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Was ist Resilienz und wofür ist das gut?

Resilienz ist momentan in aller Munde. Doch was genau bedeutet dieses Wort? Gemäß dem Duden lautet die Übersetzung „Widerstandsfähigkeit“. Auf Kinder umgemünzt, geht es also um die Eigenschaft, Widerständen zu trotzen, gestärkt daraus hervorzugehen, den Lebensmut nicht zu verlieren und weiterhin mit Freude am Leben teilzunehmen.

Sicherlich wird es unseren Kindern ein Stück weit in die Wiege gelegt, ob sie so schnell nichts umwehen kann, oder ob sie ein bisschen mehr Unterstützung von uns brauchen, wenn Gegenwind bläst. Doch egal welche Veranlagung Dein Kind hat, es ist auf jeden Fall etwas, worauf man aufbauen kann.

 

Welche Bereiche umfasst die Resilienz?

Spricht man von Resilienz, so meint man damit die folgenden acht Säulen: Beziehungen gestalten, Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Verantwortung übernehmen, Lösungsorientierung, Zukunft planen und Vertrauen in das Gute im Leben.

Unter den Begriff „Beziehungen gestalten“ fällt vor allem die verlässliche Beziehung zwischen dem Kind und seinen engsten Bezugspersonen, die es besonders widerstandsfähig werden lässt. Dies beweist, dass der bedürfnisorientierte Erziehungsansatz, auf Augenhöhe mit Deinem Kind, wichtig ist, um es kraftvoll ins Leben zu begleiten. Diese tragfähige Beziehung zwischen Dir und Deinem Kind schenkt ihm unter anderem „Vertrauen in das Gute im Leben“ – eine weitere Säule der acht oben genannten.

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Welche Umstände muss ich akzeptieren?

Die Säule „Akzeptanz“ meint, dass Dein Kind das Leben annimmt und ihm zustimmt, so wie es ist. Es bedeutet jedoch nicht, dass es sich als Spielball der gegebenen Umstände wahrnimmt. Resiliente Kinder erkennen, welche Umstände sie akzeptieren müssen und welche sie aus eigener Kraft verändern können. Sie wissen, dass man Probleme beseitigen kann oder haben Strategien entwickelt, um die Realität annehmen zu können und dennoch glücklich zu werden. Diese Säule der „Akzeptanz“ ist also untrennbar mit den Säulen „Selbstwirksamkeit“ und „Lösungsorientierung“ verbunden.

Wer sicher gebunden ist, positive Erfahrungen im Umgang mit aufkommenden Problemen gemacht hat und in unangenehmen Situationen bestehen konnte, der baut eine gesunde Portion „Optimismus“ auf, Vertrauen in sich und sein Umfeld. Gerade die Fähigkeit des Überwindens spielt hierbei eine wichtige Rolle. Eltern tun ihren Kindern deshalb einen großen Gefallen, wenn sie nicht alle Steine aus dem Weg räumen, sondern ihrem Kind die Hand reichen, um darüber zu klettern. Es wird der Zeitpunkt im Leben kommen, wo Dein Kind die Steine aus eigener Kraft überwinden muss. Dann auf Erfolgserlebnisse zurückblicken zu können, lässt es widerstandsfähig werden.

Verantwortung übernehmen“ in diesem Sinne, meint nicht nur die Möglichkeit für andere da zu sein (z. B. für ein Haustier). Hierbei geht es vor allem um die Verantwortung für sich selbst. Insbesondere der Umgang mit Misserfolgen und Fehlern fällt unter diesem Punkt ins Gewicht. Wie immer ist die liebevolle Begleitung durch die Eltern enorm wichtig. Wer mit dem Finger auf diejenigen zeigt, die Fehlentscheidungen getroffen haben oder über die Unzulänglichkeiten anderer lacht, ist seinem Kind kein gutes Vorbild. Nach Misserfolgen gemeinsam nach einem neuen Weg zu suchen und bei Fehlern die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen, das ist es, worauf es ankommt. Diese Säule überschneidet sich demnach mit der Säule „Zukunft planen“.

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Wie kann ich die Resilienz meines Kindes trainieren?

In dem Du Deinem Kind zugestehst, die volle Bandbreite der Gefühle zu erleben! Gefühle heißen so, weil sie gefühlt werden wollen. Sollten wir sie verdrängen, dann hießen sie Gedränge. Nur wer im geschützten Rahmen der Familie und mit deren Unterstützung, alle Emotionen gesellschaftsverträglich (!) ausleben darf, bekommt einen Zugang zu seinem Inneren. Diese Kinder können Strategien entwickeln, wie sie sich aus ihren jeweiligen Gemütszuständen befreien. Wer hingegen unangenehme Gefühle wie Wut oder Trauer nie erleben durfte – sei es aufgrund eines Verbots oder weil versucht wurde jeglichen Frust zu vermeiden – der weißt im Ernstfall nicht, wie er damit umgehen soll.

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Beitragsbild ©iStock.com DeanDrobot

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