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Lerncoaching-Praxis: Lern-Tipps für zuhause

Mit weniger Ablenkungen und Störungen klappt das Lernen daheim viel besser: Tipps aus der Lerncoaching-Praxis

Corona hat uns alle fest im Griff, vor allem unsere Kinder. Viele von ihnen waren seit Dezember nur sporadisch in der Schule. Mal im Wechselunterricht, selten mit der kompletten Klasse und überhaupt nicht mehr unter ganz normalen Bedingungen. Gelernt wird also vorrangig zuhause. Die meisten Schreibtische sind dafür aber nicht optimal ausgestattet.

Neulich in der Lerncoaching-Praxis

So traf ich vor geraumer Zeit eine 7-jährige mit ihrem Vater, die mir erzählten, dass sie zuhause einfach keinen Rhythmus und keinen Ort zum Lernen und Hausaufgaben machen finden. Also kam ich zu Besuch:

Lilli: „Und dann kommt auch noch dauernd meine Schwester und will sich Schleichtiere ausleihen.“

Lerncoach: „Sie kommt dann also einfach in dein Zimmer? Und das stört dich, weil du dich gerade in deine Aufgabe eingearbeitet hast?“

Lilli: „Ja, genau. Dann muss ich jedes Mal wieder von vorne beginnen.“

Lerncoach: „Dann lass uns doch ein Schild für deine Tür basteln, auf dem ganz groß steht: Bitte nicht stören! Das hängst du an deine Zimmertür und wir erklären deiner Familie, dass du, immer wenn sie dieses Schild sehen, nicht gestört werden möchtest, weil du gerade Schularbeiten machst. Wir bitten sie zu respektieren, dass du in dieser Zeit Ruhe brauchst, um dich zu konzentrieren. Alles was man von dir braucht, muss leider auf später verschoben werden, wenn du fertig bist. Ok?“

Neulich, in der Lerncoaching-Praxis

Gedanken auf Listen schreiben und Schreibtisch ordnen hilft

Lilli: „Super Idee! Manchmal bin ich aber trotzdem mit meinen Gedanken ganz wo anders.“

Lerncoach: „Du kannst dich also manchmal nicht so recht auf deine Hausaufgaben konzentrieren? Wenn du Gedanken in deinem Kopf hast, die immer wieder kreisen oder Dinge, die du Angst hast zu vergessen, dann schreibe sie auf einen kleinen Zettel und werfe diesen in eine Schachtel. So kannst du sicher sein, dass kein Gedanke verloren geht und was du einmal aufgeschrieben hast, ist raus aus deinem Kopf und beschäftigt dich nicht mehr. Wollen wir das mal versuchen?“

Lilli: „Au ja, gerne. Und was mache ich mit all dem Chaos hier auf meinem Tisch? Ich bekomme da einfach keine Ordnung rein.“

Lerncoach: „Und dann findest du immer wieder etwas, das dich ablenkt? Ich fände es gut, wenn du aus deinen offenen Regalen geschlossene machst. Beim Überlegen fällt dein Blick sonst schnell auf die gemalten Bilder, die Bücherrücken oder die abgebrochenen Stifte und lenkt dich ab. 1 bis 2 Ablagefächer helfen dir, deine Schularbeiten zu unterteilen in „Erledigt“ und „Muss noch bearbeitet werden“. Alles, was besonders wichtig ist, heftest du am besten hier an deine Pinnwand und deine Schreibtischunterlage ersetzen wir durch eine einfarbige ohne Bilder. Ein paar Haftnotizen in unterschiedlichen Farben helfen dir Wichtiges nicht zu vergessen. Und bevor du beginnst, achte darauf, dass nur die Dinge hier liegen, die du für deine Hausaufgaben brauchst. Alles andere landet im Ranzen oder der Schublade. Ok?“

Lilli: „Und wie schaffe ich es daran zu denken, bis wann ich mein Gedicht gelernt haben muss?“

Lerncoach: „Am besten hängst du einen Kalender neben deine Pinnwand. Hier trägst du alle wichtigen Termine für die ganze Woche ein. Auch deine Hobbys und deine Treffen mit Freunden. So hast du alles immer im Blick und weißt, dass du am Montag schon etwas mehr für Donnerstag lernen musst, weil du am Dienstag beim Reiten und am Mittwoch bei Hannah sein wirst.“

Lilli: „Das schaffe ich! Tolle Ideen. So mach ich das ab jetzt.“

Auch lesenswert: Die Lerncoaching-Praxis – wie wird mein Schulkind selbstständig?

 

 

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