Entspann dich mal!

„Einfach mal entspannen“ ist leichter gesagt als getan. Für mehr Gelassenheit sollten wir alle bewusst gegensteuern, bevor uns alles zu viel wird.

Kaum eine Aufforderung bringt mich (noch) mehr auf die Palme. Ich fühle mich angegriffen, nicht ernst genommen und überheblich find ich die Ansage auch. Toppen kann das nur noch ein „Chill mal“ meiner pubertierenden Kinder. Meist fordern uns gerade die Menschen zur Entspannung auf, für die wir durch die Gegend wirbeln. „Einfach mal entspannen“ ist leichter gesagt als getan. Für mehr Gelassenheit sollten wir alle bewusst gegensteuern, bevor uns alles zu viel wird.

Entspann dich mal!

Einmal loslassen, bitte!

Anspannung und Entspannung lassen sich leider nicht wie eine Lampe an- und abschalten. Verletzte Tiere in freier Wildbahn ruhen sich aus, bewegen sich oft viele Tage nicht, denn instinktiv wissen sie, dass Innehalten Heilung bringt. Wir Menschen haben diese Fähigkeit verloren und nehmen uns nicht mal ein paar Minuten Zeit, die verspannten Schultern sinken zu lassen und einfach mal bewusst zu atmen. Jeder entspannt anders: Manche brauchen Ruhe, Wärme, schöne Musik, dazu eine Duftlampe. Andere müssen raus, sich an der frischen Luft bewegen oder Sport treiben. Auf jeden Fall brauchen wir alle diesen persönlichen Rückzug. Die Zeit dafür müssen wir uns nehmen und genauso einplanen wie Job, Haushalt, Kinder, Partner*in oder Freunde. Verabrede dich mit dir selbst – das hat übrigens den Vorteil, dass du selbst meist genau weißt, was dir gerade guttut!

Raus aus der Perfektionsfalle

Als Eltern wollen wir das Beste für die Kinder, als Paar für den jeweils anderen und im Job soll das Kollegium zufrieden sein. Haushalt, Einkauf etc. kommt on top. Gerne schauen gerade Frauen im Netz auf andere Mütter, die scheinbar mühelos – neben dem Job, versteht sich – kreativste Bastelarbeiten, Cupcakes oder vegane Gerichte mit Fleischbeilage präsentieren. Sie schaffen es scheinbar, es allen recht zu machen! Doch „das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“ (Kierkegaard). Zweiter wichtiger Punkt: Gehe offline, sei nicht ständig erreichbar, dann erreichen dich auch nicht immer neue Wünsche, Fragen oder Termine. Digitale Auszeiten bringen definitiv Ruhe und Entspannung.

Entspann dich mal!

Gönn dir einen schönen Kurs

Für viele ist es tatsächlich einfacher, sich „auf Termin“ zu entspannen, nämlich bei einem Kurs, auf den du dich freust – weit weg von der Familie und allen Verpflichtungen! Das kann Yoga sein, Tanzen oder vielleicht sogar ein ganzes Wochenende zur Meditation und Einkehr in einem Kloster? Wer sich entspannen will, muss achtsam sein: Es geht bei der Entspannung auch immer um bewusste Körperwahrnehmung und den Atem. Bei Achtsamkeitsseminaren lernst du kleine Übungen, die du auch leicht zu Hause anwenden kannst. Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson kannst du prima abends im Bett anwenden. Meist bringt sie dich entspannt in den Schlaf. Bedeutet für dich ein Auswärtstermin zusätzlich Stress, findest du online viele schöne Entspannungsangebote, von Yoga über Meditationen bis Körperreisen. Nimm dir dafür ein paar Abende oder Morgenstunden in der Woche nur für dich und – entspann dich mal!

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Bildnachweis:
Bild 1 – Beitragsbild: istock – puhhha
Bild 2: istock – Inside Creative House
Bild 3: istock – fizkes

 

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