Oh Schreck – ein Nachtschreck!

Nächtliche Überraschung für Eltern: So erkennt ihr den Nachtschreck und das könnt ihr tun.

Oh Schreck – ein Nachtschreck!

„Nachtschreck? Noch nie gehört!“, sagen die einen. „Oh je, kennen wir zur Genüge“, sagen die anderen. Doch es ist wie mit den Wehen: Wenn es einer war, dann haben wir keine Zweifel mehr daran. Drei wichtige Fragen und Antworten:

Was ist ein Nachtschreck und woran erkenne ich ihn?

Der Nachtschreck tritt meist beim Übergang von der Tiefschlaf- in die Leichtschlafphase auf. Dein Kind befindet sich in diesem Moment sozusagen zwischen zwei Welten. Bei jedem Übergang von einer Schlafphase in die andere sind wir besonders anfällig für Störungen und wachen leichter auf. Schafft das kindliche Gehirn diesen Sprung noch nicht ohne Probleme, ist aber auch nicht so sehr gestört worden, dass es aufwacht, hängen unsere Kinder quasi fest. Ein bisschen kann man diesen Zustand mit Schlafwandeln vergleichen.

Nur leider hat ein Nachtschreck so gar nichts mit einem friedlich umherlaufenden Kind zu tun. Ein Nachtschreck kommt mit voller Wucht, ist aber völlig ungefährlich. Es beginnt meist damit, dass die Kinder, oft noch vor Mitternacht, laut weinend „wach“ werden. Tritt man als Eltern dann an ihr Bett und versucht sie zu beruhigen, wird schnell klar, dass man nicht zu ihnen durchdringt. Sie weinen und weinen und manchmal erzählen sie uns im Schlaf auch wirre Dinge: „Ich will, dass mein Bild jetzt endlich getrocknet ist!“ oder „Warum scheint die Sonne hier so rein?!“. Auf jeden Fall hat es nichts mit der augenblicklichen Situation zu tun.

Versuchen wir unser Kind durch Körperkontakt zu trösten, schlägt es oft um sich. Man hat also ein laut weinendes, wirr redendes und schreiendes Kind auf dem Schoß, manch ein Kind liegt sogar auf dem Boden und schlägt um sich. Die Chance es zu beruhigen geht gegen null. Am nächsten Morgen kann sich dein Kind an nichts erinnern.

In welchem Alter kommt ein Nachtschreck vor und wie lange dauert ein Anfall?

Die meisten Kinder erleben diese Phase ab dem 3. Lebensjahr. Nicht selten dauert sie bis ins Grundschulalter an. Ein Anfall kann schnell vorbei sein (nach ca. 5 Minuten), manchmal dauert er aber auch zehn bis fünfzehn Minuten.

Was kann ich dagegen tun?

Da sein und den Spuk abwarten. Gut zureden (auch wenn du das Gefühl hast, es dringt eh nichts durch) und versuchen, dein Kind vor Verletzungen zu schützen. Auf keinen Fall solltest du es anschreien oder anders versuchen, zu ihm durchzudringen bzw. es aufzuwecken. Die Tage nicht so vollpacken, ruhig ausklingen lassen und an ereignisreichen Tagen ein ausführliches Bettkantengespräch führen. Das hilft, die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten und nicht mit in die Träume zu nehmen. Homöopathische Mittel, um leichter und ruhiger in den Schlaf zu finden, gibt es in jeder Apotheke. Ansonsten bleibt nur Geduld und die Gewissheit, dass auch der Nachtschreck eine Phase ist, wie so vieles in einem Kinderleben.

Bildnachweis: Susanne Dobner

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