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Mehrsprachig aufwachsen

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Zwei Muttersprachen zu sprechen, ist ein Geschenk. Eines, das wir gerne an unsere Kinder weitergeben wollten. Mein Mann und ich sprechen heute Deutsch und Russisch auf Muttersprachenniveau. Deutsch haben wir allerdings erst in Deutschland gelernt. Denn auch unsere Eltern haben – rückblickend betrachtet – denselben Fehler gemacht wie wir später bei unseren eigenen Kindern. Sie haben die Weichen für echte Zweisprachigkeit nicht richtig gestellt.

Umso größer war unser Wunsch, es besser zu machen. Wir wollten die Sprachen lebendig halten. Den kulturellen Schatz weitergeben, der in jeder Sprache mitschwingt. Und wir waren überzeugt davon, dass es uns gelingen würde. Doch irgendwann mussten wir uns eingestehen: Wir hatten den entscheidenden Moment verpasst.

Bei unserem ersten Sohn haben wir zwar viele russische Bücher gelesen, Zeichentrickfilme geschaut und russische Lieder gesungen. Gesprochen haben wir jedoch fast ausschließlich auf Deutsch – im Alltag, beim Abendessen, im Urlaub. Und so ist aus dem Wunsch, zwei Muttersprachen mitzugeben, am Ende vor allem eines geworden: passives Sprachverständnis.

Denn eine Sprache lernt sich nicht nebenbei. Sie verankert sich nur, wenn sie konsequent Teil des Alltags ist. Dabei hilft es, sich für eine klare Sprachstrategie zu entscheiden.

Eine Sprache – eine Person

Wenn du willst, dass dein Kind zwei Sprachen gleichwertig lernt, hilft es, diese Sprachen konsequent zu trennen. Eine der bekanntesten Methoden ist das Prinzip „Eine Person – eine Sprache“. Dabei spricht jede Bezugsperson immer in der gleichen Sprache mit dem Kind – zum Beispiel du auf Deutsch, dein Partner oder deine Partnerin benutzt die Herkunftssprache. So lernt das Kind, beide Sprachen auseinanderzuhalten und verbindet beide mit echten Beziehungen.

Sprich dabei nicht nur über Alltägliches, sondern auch über Gefühle, Geschichten, Pläne. Je vielfältiger die Themen, desto besser lernt dein Kind, sich sprachlich auszudrücken.

Umgebungssprache

Viele Familien wählen auch das Modell „Familiensprache – Umgebungssprache“: Zu Hause wird die Familiensprache gesprochen, draußen die Umgebungssprache. Andere wiederum verbinden Sprache mit Zeit und Ort: zum Beispiel am Wochenende Herkunftssprache, unter der Woche Deutsch. Alles ist möglich – solange es für dein Kind nachvollziehbar bleibt.

Dabei sind feste Sprachrituale hilfreich: Gute-Nacht-Geschichten, Fingerspiele, Reime oder Lieder. So wird Sprache mit Nähe und Geborgenheit verbunden. Auch Vorlesen ist eine große Hilfe – am besten in beiden Sprachen.

Sprache lebt vom Mitmachen

Sprache braucht Input und Output. Also: Hören, sprechen, erzählen. Gib deinem Kind möglichst oft die Gelegenheit, selbst zu sprechen – nicht nur mit dir, sondern auch mit anderen. Besuche Gruppen, in denen eure Familiensprache gesprochen wird, vernetze dich mit Familien, die ähnlich leben. Und wenn dein Kind eine Sprache zeitweise verweigert? Kein Grund zur Sorge. Kinder wechseln manchmal die Sprachvorliebe. Wichtig ist, dass du dranbleibst – geduldig, liebevoll und überzeugt davon, dass Mehrsprachigkeit ein Geschenk ist.

Deutsch nicht vergessen – für Schule und Alltag

Viele Eltern sorgen sich, dass ihr Kind später in der Schule nicht gut genug Deutsch spricht. Doch das muss nicht sein. Kinder lernen Deutsch besonders gut, wenn sie früh und regelmäßig in Kontakt mit der Sprache kommen – durch Kita, Spielplatz, deutschsprachige Freunde oder Vereine. Auch du selbst bist ein Vorbild: Wenn dein Kind sieht, dass du Deutsch sprichst, liest oder lernst, stärkt das sein Vertrauen in beide Sprachen.

Vorteile mehrsprachiger Erziehung

Mehrsprachigkeit eröffnet Kindern mehr als nur den Zugang zu zwei Sprachen. Sie entwickeln ein feines Sprachgefühl, denken flexibler, wechseln leichter zwischen Themen – und lernen früh, sich in andere hineinzuversetzen. Das stärkt nicht nur ihre kognitiven Fähigkeiten, sondern auch ihre sozialen. Zwei Sprachen zu beherrschen, ist eine Ressource – für die Schule, das Leben und das Verstehen der Welt.

Olga Diesendorf


Beitragsbild: iStock.com/Oko_SwanOmurphy

Versichert?

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Versicherungen gibt es wie Sand am Meer, und viele davon klingen auf den ersten Blick wichtig. Gerade als Familie verliert man da schnell den Überblick: Welche sind wirklich sinnvoll? Und welche kosten nur Geld, ohne echten Mehrwert zu bieten? Die Antwort hängt stark von deiner persönlichen Lebenssituation ab. Wer ein Eigenheim hat, braucht eine Wohngebäudeversicherung. Wer Kinder großzieht oder Alleinverdiener ist, sollte über eine Risikolebensversicherung nachdenken. In vielen Fällen genügt ein einziger Vertrag für die ganze Familie, selbst wenn die Kinder bereits ausgezogen sind. Doch welche Versicherungen sind ein Muss, auch wenn das Geld knapp ist? Ich zeige dir, was sich für unsere Familie bewährt hat – und worauf wir heute verzichten würden.

 

Pflichtversicherungen

Manche Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Dazu gehören die Krankenversicherung und die Kfz-Haftpflicht. Auch die gesetzliche Rentenversicherung ist für viele Pflicht. Diese Absicherungen betreffen alle – hier hast du keine Wahl.

 

Must-haves für jede Familie

Neben den Pflichtversicherungen gibt es einige, auf die du keinesfalls verzichten solltest. Sie schützen dich vor finanziellen Risiken, die im schlimmsten Fall deine Existenz bedrohen können.

 

Private Haftpflichtversicherung

Wenn du versehentlich einen Schaden verursachst, kann das teuer werden, besonders bei Personenschäden. Diese Versicherung ist ein Muss. Achte darauf, dass kleine Kinder unter sieben Jahren mitversichert sind – sonst musst du im Zweifel selbst zahlen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade mit Kindern ist es wichtig, das Familieneinkommen abzusichern. Bei uns hatte zuerst nur mein Mann eine solche Versicherung. Als ich wieder Vollzeit arbeitete, war das die erste Police, die ich selbst abschloss. Mein Job erfordert viel Zeit im Auto – da gibt mir die Absicherung ein gutes Gefühl. Denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht oft nicht zum Leben.

Wohngebäudeversicherung

Wenn du ein Eigenheim hast, solltest du es gut schützen. Diese Versicherung übernimmt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Eine Elementarschadenversicherung ist oft eine sinnvolle Ergänzung, etwa bei Hochwasser. Wer baut, braucht zusätzlich eine Feuerrohbau- und eventuell eine Bauleistungsversicherung.

Kranken- und Auslandsreiseversicherung

Die Krankenversicherung ist Pflicht. Sobald du Deutschland verlässt, solltest du zusätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Wir nehmen sie bei jeder Urlaubsbuchung dazu. Sie übernimmt Kosten für Behandlungen und Rücktransporte, die gesetzliche Kassen oft nicht zahlen.

Risikolebensversicherung

Ein unangenehmes Thema, aber wichtig: Stirbt der Hauptverdiener, reicht das Einkommen oft nicht aus. Eine Risikolebensversicherung sichert die Familie ab – besonders bei Kreditverpflichtungen oder kleinen Kindern. Die Beiträge sind überschaubar, der Nutzen im Ernstfall unbezahlbar.

 

Darüber kannst du nachdenken

Rechtsschutzversicherung

Diese Police hat uns mehrfach geholfen – zum Beispiel bei Streitigkeiten rund ums Wohnen. Sie übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten. Wer bereit ist, seine Rechte einzufordern, profitiert davon.

Zahnzusatzversicherung

Zahnarztkosten können ins Geld gehen. Unsere Zusatzversicherung hat sich mit der ersten Krone gelohnt. Sie ist vor allem sinnvoll, wenn du häufiger Zahnprobleme hast oder größere Eingriffe anstehen. Teilweise übernehmen sie auch Kieferorthopädie.

 

Unser Fehlgriff: Die Krankenhaus-Zusatzversicherung

Wir dachten, wir tun unseren Kindern damit etwas Gutes. Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, bessere Versorgung – so das Versprechen. Die Realität: Notfälle passieren oft am Wochenende, wenn kein Oberarzt verfügbar ist. Und Einzelzimmer gibt es auf der Kinderstation nur, wenn sie vorgesehen sind. Diese Versicherung hat sich für uns nicht ausgezahlt.

 

Fazit

Nicht jede Versicherung ist notwendig. Doch ein paar Policen brauchst du, um deine Familie wirklich zu schützen. Konzentriere dich auf das, was im Ernstfall zählt: Absicherung bei Krankheit, Unfall oder Tod. Und prüfe regelmäßig, ob deine Verträge noch zu deiner Lebenssituation passen.

Olga Diesendorf


Beitragsbild: iStock.com/vicnt

Übertritt – (k)eine Entscheidung fürs Leben?!

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Mit dem Übertritt nach der 4. Klasse beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit vielen Fragen: Welche Schulform passt am besten? Welche Kriterien sind entscheidend? Und wie kannst du dein Kind bestmöglich begleiten? Erfahrungsgemäß verläuft der Wechsel zu Mittelschule und Realschule recht entspannt, denn endlich gibt es keinen Vergleich mit den Leistungsstärksten mehr. In der neuen Umgebung haben die Kinder die Chance sich zu entfalten und persönlich zu wachsen. Für viele Eltern ist das Gymnasium immer noch ersehntes Ziel für ihre Viertklässler. Wichtig ist allerdings, lieber entspannt zu beginnen und Erfolge feiern als an Überforderung zu scheitern.

Wendepunkt mit vielen Optionen

Der Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule ist für Familien die erste wirklich große Entscheidung in der Schulkarriere ihres Kindes. In Bayern entscheidet immer noch der Notendurchschnitt in den Fächern Mathe, Deutsch und Heimat- und Sachkunde darüber, ob du dein Kind an der Mittelschule, Realschule oder am Gymnasium anmelden kannst. Doch so eindeutig wie die Zahlen scheinen, ist die Entscheidung oft nicht. Neben den Noten spielen persönliche Interessen, Lerntyp und die emotionale Reife deines Kindes die viel wichtigere Rolle. Auch das Gespräch mit der Lehrkraft kann aufschlussreich sein: Wie hat sie dein Kind in den letzten Jahren erlebt, nämlich im Lernumfeld Schule und im Klassenverband mit anderen Kindern? Die Wahl der Schule sollte nicht nur auf dem Übertrittszeugnis beruhen, sondern zur Persönlichkeit deines Kindes passen. Gerade am Gymnasium ist sehr viel Selbständigkeit gefragt und viele Kinder landen erstmal hart, denn statt der gewohnten Einser und Zweier messen sie sich jetzt mit genauso leistungsstarken Mitschülerinnen und Mitschülern. Oft erhalten sie erstmals einen gewaltigen Dämpfer mit Dreiern und sogar Vierern und Fünfern.

Entscheidung treffen – mit Herz und Verstand

Wichtig: Die Wahl der weiterführenden Schule ist kein endgültiges Urteil über den Lebensweg deines Kindes, denn jeder erworbene Schulabschluss eröffnet den Weg zur nächsthöheren Stufe der Schullaufbahn. Aber sie kann Weichen stellen und den Start deines Fünftklässlers entscheidend prägen. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam zu entscheiden. Beziehe dein Kind aktiv mit ein, besucht Infoabende, macht Schul-

führungen und hört gemeinsam auf das Bauchgefühl. Vielleicht ist dein Kind leistungsstark, aber eher zurückhaltend oder umgekehrt sehr offen, aber braucht noch Unterstützung. Die Mittelschule, an der dein Kind in Bayern auch den Mittleren Schulabschluss erwerben kann, punktet hier ganz klar mit dem Klassenleiterprinzip. Anstatt stündlichem Lehrer- und Raumwechsel unterrichtet eine Lehrkraft oft mehr als die Hälfte der Fächer und die Klasse hat ihr festes Klassenzimmer. Nach der 4. Klasse geht es also darum, den nächsten realistischen und unterstützenden Schritt zu machen. Ein Schulwechsel ist später immer noch möglich.

So können Eltern den Übertritt begleiten

Als Elternteil kennst du dein Kind am besten und doch ist es oft nicht leicht, eigene Erwartungen von den Bedürfnissen des Kindes zu trennen. Vielleicht wünscht du dir, dass dein Kind aufs Gymnasium geht, weil es deiner eigenen Schulbiografie entspricht. Oder du machst dir Sorgen, dass ein anderer Weg weniger Chancen bietet. Du darfst darauf vertrauen: Mit deiner Unterstützung wird dein Kind seinen Weg finden. Stärke ihm den Rücken, begleite es mit Interesse und Zuversicht und zeige, dass Lernen kein Wettlauf ist, sondern ein Weg. Unterstütze dein Kind vor allem darin, selbständig zu werden. Dazu gehört es, den Rucksack selbst zu packen, an die Sportsachen zu denken, die Hausaufgaben aufzuschreiben und diese auch allein anzufertigen. Hol dir um Weihnachten herum, nicht nach vier Wochen (!), eine Rückmeldung bei den Lehrkräften, wie dein Kind angekommen ist und sich präsentiert.

Mit der Schulentscheidung ist der Lebensweg also nicht vorgezeichnet, aber mit guter Begleitung wird dein Kind einen guten Weg gehen.

Ulli Dippold


Beitragsbilder: Мария Толмачева – adobe.stock.com; ViDi Studio  – adobe.stock.com

Suppenlöffel Vitalfood – Gesunde Menüs frisch gekocht

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Die Suppenlöffel Vitalfood GmbH steht seit über 22 Jahren für professionelles und verlässliches Kinder-Catering in Kindergärten, Horten und Schulen in Nürnberg und der umliegenden Region. Als familiengeführtes Unternehmen verbinden wir langjährige Erfahrung mit modernen Ansprüchen an Qualität, Organisation und Nachhaltigkeit. Unser Ziel ist es, Kinder täglich mit frischen, ausgewogenen und schmackhaften Mahlzeiten zu versorgen und damit einen wichtigen Beitrag zu ihrer gesunden Entwicklung zu leisten. 

Täglich frisch zubereitet

Täglich werden unsere Speisen frisch zubereitet, mit einem hohen Bio-Anteil und aus regional bezogenen Zutaten. Kurze Lieferwege, sorgfältig ausgewählte Rohstoffe und eine schonende Verarbeitung stehen dabei im Mittelpunkt. Unsere Gerichte sind kindgerecht abgestimmt, ausgewogen zusammengestellt und kommen bewusst ohne unnötige Zusatzstoffe, künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker aus. So stellen wir sicher, dass Qualität, Geschmack und Nährwert gleichermaßen im Fokus stehen. 

Seit November wird im Robert-Schedl-Weg 4 in Nürnberg in einer der modernsten Cateringküchen der Region gekocht. Die neue Küche ermöglicht effiziente Abläufe, höchste Hygienestandards und eine gleichbleibend konstante Qualität unserer Mahlzeiten. 

Nachhaltige Ökologie

Ein weiterer zentraler Baustein unseres nachhaltigen Konzepts ist die eigene Stromproduktion: Über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugen wir den gesamten Strom für unsere Küche selbst und versorgen unseren Betrieb vollständig mit erneuerbarer Energie. Dadurch reduzieren wir unseren CO₂-Fußabdruck nachhaltig und übernehmen aktiv Verantwortung für einen ressourcenschonenden und zukunftsorientierten Betrieb. 

Eigenes online Bestellsystem

Ergänzt wird unser Angebot durch ein hauseigenes Bestellsystem, das Eltern & Einrichtungen maximale Flexibilität bietet und gleichzeitig für transparente, strukturierte Abläufe im Betreuungsalltag sorgt. Der enge Austausch mit Einrichtungen und Eltern ist für uns dabei selbstverständlich. Denn wir sind überzeugt: Gutes Essen im Kindesalter macht den Unterschied – für Gesundheit, Wohlbefinden und einen positiven Start ins Leben. 

Ihr könnt uns hier erreichen oder auf Instagram 

Digitale Spielplatzkarte für Nürnberg

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Bürgerinnen und Bürger in Nürnberg können mit einer digitalen Spielflächen­Stadtkarte gezielt nach öffentlichen Spielplätzen, Spielhöfen, Aktivspielplätzen und Aktionsflächen für Kinder und Jugendliche suchen. Die interaktive Karte bietet nicht nur eine detaillierte Übersicht aller Spielflächen, sondern auch praktische Filter­ und Suchfunktionen, die eine einfache und schnelle Orientierung ermöglichen.

„Die digitale Spielflächenkarte ist ein großer Gewinn für Nürnberg. Erstmals sind alle Spielplätze, Aktionsflächen, Spielhöfe und Aktivspielplätze auf einen Blick erfasst. So wird sichtbar, wie vielfältig und wertvoll unsere Spiellandschaft ist – und vielleicht entdeckt die eine oder der andere sogar einen neuen Lieblingsplatz“, sagt Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg. „Mein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des Jugendamtes, des Amtes für Geoinformation und Bodenordnung sowie des Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing, die mit ihrem Engagement dieses Projekt möglich gemacht haben.“

Spielflächen einfach finden

Die digitale Stadtkarte zeigt alle öffentlichen Spielflächen in Nürnberg, die als Spielplätze, Spielhöfe, Aktionsflächen oder Aktivspielplätze klassifiziert sind. Sie sind farblich nach ihrer Kategorie markiert, sodass Nutzerinnen und Nutzer auf einen Blick erkennen können, welche Angebote in ihrer Nähe vorhanden sind. Mit der Suchfunktion können die Standorte gezielt nach Kriterien wie der Art der Spielfläche oder dem gewünschten Standort gefiltert werden.

 

Routing-Funktion für eine einfache Wegplanung

Besonders praktisch ist die Routing­Funktion: Diese ermöglicht es, direkt von der Karte den schnellstmöglichen Weg zu den gewünschten Spielflächen zu planen, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, öffentlichem Nahverkehr oder dem Auto. So können Eltern und Kinder, aber auch Besucherinnen und Besucher der Stadt, problemlos den kürzesten Weg zu ihrem Ziel finden.

Die digitale Spielplatzkarte ist Teil des Nürnberger Jugendhilfeplans „Spielen in der Stadt“. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Nürnberg und dem Amt für Geoinformation und Bodenordnung. Sie ist online hier verfügbar. 

 


Beitragsbild: Gerwin Gruber

Mathe macht Spaß!

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Mathe bedeutet nicht Rechnen und Pauken am Schreibtisch. Kinder profitieren davon, wenn du ihnen zeigst, dass Zahlen überall im Alltag stecken – und gar nicht so furchteinflößend sind, wie sie vielleicht denken. Glaubenssätze wie „Ich bin so schlecht in Mathe“ setzen sich schnell fest und blockieren die Freude am Lernen. Mit kleinen Alltagsübungen kannst du deinem Kind helfen, Mathe neu zu entdecken und ein Verhältnis zu Zahlen zu entwickeln. Mit Freude und Erfolgserlebnissen statt Stress.

 

 

1 Zählen, schätzen, vergleichen

Beim Einkaufen gibt’s Mathe pur! Lass dein Kind Preise vergleichen, einfache Summen ausrechnen oder beim Obst und Gemüse schätzen: Wie viele Äpfel sind ungefähr in der Tüte? Was kostet es wohl? Wie viel kostet der Gesamteinkauf? So lernt dein Kind mit Zahlen umzugehen, ohne es zu merken.

 

 

2 Brettspiele und Würfelspaß

Spiele-Klassiker wie „Mensch ärgere dich nicht“, „Uno“ oder „Kniffel“ sind heimliche Mathehelfer. Dein Kind übt dabei Zählen, strategisches Denken oder Kopfrechnen, ohne es zu merken. Gemeinsam spielen stärkt ganz nebenbei das Selbstvertrauen.

 

 

 

3 Backen & Kochen – Mathe zum Essen

Rezepte sind echte Schatzkisten für Matheübungen: Mengen abwiegen, Uhrzeiten abschätzen („Wann ist der Kuchen fertig?“) oder Portionen umrechnen trainiert spielerisch Rechnen, Messen und logisches Denken. Und schmecken tut´s obendrein! Wer nicht genug bekommen kann, der rechnet beim Vernaschen aus, wie viel von welcher Zutat benötigt wird, wenn man die Portion halbiert oder verdoppelt.

 

 

4 Zahlen in Bewegung

Springe mit deinem Kind Seil und zählt gemeinsam vorwärts, rückwärts oder in Zweierschritten. Macht ein Mathe-Bewegungsspiel: „Wenn ich 3 Schritte gehe und du 2, wie viele sind das zusammen?“ Malt mit Straßenkreide das 1×1 auf den Boden. Du stellst die Rechnung, dein Kind hüpft zum Ergebnis. So verbinden sich Bewegung und Zahlen und dein Kind merkt: Mathe kann Spaß machen.

 

 

5 Wecke die Neugierde

Frage nicht gleich nach dem Ergebnis („Was ist 6 plus 7?“), sondern wecke Interesse: „Wie viele Gummibärchen haben wir, wenn jeder drei bekommt?“ Wenn dein Kind eigene Fragen stellen darf, wächst die Freude am Denken. Mathe darf wie ein Rätselspiel sein, nicht wie ein Test. Ganz nebenbei lernt dein Kind zudem die Grundlagen von Textaufgaben.

 

 

6 Matheangst? Zeige Mitgefühl und Lösungen

Wenn dein Kind Angst vor Mathe hat, ist dein Mitgefühl gefragt. „Ich weiß, das fühlt sich gerade schwer an. Wir schauen es uns gemeinsam an“, nimmt Druck raus. Was dein Kind jetzt braucht, ist Sicherheit und Zeit. Wenn etwas nicht gleich klappt, lobe dein Kind fürs Dranbleiben und nicht nur fürs Ergebnis.

 

 

7 Mach Mathe im Alltag sichtbar

Hänge zu Hause eine „Zahl der Woche“ auf, zählt gemeinsam Treppenstufen oder lass dein Kind den Timer fürs Zähneputzen stellen. Je mehr dein Kind merkt, dass Mathe im Alltag dazugehört, desto eher wird es sich drauf einlassen.

 

 

8 Beziehe Interessen ein

Mag dein Kind Fußball? Dann rechnet gemeinsam Tore, Punkte oder Spielzeiten aus. Liebt es Basteln? Nutzt Geometrie beim Falten und Schneiden. Im Basteln, Kochen, Gärtnern oder Spielen stecken unzählige mathematische Erfahrungen und sie kommen ganz von selbst.

 

 

9 Lobe das Denken, nicht nur das Ergebnis

Wenn du dein Kind lobst, dann nicht nur für richtige Ergebnisse, sondern fürs Überlegen, Probieren, Nachfragen: „Das war eine clevere Idee!“ oder „Du hast genau hingeschaut, das ist toll.“ So lernt dein Kind, dass Denken wertvoll ist und nicht nur das richtige Ergebnis.

 

 

FAZIT: Mathe steckt überall – du musst es nur entdecken und vorleben! Wenn du selbst locker mit Zahlen umgehst, beim Rechnen im Kopf, beim Planen oder Schätzen, dann merkt dein Kind: Mathe gehört einfach dazu! Zeig ihm, dass Rechnen nützlich, aber keine Hexerei ist. Auch ein „Ups, da habe ich mich verrechnet“ darf und soll sogar vorkommen. Denn Fehler sind normal und gehören zum Lernen dazu. Hilf deinem Kind mit Geduld, Humor und kleinen Übungen. Vielleicht entwickelt sich aus der Mathe-Angst dann sogar eine echte Zahlen-Freundschaft.                                                                  

 

Carolin Deutschmann

 


Fotos: iStock.com/marilyna; iStock.com/dstaerk; iStock.com/Rob3rt82; iStock.com/vadimguzhva; iStock.com/Oleksandr Blishch; iStock.com/Boris Jovanovic; iStock.com/cutelittlethings; iStock.com/DragonImages; iStock.com/FS-Stock

Trixi Park – Dein Familienurlaub im Zittauer Gebirge

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Im Trixi Park im idyllischen Zittauer Gebirge erlebst du Familienurlaub so, wie er sein soll: entspannt, naturnah und voller gemeinsamer Erlebnisse. Ob gemütliches Ferienhaus, komfortables Hotelzimmer oder naturnaher Campingplatz – hier findest du genau das Urlaubszuhause, das zu euch passt. Umgeben von Wäldern und Bergen beginnt der Urlaub direkt vor der Tür.

Spaß und Erholung für die ganze Familie

Während die Erwachsenen im warmen Indoor-Pool entspannen, in der Sauna neue Energie tanken oder sich einfach eine Auszeit gönnen, wartet auf die Kinder ein echtes Abenteuerparadies. Im liebevoll gestalteten Trixi KidsClub wird gespielt, gebastelt, gelacht und entdeckt – hier entstehen neue Freundschaften und echte Ferienerinnerungen. Langeweile? Gibt es hier nicht.

In den Sommermonaten wird das Waldstrandbad zum absoluten Highlight für die ganze Familie. Mutige springen vom 10-Meter-Turm ins kühle Nass, sausen die Walross-Rutsche „Trixi“ hinunter oder planschen im Wasser, während andere entspannt auf der Liegewiese die Sonne genießen. Der See, die frische Luft und das Naturambiente sorgen für echtes Urlaubsgefühl.

Einzigartige Naturerlebnisse im Zittauer Gebirge

Auch außerhalb des Parks hat die Region viel zu bieten. Das Zittauer Gebirge lädt mit gut ausgebauten Wander- und Radwegen, spannenden Ausflugszielen und familienfreundlichen Erlebnissen zu gemeinsamen Entdeckungstouren ein. Ein besonders beliebtes Ziel für Familien ist der Steinzoo im Zittauer Gebirge: Entlang eines gut begehbaren Rundwegs entdecken Groß und Klein zahlreiche Tierfiguren aus Naturstein, die spielerisch Wissen vermitteln und den Ausflug zu einem echten Erlebnis machen.

Familienglück im Mittelpunkt

Ob Natur, Bewegung oder einfach Zeit miteinander – im Trixi Park steht das Familienglück im Mittelpunkt. Hier entstehen Erinnerungen, die bleiben. Für kleine Abenteurer. Für entspannte Eltern. Für euren perfekten Familienurlaub.

 

Anschrift und Infos

Trixi Park GmbH
Jonsdorfer Straße 40
02779 Großschönau

www.trixi-ferienpark.de // www.trixi-bad.de

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Beitragsbilder: Philipp Herforth Photography

Wo die Seele aufatmet – Familienzeit im Engel

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Zwischen Wäldern und Gipfeln liegt ein Ort, der sich nach Ankommen anfühlt. Im Engel Gourmet & Spa in Südtirol wird das Leben ruhiger, die Tage leichter – und das Miteinander rückt wieder in den Mittelpunkt.

Hier finden Familien Raum zum Durchatmen. Für kleine Abenteuer am Berg, stilles Staunen im Wald und Stunden, die ganz einfach schön sind. Während die Kinder im HappyClub auf über 200 m² spielen, basteln und toben – betreut von liebevollen Pädagoginnen an über 60 Stunden pro Woche –, dürfen Eltern loslassen, zur Ruhe kommen und spüren, wie gut es tut, Zeit zu haben.

Das Haus trägt Wärme in sich. Naturholz, Licht und die klare Luft der Dolomiten schaffen eine Atmosphäre, in der man sich sofort zuhause fühlt. Im 2.500 m² großen Spa mit Saunen, Innen- und Außenpools und wohltuenden Anwendungen findet jeder seinen eigenen Lieblingsplatz – mal still, mal lebendig, immer nah bei sich.

In der Küche wird mit Bedacht gekocht – mit dem, was die Saison schenkt, und mit Respekt vor dem, was wirklich zählt: Geschmack, Einfachheit, Ehrlichkeit. So entsteht Genuss, der Groß und Klein verbindet.

Nachhaltigkeit ist hier keine Idee, sondern Haltung. Sie zeigt sich im achtsamen Umgang mit Ressourcen, in der Nähe zur Natur und in den kleinen, bewussten Entscheidungen des Alltags.

Und wer sich schon heute auf das Morgen freut, kann den nächsten Sommer-Urlaub mit 10 % Frühbuchervorteil sichern – als Vorfreude auf gemeinsame Tage im Engel.

Weitere Infos gibt es hier!

Räum mich auf!

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Kennst du die Schmerzen, wenn du nachts barfuß auf Legosteine oder Matchboxautos trittst oder mehr zum Bett deines Kindes fliegst als schleichst, weil „der Pferdestall“ mitten im Zimmer aufgebaut ist? Gerade auf dem Boden des Zimmers sammeln sich Tag für Tag jede Menge „Spielideen“ und am Ende ist dein Kind überfordert damit, allein wieder aufzuräumen. Warum tun sich Kinder so schwer mit dem Thema Ordnung? Wie kannst du verhindern, dass sich daraus immer wieder Streit entwickelt?

Kinder kennen keine Unordnung

Das Kinderzimmer ist der Ort, an dem die Fantasie deines Kindes blüht. Hier wird gespielt und getobt. Welten aus Kissen, Tieren, Autos und Legosteinen entstehen. Kinder lieben Chaos und entdecken darin neue Spielmöglichkeiten. Sie spielen oft mehrere Tage mit einer Sache und möchten das mühevoll erbaute Legohaus, Lager oder den Bauernhof nicht am Abend wieder einreißen. Tatsächlich müssen Kinder einen Ordnungssinn erst entwickeln und Struktur und Ordnung lernen. Du bist das Vorbild. Wenn Kinder erleben, wie du selbst regelmäßig aufräumst, folgen sie im besten Fall deinem Beispiel. Bring deinem Kind bei, warum Aufräumen wichtig ist: Man findet Sachen schneller, man kann besser spielen, wenn Platz ist. Je größer Kinder werden, desto eigenständiger räumen sie auf. Kindergartenkinder brauchen viel Unterstützung und selbst für Schulkinder ist ein „Räum dein Zimmer auf“ viel zu pauschal.

Aufräumen als Spiel und tägliches Ritual

Je jünger das Kind, desto spielerischer kannst du das Aufräumen angehen. Puppen und Kuscheltiere werden nicht einfach weggeräumt, sondern ins Bett gebracht. Laster und Autos werden in die Garage gefahren. Mit Kindergartenkindern solltest du noch gemeinsam aufräumen. Mach daraus eine Challenge: Wer findet die meisten Bauklötze? Wer räumt in fünf Minuten mehr Spielsachen auf? Du kannst auch eine Liste mit Aufgaben in Form von Bildkarten erstellen, die ihr gemeinsam abarbeitet. Das gibt deinem Kind ein Gefühl von Kontrolle und Erfolg, wenn es die Aufgabe abhakt. Kinder benötigen Zeit, bis sie ihr Spiel beenden. Ein abruptes „So, jetzt wird aber aufgeräumt“ endet oft in Trotz und Tränen. Besser ist es, das Aufräumen rechtzeitig anzukündigen, z.B. mit einer Sanduhr, die 10 Minuten runterläuft oder einer gestellten Eieruhr. Mach das Aufräumen zu einer täglich stattfindenden Routine, am besten zur immer gleichen Zeit. Wenn Kinder wissen, dass das Aufräumen so wie das Zähneputzen vor dem Schlafengehen auf dem Programm steht, gehört es bald wie selbstverständlich zum Tagesablauf. Vermeide unbedingt, alles selbst aufzuräumen, weil du genervt bist oder schnell fertig werden willst. Das lernen Kinder schnell.

 

Kindgerechte Regale und Boxen

Die Spielsachen sollte das Kind gut allein erreichen und entsprechend aufräumen können. Montiere kindgerechte Regale in der richtigen Höhe und wähle eher offene Regale. So ist alles gut sichtbar und leicht zugänglich. Bewährt haben sich außerdem Boxen, die du in die Regale stellst. Bei Geschwistern kannst du z.B. unterschiedlich farbige Boxen zuteilen oder Farben für die verschiedenen Spielzeuge: Playmobil in die grüne, Lego in die rote, Puppen in die gelbe Box usw. Alternativ bekommen einfarbige Boxen unterschiedliche Aufkleber.

Tipps für Fortgeschrittene

Für die gesamte Wohnung kannst du ein „Fundbüro“ einführen. In diese Kiste mit Deckel kommen alle in der Wohnung oder im Haus verstreuten Spielsachen, die nicht aufgeräumt sind. Die Kiste wird dann einmal die Woche geleert. Gleiches Recht für alles: Auch dein Kind darf herumliegende Sachen von dir in die Kiste packen.

Bist du Mutter oder Vater eines Teenagers und hast dir gerade einen Teller aus dem Kinderzimmer geholt, weil sich dort zur Zeit mehr stapeln als im Küchenschrank? Wolltest du dich kurz zu deinem Kind setzen, hast aber den Sessel im Klamottenberg nicht gefunden? Nein, es war nicht alles umsonst! Spätestens wenn die erste Freundin, der erste Freund ihr Reich betritt, ist das Zimmer blitzblank – versprochen.

Ulli Dippold


Bild: iStock.com/Halfpoint; iStock.com/Olga Demina

Ich geh da nicht mehr hin

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Ich glaube, wir alle mit KiTa-Kind(ern) kennen den Satz: „Ich will nicht in den Kindergarten!“. Und wie oft denken wir uns, dass wir eigentlich auch nicht zur Arbeit wollen? An manchen Tagen keine Lust zu haben, ist ganz normal. Meist hilft die Aussicht auf etwas Schönes, die Freunde dort, ein Spielplatzbesuch danach, noch eine Runde kuscheln. Und vielleicht auch, wenn man von sich erzählt. „Du, das verstehe ich, ich wäre heute am liebsten im Bett geblieben!“ Das schafft Verbindung und Sicherheit.

Möchte euer Kind an vielen oder gar allen Tagen absolut nicht gehen, sind die Abschiede nach der Eingewöhnung (wieder) tränenreich, klammert es sich vielleicht sogar an euch oder hat morgens immer Bauchweh, steckt vermutlich mehr dahinter als Unlust. Dann sollte man auf Ursachenforschung gehen.

 

Viele Gründe für einen KiTa-Streik

Ganz konkret ist vielleicht etwas vorgefallen, kann das Kind selbst erzählen? Vielleicht gab es Streit mit einer Freundin, diese möchte gerade lieber mit einem anderen Kind spielen? Hat man so ein Gefühl, könnte man auch mit einer Art kleinem Rollenspiel üben, wie das eigene Kind vielleicht reagieren könnte.

In jedem Fall ist es auch hilfreich, die Erziehenden der Einrichtung miteinzubeziehen. Habe sie etwas mitbekommen? Wie könnte man die Situation lösen? Gibt es vielleicht sogar schon Lösungsansätze? Manchmal reicht dafür sogar ein Tür-und-Angel-Gespräch.

Doch auch Anspannung zu Hause kann dazu führen, dass Kinder lieber daheim sein möchten. Sie haben feine Antennen und spüren, wenn etwas nicht stimmt. Vielleicht sind die Eltern gerade beruflich sehr eingespannt und haben wenig Zeit? Gibt es gerade Konflikte? Mit den richtigen Worten kann man das auch kleineren Kindern schon erklären und ihnen so Ängste nehmen.

Ist ein Geschwisterkind auf dem Weg oder gerade geboren, fällt es den meisten vor allem kleineren Kindern schwer, in die KiTa zu gehen und nicht zu Hause zu sein. Soweit es die eigenen Ressourcen zulassen, kann man in dieser besonderen Zeit und mit Unterstützung von außen vielleicht öfter mal eine Ausnahme machen und sagen „Heute bleiben wir alle zu Hause!“

Manchmal sind es auch Phasen, das Kind macht gerade einen neuen Entwicklungsschritt und ist unsicher, braucht wieder mehr Halt. Dann kann man ein neues Ritual zum Abschied einführen, übergangsweise wieder ein Kuscheltier mitnehmen oder evtl. in der Garderobe zusammen noch ein Buch lesen?

Hat sich das generelle Verhalten des Kindes verändert? Schläft es schlecht, isst weniger, hat keine Lust mehr zu spielen, dann kann etwas Ernstes vorliegen und man muss auf jeden Fall auf das pädagogische Personal, am besten auf die Leitung der KiTa, zugehen. Vielleicht ist das Kind in der Einrichtung über- oder unterfordert, vielleicht entspricht der Umgang mit den Kindern in der Einrichtung nicht den eigenen Werten? Sieht das Personal keine Probleme oder hat keine Lösungsvorschläge, sollte man auch mit dem Gedanken spielen, zu wechseln und dem Kind den Neustart in einer anderen KiTa ermöglichen.

KiTa Alltag erleichtern

Kann man keinen anderen Grund entdecken, ist es eventuell Überlastung oder Stress beim Kind. Viele Kinder haben lange Tage, lernen im Spiel viel Neues, sind umgeben von vielen anderen Menschen. Kann man die Betreuungszeiten etwas anpassen? Vielleicht kann eine vertraute Person die Nachmittagsbetreuung übernehmen, zu Hause in der gewohnten Umgebung, wenn man selbst noch arbeiten muss. Manchmal hilft es auch, das Programm nach der KiTa zu verändern. Erstmal zu Hause ankommen, etwas snacken und schauen, ob das Kind nochmal Spielplatz braucht oder mit in den Supermarkt möchte. Vielleicht kann man den Einkauf delegieren oder noch vor der Abholung erledigen.

Täglich mit Zwang und unter Tränen in die KiTa geben, sollte man in jedem Fall vermeiden. Kommt man selbst nicht mehr weiter, ist es hilfreich, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Die meisten von uns sind auf die Kinderbetreuung angewiesen, doch auch den Kindern sollte es dabei gut gehen.

Nicole Kaiser


Beitragsbild: iStock.com/Userba011d64_201

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