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Kinder zum Lernen motivieren

Warum muss man Kinder beim Lernen dauernd antreiben und geht es auch anders?

Neugierig starten alle Kleinen in die Welt. Doch aus entdeckungslustigen Kleinkindern und ausdauernden Warum-Fragestellern werden oft lustlose Schüler und Schülerinnen. Lernbereit sein, sich anstrengen und bei Misserfolgen nicht gleich aufgeben – diese Einstellung nennt man „motiviert“. Motivation kann von innen kommen, wenn man sich für ein Thema interessiert oder eine Fertigkeit unbedingt können möchte. Deshalb kann Tom sich komplizierte Namen von Dinosauriern mühelos merken oder stundenlang Torschüsse trainieren. Äußere Antreiber wie Noten oder versprochene Belohnungen wirken viel weniger. Mit den ungeliebten Englischvokabeln klappt es weniger gut.

Was treibt dein Kind an?

Auch bei Schulkindern lassen sich innere Motivatoren finden. Oft sind das erste, noch unrealistische Berufswünsche. Egal ob Tierarzt oder Astronaut, zeigt dem Kind, dass es den Schulabschluss, die Fremdsprache, Mathe oder Chemie für seinen Traum braucht – schon bekommt das Lernen seinen Sinn. Andere Kinder haben Freude daran, den Eltern neues Wissen zu erklären, wenn diese sich dafür interessieren. Kann man Gelerntes im Alltag gleich anwenden, etwa einen Rabatt beim Einkaufen ausrechnen, ist das auch eine positive Erfahrung.

Gute Gefühle & mutige Gedanken

Lernen mit Angst geht gar nicht. Eltern müssen deshalb den Druck aus dem Schulthema nehmen. Auch Kinder mit schlechten Noten müssen zuhause entspannen können, um neue Kraft zu tanken. Trainiert mit dem Kind, blockierende Gedanken (das schaffe ich nie) durch hilfreiche Gedanken (ich probiere das noch einmal in Ruhe) zu ersetzen. Ein ruhiges „gemeinsames Arbeiten“, wenn ihr Mails schreibt oder lest, kann die Lernzeit für das Kind zu einem positiven Erlebnis machen. Nicht vergessen: Was sich gut anfühlt, davon will man mehr.

Selbstwirksam statt hilflos

Nur wer davon überzeugt ist, dass Fleiß, Anstrengung und Ausdauer positive Folgen bringen, kann motiviert sein. Lobt deshalb nicht für gute Noten, sondern für konzentriertes Arbeiten oder fleißiges Üben. Zeigt dem Kind auch die kleinen Fortschritte: Hat ein Diktat statt 30 nur noch 20 Fehler, ist das ein Grund zur Freude – auch wenn es immer noch Note 5 gibt. Übrigens steigt die Motivation auch, wenn Eltern ihrem Kind Selbstständigkeit (auch bei den Hausaufgaben!) zutrauen. Fragen Sie doch mal, welche Ideen Ihr Nachwuchs hat, um die Mathe-Note zu verbessern.

Helferlein nutzen

Erklär-Videos, Spiele, Lernprogramme – heute gibt es vielfältige Lernmedien, die das Lernen mit dem Reiz von Computerspielen verknüpfen und deshalb attraktiver machen. Jedes Kind sollte außerdem ein selbstgewähltes Hobby ausüben dürfen: Die Erfahrung, was es mit Begeisterung, Anstrengung und Ausdauer alles erreichen kann, wirkt sich auf das ganze Leben aus. Auch auf die Schule.

Bildnachweis: iStock.com/nemchinowa

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