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Gesunde Zähne für die Kleinen – Die richtige Ernährung

Die Weichen für gesunde Zähne werden bereits in den ersten Jahren gestellt. Entscheidend auf diesem Weg ist die richtige Ernährung!

Ein strahlendes Lächeln und gesunde Zähne – wer wünscht sich das nicht! Sie sind nicht nur ein Zeichen von Schönheit, sondern auch ein entscheidender Faktor für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Kinder. Weichen für gesunde Zähne werden bereits in den frühen Jahren gestellt. Entscheidende Komponenten auf diesem Weg sind die richtige Ernährung und die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt.

Die Nuckelflasche – eine gute Wahl?

Die Nuckelflasche kann ein wertvoller Begleiter in den ersten Lebensjahren eines Kindes sein, vorausgesetzt sie wird klug eingesetzt. Um die Zähne zu schützen, sollten süße Flüssigkeiten wie Saft oder Limonade in der Nuckelflasche keinen Platz finden. Stattdessen eignen sich Wasser oder ungesüßter Tee als ideale Begleiter. Dabei sollte das ständige Nuckeln an der Flasche vermieden werden, denn eine ungleichmäßige Druckausübung auf Kiefer und Zähne kann zu ihrer Fehlentwicklung führen. Auch die richtige Zungenposition kann beeinträchtigt werden und die Sprachentwicklung negativ beeinflussen. Sobald ein Kind alt genug ist und sich auf feste Nahrung umstellt, sollte die Flasche nach und nach aus dem Alltag verschwinden.

Zucker: Der versteckte Feind

Zucker kann für Kinderzähne zur Gefahr werden, wenn er zu oft und in zu großen Mengen konsumiert wird. Er ist Hauptauslöser von Karies und erhöht das Risiko von Zahnfleischerkrankungen. Deshalb sollte ein Kind zuckerhaltige Snacks und Süßigkeiten nur in Maßen genießen. Am besten schon beim Einkaufen auf Produkte achten, die weniger Zucker enthalten!

Süße Getränke unbedingt meiden

Zuckerhaltige Getränke wie Cola, Limonade und Fruchtsäfte sind echte Zahnfeinde. Sie enthalten nicht nur viel Zucker, sondern oft auch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Dadurch wird die Schutzschicht der Zähne durchlässig für Bakterien, die in Lebensmittelresten im Mundraum enthalten sind. Karies kann die Folge sein. Statt süßer Getränke sollte einem Kind Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnter Fruchtsaft angeboten werden. Diese Alternativen sind nicht nur zahnfreundlicher, sondern auch gesünder für den gesamten Körper.

Milch und Milchprodukte liefern Kalzium

Milch, Joghurt und Käse sind reich an Kalzium und für die Zahngesundheit von großer Bedeutung. Eine ausreichende Kalziumzufuhr stärkt den Zahnschmelz und macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Säuren und Karies. Auch grünes Gemüse wie Blattspinat und Brokkoli sind wichtige Kalziumlieferanten. Neben den positiven Auswirkungen auf die Zahngesundheit trägt Kalzium zur Bildung und Aufrechterhaltung der gesamten Knochenstruktur bei.

Rohkost für gesunde Zähne

Rohes Gemüse und Obst sind nicht nur reich an Vitaminen und Ballaststoffen, sondern auch zahnfreundlich. Karotten, Kohlrabi, Paprika oder Äpfel können helfen, den Zahnschmelz zu stärken und die Zahnreinigung zu unterstützen. Zitrusfrüchte allerdings, wie Orangen und Zitronen, können bei übermäßigem Verzehr aufgrund ihres Säuregehalts den Zahnschmelz erweichen.

Zahngesunde Snacks

Als Snack-Alternativen zu zuckerhaltigen Produkten kann man auf zahngesunde Optionen wie Nüsse, Mandeln, Vollkorn-Cracker oder Gemüsesticks mit einem leckeren
Joghurtdip zurückgreifen. Diese Lebensmittel bieten Kindern eine gesunde, kleine Zwischenmahlzeit und regen den Speichelfluss an, der Säuren neutralisiert und die Zähne schützt.

Von großer Bedeutung: Der Zeitpunkt des Essens

Ein Kind sollte nicht ständig naschen. Häufiges Essen und Trinken von süßen Getränken führt dazu, dass die Zähne sehr oft Säureangriffen ausgesetzt sind. Zwischenmahlzeiten sollten begrenzt werden, damit die Zähne ausreichend Zeit haben, sich in den Pausen der Nahrungsaufnahme zu erholen.

Zahngesunde Ernährung – ein Fazit

Um die Zähne unserer Kinder gesund zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Eine abwechslungsreiche Kost, die reich an Nährstoffen ist und Zucker sowie süße Getränke in Maßen einschließt, trägt zur Erhaltung der Mundgesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens bei. Aber klar: Unabhängig von der Ernährung dürfen regelmäßige Zahnpflege und zahnärztliche Untersuchungen für ein strahlendes Lächeln und gesunde Zähne nicht fehlen!

Foto: Jenny Friedrichs / Pixabay

Wahrheit oder Märchen – Kennt ihr euch aus?

Nicht alles, was man so hört, ist auch richtig. Wir haben einige Mythen rund um Kinderzähne auf den Prüfstand gestellt.

Milchzähne müssen nicht gepflegt werden, sie fallen ja sowieso aus.

Falsch! Auch wenn die Milchzähne ausfallen, lohnt sich das gründliche Zähneputzen ab dem ersten Babyzahn. Denn jeder Zahn ist ein wertvoller Platzhalter für das Erwachsenengebiss und hilft dem Kiefer, richtig zu wachsen. Karies an den Milchzähnen gefährdet auch die bleibenden Zähne, weil diese noch empfindlich sind, wenn sie durchbrechen.

Sofort nach dem Essen – Zähne putzen nicht vergessen!

Falsch! Säurehaltige Nahrungsmittel, wie etwa Obst oder Limonaden, weichen den Zahnschmelz auf. Wartet nach dem Essen eine halbe Stunde mit dem Putzen, dann hat der Speichel die Säuren neutralisiert.

Der Schnuller verschiebt die Zähne.

Richtig! Wird ein Schnuller intensiv und lange genutzt, stört er die Entwicklung des Kieferknochens und der Zähne. Es kann auch zu Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen kommen. Benutzt einen Schnuller nur in seltenen Momenten, wenn es gar nicht anders geht – meist lassen sich Kinder auch durch Tragen oder Ablenken beruhigen. Bleibt bei der kleinsten Schnullergröße und fangt so früh wie möglich mit der Entwöhnung an.

Quetschies sind gesund.

Falsch! Das Fruchtmus aus dem Quetschbeutel enthält sehr viel Zucker und Fruchtsäuren aus süßem Obst. Das Einsaugen verteilt alles gründlich auf alle Zahnflächen und Zwischenräume. Gebt lieber frisches Obst zum Abbeißen.

Die elektrische Zahnbürste putzt besser als die Handzahnbürste.

Richtig! Da die optimale Putztechnik gar nicht so einfach ist, werden Zähne mit der elektrischen Bürste meist sauberer. Manche Bürsten warnen sogar bei zu starkem Schrubben – das schädigt nämlich Zahnfleisch und Zahnschmelz. Viele Kinderbürsten motivieren außerdem mit Musik, Timer oder sogar Spielen. Ab drei Jahren je nach Modell – Eltern sollten bis zur Einschulung auf jeden Fall nachputzen.

Die Zahnfee holt ausgefallene Zähne.

Bei diesem beliebten Mythos sind es natürlich die Eltern, die den kleinen Milchzahn durch eine Münze oder ein kleines Geschenk ersetzen. Die Zahnfee kann aber auch Kinder zur gründlichen Zahnpflege motivieren. Verratet euren Kindern einfach das streng gehütete Geheimnis, dass im Feenreich schöne saubere Zähne als Kostbarkeit gelten ;-).

Sabine Tschirwitz & Gabriele Gorny

Beitragsbild: iStock.com/FamVeld

Bild von Jenny Friedrichs auf Pixabay

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