Zu Besuch bei den Pappenheimern

Bei einem sommerlichen Familienausflug nach Pappenheim könnt ihr die mittelalterliche Burgruine erobern.

Auf einem Bergsporn in einer Schlinge der Altmühl thront hoch über der gleichnamigen Stadt die stolze Burg Pappenheim. Die gut 1.000 Jahre alte, gewaltige Burganlage gilt als eine der bedeutendsten Burgruinen Bayerns. Schon von Weitem kann man den hohen Bergfried erkennen. Doch nicht nur die Burg ist einen Besuch wert. Auch die alte Stadt zu ihren Füßen lohnt eine Besichtigung. Und die schönen Wälder der Umgebung laden zu einer entspannten Wanderung ein.

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz am Sportgelände und Turnverein Pappenheim geht ihr zur Schützenstraße und biegt mit dem Wanderzeichen des Altmühltal Panoramawegs nach rechts ein. Schon nach wenigen Metern passiert ihr die Kirche Mariä Himmelfahrt. Ein kurzer Abstecher in die Kirche lohnt sich aufgrund der wundervollen Wandmalereien in dem mehr als 900 Jahre alten Gotteshaus, sowie der an der rechten Wand aufgestellten Krippe, die das Ensemble rund um Burg Pappenheim darstellt.

Burg Pappenheim thront über dem gleichnamigen Ort

Wenn ihr aus der Kirche hinaustretet, erhebt sich hoch über euch bereits die stolze Burg Pappenheim. Ein der Kirche Mariä Himmelfahrt gegenüber liegender Fußweg trägt euch auf dem Niederländersteig mit guter Beschilderung nach links hinauf zur Burg. Kurz nachdem ihr den Niederländersteig betreten habt, zweigt ein Pfad ein paar Meter hinüber zum Wehrgang des Kanonenwegs ab. Wenn man vom Beginn des Kanonenwegs hinauf Richtung Bergfried blickt, gerät man schnell ins Staunen darüber, welch imposante Burganlage hier geschaffen wurde.

Um hinauf zur Burg zu gelangen, müsst ihr zurück auf den Niederländersteig und diesem durch ein Wäldchen nach links oben folgen. Hinter dem Wäldchen durchquert ihr einen Torbogen, den sogenannten „Lumpenschlupf“. Dahinter geht es in einer langgezogenen Rechtskurve hinauf zur Kasse an der Äußeren Brücke, von der aus ihr einen tollen Blick zu den rechts auf dem schroffen Burgfelsen gelegenen Schalentürmen habt.

Die Besichtigung der Burg ist gegen Gebühr von Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr möglich. (Stand Juli 2021). Nähere Informationen bekommt ihr gerne hier:

https://grafschaft-pappenheim.de/burg/oeffnungszeiten/

Hinter der Kasse erreicht ihr bald das Tor der Vorburg. Die Burg Pappenheim ist nämlich in zwei große Areale unterteilt. In der Vorburg findet ihr neben anderen interessanten Gebäuden, von denen einige betreten werden können, auch die Folterkammer. Von der Vorburg gelangt ihr über eine Brücke in die Hauptburg mit dem Palas, der Brunnenstube und dem beeindruckenden Bergfried. 

Wenn ihr die Burganlage ausgiebig besichtigt habt, kehrt ihr zur Äußeren Brücke zurück. Das Burggelände verlassend biegt ihr rechts ab und geht den Burgberg hinunter, wo ihr nach rechts in den Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg einbiegt. Ihr folgt der Straße durch ein altes Stadttor hinein in das, bereits zu Beginn des 9ten Jahrhunderts erwähnte, Pappenheim.

Kühle Erfrischung für müde Füße

Hier erwarten euch noch einige wirklich schöne Eindrücke. Alte Häuser, die stellenweise an das berühmte Rothenburg ob der Tauber erinnern, säumen die Straße, die euch geradewegs hinunter zum Marktplatz trägt, an dem sich das Neue Schloss, das den Marschällen von Pappenheim ab 1822 als Sitz diente, und das Rathaus befinden. Hinter dem Neuen Schloss biegt ihr mit der Straße „An der Altmühlbrücke“ links ab und überquert die Altmühlbrücke. Am anderen Ufer der Altmühl am Fuß der Brücke gibt es eine sehr schön gestaltete Kneipp-Anlage, die an warmen Tagen wohltuende Erfrischung verspricht. 

Auf der anderen Seite der Altmühlbrücke mündet ihr in die Bürgermeister-Rukwid-Straße. Hier stoßt ihr auf euer nächstes Wanderzeichen, das M/D auf Blau-Weißem Grund – das Zeichen des Main-Donau-Wegs. Diesem Wanderzeichen folgt ihr auf der, ebenfalls nach links abbiegenden, Bürgermeister-Rukwid-Straße nach links. Nach etwa 100 Metern biegt ihr mit dem Zeichen des Main-Donau-Wegs von der Straße nach rechts zu einer Steintreppe ab. Nun geht es auf einem spannenden Steig ziemlich steil den Hang hinauf.

Viel Schatten findet ihr auf diesem schönen Waldweg.

Zum Main-Donau-Weg gesellt sich der Pappenheimweg Nr. 2. Diese beiden Wanderzeichen führen euch ziemlich geradewegs, zuerst durch einen wundervollen Wald, der auch als Friedwald genutzt wird, dann auf freier Ebene mit tollem Blick in die Ferne, an den Ortsrand von Osterdorf. Hier, direkt am Ortsrand, verlasst ihr für ein kurzes Stück die Wegmarkierung und biegt ohne Wanderzeichen scharf links ab. Bei der nächsten Gelegenheit, nach etwa 300 Metern, biegt ihr, weiterhin ohne Wegzeichen nach links ab. Kurz darauf erreicht ihr den Waldrand. Auf der euch abgewandten Seite eines Baumes findet ihr, direkt am Waldrand die Wanderzeichen des Pappenheimwegs Nr. 2 und des Altmühltalwegs Nr. 3. Der Weg Nr. 3 führt euch direkt zurück nach Pappenheim… Wenn ihr Lust habt, macht jetzt noch einen erfrischenden Abstecher ins Pappenheimer Freibad in der Schützenstraße.

Die ausführliche Wegbeschreibung mit zwei schönen Pappenheimer Sagen findet ihr hier:

Wandern mit Kindern in Franken

Bildnachweis: Alexander Pavel

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