Geschwister – ein Stückchen Kindheit fürs ganze Leben

Superteam oder Konkurrenz? So fördern Eltern die Beziehungen zwischen Geschwistern.

Geschwisterbeziehungen sind ein lebenslanges Projekt im Trainingsfeld „Familie“. Brüder und Schwestern sind die ersten Freunde unserer Kinder und nicht selten die Menschen, die uns am längsten begleiten. Wenn auch oft unfassbar verschieden, so verbindet Geschwister dennoch ein unsichtbares Band. Es lohnt sich also definitiv in diese Beziehung zu investieren. Doch was braucht es, damit aus Geschwistern ein Team wird?

Begleitung durch die verschiedenen Entwicklungsphasen

Jedes Geschwisterkind durchlebt im Laufe seiner Kindheit verschiedene Entwicklungsphasen. Mal sind sie ausgeprägter, mal weniger intensiv. Fakt ist, dass jedes Kind die entsprechende Begleitung durch seine Eltern benötigt. Der Jüngste steckt mitten in der Autonomiephase? Nicht vergessen, dass die große Schwester gerade die Pforten zur Pubertät geöffnet hat. Keine Phase ist wichtiger als die andere – jede auf ihre Weise eine Herausforderung und zwar für alle Beteiligten.

Rollenverteilung im Auge behalten

Unsere Kinder von klein auf in Schubladen zu stecken (meine Große, mein kleiner Professor, unser Wutzwerg) zwingt Kinder schon früh in eine Rolle, aus der sie vielleicht nie mehr herauskommen. Sie untereinander zu vergleichen („Tom ist da ja viel ordentlicher als du.“) sorgt für Neid, Missgunst und Groll und ist wenig förderlich für die Geschwisterbeziehung.

Gelungenes Konfliktmanagement

Richtiges Streiten will gelernt sein. Wir Eltern müssen es auch mal aushalten, wenn zwischen unseren Kindern ein Sturm tobt. Sofortiges Einschreiten beraubt sie der Möglichkeit einen Konflikt selbst lösen zu lernen. Einen Fahrplan hierfür sollten wir ihnen an die Hand geben und sie anfangs auch noch durch den Sturm begleiten. Wenn es beim Streit aber um mehr geht, als um die Tatsache wer den blauen Baustein nun haben darf, dann sollten wir Eltern genauer hinsehen und über die Hintergründe sprechen.

Raum zur Selbstfindung

Wer bin ich? Wie will ich sein? Welche Aufgaben übernehme ich in unserer Familie? All diese Fragen zu beantworten benötigt Zeit und vor allem den Raum, sich ausprobieren zu dürfen. Wenn wir uns als Eltern einem Kind näher fühlen als dem anderen, dann ist das völlig in Ordnung und nur menschlich. In die Lieblingskind-Falle zu tappen, kann jedoch großen Schaden in der Geschwisterbeziehung anrichten.

Teamwork

Was schweißt zusammen? Gemeinsam erreichte Ziele, zusammen zu lachen und überstandene Krisen. Letzteres haben wir ja leider alle im vergangenen Jahr durchgemacht. Im Alltag ein Team zu sein, kann spielerisch z. B. durch den gemeinsamen Bau eines Vogelhäuschens für den Garten oder das Backen eines Kuchens gefördert werden.

Eltern und soziales Umfeld

Es ist wichtig, dass wir Eltern unsere Kinder als Individuen betrachten. Jedes ist auf seine Weise einzigartig und das sollten wir ihm auch zugestehen. Gemeinsam mit einem gut funktionierenden sozialen Netzwerk, das Kinder in allen Lebenslagen begleiten wird, kann man darauf vertrauen, dass jedes Kind seinen Platz im Leben finden wird.

Bild: istock.com/Liderina

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