braucht man Vokabeln, Grammatikregeln und eine gewisse Sprechfertigkeit, sonst kommt man dort nicht weiter.“

Daniel: „Ja… stimmt auch wieder.“

Lerncoach: „Und was fasziniert dich am Berufswunsch Architekt?“

Daniel: „Ich würde halt gerne was machen, was ich in meinem Kopf entstehen lasse und es nachher anfassen kann. Wenn dann da wirklich mal ein Haus stehen würde, das ich entworfen habe, wäre das bestimmt ein geniales Gefühl.“

Lerncoach: „Mach doch mal deine Augen zu und stell dir vor: Du fährst durch die Stadt und das neue Stadion, in dem jetzt dein Lieblingsverein spielt, das hast du entworfen. Du siehst wie die Fans am Eingang Schlange stehen und weißt genau: „Für die alle habe ich das gebaut!“ Das würde sich doch fantastisch anfühlen, oder?“

Daniel: „Wow, da habe ich gleich so ein warmes Gefühl im Bauch. Genial!“

Wer auf der Suche nach Motivation ist, wird diese nur schwer finden, wenn er seine Ziele, Träume und Wünsche nicht kennt.

Carolin, Lerncoach

Gefühle, Ziele und Motivation

– das sind die drei Stationen, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Diese Brücken bauen wir aus dem Zusammenhang zwischen dem Lernstoff und den persönlichen Wünschen. Es braucht Ziele, um zu wissen, wofür man etwas macht. Und es braucht Emotionen, die einen von innen heraus (intrinsisch) antreiben. Diese intrinsische Motivation, die uns bekanntlich Berge versetzen lässt, erreichen wir nur durch eigenen Antrieb. Nichts von außen kann jemals so stark sein.

So wird mein Schulkind selbstständig: Noch ein Tipp aus der Lerncoaching-Praxis!

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