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Erfolgreicher Übertritt – das können Eltern tun

Diese Tipps unterstützen Eltern und Kinder, damit der der Übertritt in die 5. Klasse gelingt.

Spätestens wenn die Kinder in die 4. Klasse kommen, machen sich viele Eltern Gedanken über den Übertritt: Wie können wir unser Kind unterstützen? Welche weiterführende Schule ist die richtige Wahl? Das 4. Schuljahr stellt nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern vor einer großen Herausforderung.

Erwartungen der Eltern

Eltern meinen es gut und möchten nur das Beste für ihre Kinder. Doch was ist das Beste? In der Realität wollen die meisten Eltern ihre Sprösslinge auf dem Gymnasium sehen. Dabei geraten die tatsächlichen Fähigkeiten der Kinder oft in den Hintergrund. Zudem verlieren Eltern das eigentliche Ziel, ihre Kinder stark zu machen, manchmal völlig aus den Augen.

Stärkung des Selbstwertgefühls

Für die Entwicklung des Kindes ist es von fundamentaler Bedeutung, dass es Fürsorge und Zuneigung der Eltern erfährt. Ganz besonders dann, wenn gerade gute Noten ausbleiben. Weigern sich Kinder zu lernen, kann Kritik zwar sinnvoll sein. Ist die Probe jedoch bereits gelaufen und steht das Ergebnis fest, ist es zu spät, um zu kritisieren. Vielmehr ist in so einer Situation ein liebevoller Blickkontakt, eine Umarmung sowie ein konkretes „Du bist mir viel wichtiger als deine Noten“ angebracht. Das Ergebnis dieser Zuneigung ist ein stärkeres Selbstwertgefühl, weil das Kind sich sicher sein kann, dass es geliebt wird und nicht nur seine Leistungen.

Geduld haben

Geduldig zu sein stellt für viele Eltern eine Herausforderung dar. Gerade nach einem langen Arbeitstag sind Eltern oft gereizt, wenn Kinder immer wieder die gleichen Fehler machen oder neue Lerninhalte nicht sofort begreifen. Ruhe bewahren heißt hier die Devise. Das signalisiert den Kindern, dass sie Schwächen zeigen können und die nötige Zeit bekommen.

Vorbild sein

Kinder lernen, indem sie sich an Vorbildern orientieren und deren Verhalten nachahmen. Geben Eltern in schwierigen Situationen nicht sofort auf und verfolgen ihre Ziele weiter, machen es die Sprösslinge auch so. Allerdings werden nicht nur positive Verhaltensmuster übernommen, sondern auch viele Angewohnheiten von Erwachsenen, die die Kids vom Lernen abhalten – zum Beispiel etwa das ständige Sitzen vor dem Fernsehen oder am Handy.

Realistische Ziele setzen

Eltern sollten gemeinsam mit Kindern realistische Ziele setzen, um die Enttäuschung am Ende des Schuljahres zu vermeiden. Dabei gibt es einen allgemeinen Grundsatz: Das Ziel muss SMART sein.

 

So wird der Übertritt SMART!

1. S wie spezifisch

Der Übertritt an eine weiterführende Schule – die Schulart ist erstmal irrelevant – ist ein langfristiges Ziel, welches in viele weitere Ziele unterteilt werden sollte. Im Vordergrund sollte also nicht die zukünftige Schulart stehen, sondern etwa die nächste Deutschprobe.

2. M wie messbar

Die schulischen Leistungsnachweise werden mit einer Note bewertet. Somit sind die gesetzten Ziele leicht messbar. Formuliert das Kind also als Ziel, in der nächsten Matheprobe eine 3 zu schreiben, können sowohl das Kind als auch seine Eltern anhand der Noten leicht erkennen, ob das Ziel erreicht wurde.

3. A wie anspornend

Mit einem klaren Ziel vor Augen gehen Kinder motiviert an das Lernen heran. Tritt dann auch der erhoffte Erfolg ein und erreicht das Kind sein gesetztes Ziel, wirkt sich das positiv und ermutigend auf das weitere Lernen aus.

4. R wie realistisch

Das Ziel soll realistisch sein. Setzt sich ein leistungsschwächeres Kind, welches noch nie eine gute Note erreicht hat, als Ziel, in der nächsten Probe eine 1 zu schreiben und scheitert, ist es frustriert. Spätestens jetzt sollten Eltern mit ihrem Kind sprechen, um es vor einer Enttäuschung zu bewahren.

5. T wie terminierbar

Die anstehenden Proben werden in der 4. Klasse in der Regel eine Woche davor angekündigt. Mit einem richtigen Zeitplan ist genug Zeit, um den entsprechenden Stoff zu lernen und sein Ziel zu erreichen.

Das Fazit zum Thema Übertritt:

Alle Bestrebungen der Eltern sollten darauf ausgerichtet sein, das Kind stark zu machen. Je weniger Eltern Druck aufbauen und stattdessen ihre Kids unterstützen, desto leichter fällt es den Kindern, den Übertritt zu meistern und ihre Fähigkeiten voll zu entfalten.

Olga Diesendorf

Beitragsbild: iStock.com/Povozniuk

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