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Familien-Lifehacks für die Hitzewelle

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An heißen Tagen sind wir Familien draußen wie drinnen auf der Suche nach Schatten und kühlen Plätzen. Obwohl wir alle den Sommer lieben, macht uns extreme Hitze auch extrem zu schaffen. Wir möchten nichts lieber als mit kühlen Füßen einschlafen und in Kindergarten, Schule oder auf der Arbeit einen kühlen Kopf bewahren. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder können sich weniger gut an hohe Temperaturen anpassen und brauchen bei Hitzewellen besondere Aufmerksamkeit. Mit ein paar einfachen Lifehacks kommt deine ganze Familie unbeschadet durch die Hitze.

Foto: iStock.com/PRImageFactory

Familien-Lifehacks 1:
Kühlflasche – Kalter Kaffee – lauwarme Dusche

Mach im Sommer aus deiner Wärme- eine Kühlflasche. Statt warmes Wasser einfach kaltes Wasser und ein paar Eiswürfel einfüllen und die Kühlflasche kurz ins Eisfach legen. Mit einer Kühlflasche ins Bett zu gehen, erleichtert das Einschlafen und erfrischt ungemein. Bewahre auch dein Schlaf-Shirt in einer Tüte im Eisfach auf und ziehe es kurz vor dem Schlafengehen an. Schweißbänder für die Pulspunkte an Handgelenken und Stirn kannst du ebenfalls tiefkühlen und abends überziehen.

Am Morgen gehört Kaffee für viele zu einem perfekten Start in den Tag. Bei Sommerhitze kannst du die kalte Variante entspannt im Bett oder am Frühstückstisch genießen, ohne Schweißausbruch. Das Gleiche gilt natürlich auch für Tee- oder Milchtrinker. Kaffee und Tee einfach schon am Abend vorher zubereiten und auskühlen lassen. Obwohl Eiswürfel bei heißem Wetter so schön im Glas klirren und absolut verlockend sind, sind bei Hitze warme Getränke viel besser. Trinken wir bei extremer Hitze eiskalte Flüssigkeit, produziert der Körper nämlich Wärme, um den Kälteschock zu kompensieren und wir kommen noch schneller ins Schwitzen. Ideal sind also lauwarme Getränke.

Gleiches gilt für die Morgendusche: Eiskaltes Wasser von außen regt den Kreislauf schockartig an und erhöht den Blutdruck. Die Gefäße ziehen sich zusammen und versuchen, die Wärme im Körper zu halten. Nach dem Duschen einfach nicht ganz abtrocken, denn an der Luft verdunstet das Wasser und hat so eine zusätzlich kühlende
Wirkung.

Ausreichend Wasser trinken ist im Sommer besonders wichtig!                    Foto: iStock.com/allgord

Familien-Lifehacks 2:
Klimaanlage – Kühlbox – Wasserspray

Wenn die Luft im Zimmer so heiß ist, dass auch der Ventilator sie nur noch durchwirbelt anstatt für Abkühlung zu sorgen, solltest du deine selbstgemachte Eiswürfel-Air-Con „anschalten“. Fülle dazu eine große Schüssel mit Eiswürfeln und ein bisschen Wasser und stelle sie vor den Ventilator. Schon weht kühle Luft durch den Raum. Auf Balkon, Terrasse und Garten kannst du aus einem großen und einem etwas kleineren Blumentopf ganz leicht eine Kühlbox bauen. Stelle dazu den kleineren in den großen und fülle den Spalt mit Sand. Dieser wirkt als perfekter Hitze-Isolator. Jetzt noch ein nasses Handtuch darüber und fertig ist deine Fake-Kühlbox, die du sogar in die pralle Sonne stellen kannst!
Jetzt brauchst du nur noch die Sonnencreme aus dem Kühlschrank, ein gutes Buch und den kühlenden Sprühnebel aus deinem selbstgebastelten Wasserzerstäuber. Eine leere Deoflasche aus Glas füllst du dafür mit kaltem Wasser. Dein Erfrischungswasser kannst du sogar noch mit Gurke, Minze, grünem Tee oder Pfefferminzöl pimpen. Auf Handgelenken, Nacken oder Schläfen ist es bei extremer Hitze ebenfalls eine Wohltat.

Familien-Lifehacks 3:
Elektrogeräte aus – Rollos runter – Fenster zu

Um Wohnung und Haus für möglichst kühl zu halten, sollten Elektrogeräte nicht unnötig laufen. Sie erzeugen sogar im Stand-by Wärme. Da wir bei Hitze sowieso am liebsten zu leichten Snacks greifen, schicke doch Herd & Co einfach in den Urlaub. Wechsele in die Outdoor-Küche mit Grill und frischen Salaten oder Wraps. Eine natürliche Reaktion bei hohen Temperaturen in Wohnung und Haus ist es, Fenster und Türen zu öffnen. Bei Sommerhitze muss die Devise heißen: Frühmorgens oder nachts Fenster auf und danach tagsüber geschlossen halten. Am besten machst du noch Rollos oder Vorhänge zu. Abgedunkelte Räume sind die ältesten Life-Hacks, um die Hitze draußen zu halten. Auch schlecht isolierte Fenster lassen rein, was wir lieber draußen hätten.

Kühle Orte für Familien in Nürnberg

Einen Stadtplan auf dem kühle Orte der City eingezeichnet sind findet ihr hier!

 

Die sommerlichen Basic Lifehacks für alle, ob drinnen oder draußen: Viel trinken, leicht essen, luftig kleiden, langsam machen!

Bildnachweis Beitragsbild: Adobe Stock

Ist Lernen männlich oder weiblich?

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So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so individuell ist auch die Art und Weise, wie wir lernen. Umso erstaunlicher ist es, dass es offensichtlich ganz eindeutige Merkmale gibt, die Jungen und Mädchen bei ihrem Lernprozess zugeschrieben werden. Dieses Wissen kann helfen, deinen Sohn oder deine Tochter individueller zu unterstützen. Hier kommen ein paar Anregungen.

Grobmotorik und Feinmotorik

Während dein Sohn den Gipfel der Grobmotorik vor der Pubertät erreicht, erklimmt ihn deine Tochter erst danach. Das erklärt, warum Jungs im Grundschulalter öfter die Rolle des Zappelphilipps zugeschrieben bekommen. In deinem Sohn steckt genetisch viel mehr Muskelmasse als in deiner Tochter – diese will trainiert werden! Dein Sohn muss jede Menge Nervenbahnen im Gehirn anlegen, um sein Plus an Muskeln bewusst oder unbewusst ansteuern und bewegen zu können. Jungs „zappeln“ also nicht, sie trainieren (ihr Gehirn)!

Mädchen hingegen kommen mit einem reiferen Gehirn zur Welt und haben weniger Muskelmasse. Deshalb können sie sich zunächst auf andere Dinge konzentrieren. Viele lieben es, sich mit Bügelperlen, Fädelspielen oder ähnlichen, feinmotorischen Spielen zu beschäftigen. Dafür ist ihr Körper vor der Pubertät angelegt. Mädchen stehen gerne in Gruppen zusammen, beobachten und quatschen, da sie zu dieser Zeit grobmotorisch noch nicht sonderlich aktiv sind. Während Mädchen im Grundschulalter Freude an all den Ausmalaufgaben und Handarbeiten haben, finden viele Jungs das einfach nur ätzend. Sie wollen – und müssen – sich bewegen!

Mit der Pubertät wendet sich das Blatt. Bis es aber soweit ist, entwickeln sich Mädchen und Jungen, motorisch gesehen, ziemlich konträr.

TIPP: Im Klassenzimmer sollen alle Kinder lange ruhig sitzen, was Jungen weit schwerer fällt als Mädchen. Zuhause kannst du dafür sorgen, dass dein Kind selbst entscheiden darf, wie viel es sich bewegt. Höhenverstellbare Schreibtische, ein Pezziball anstatt eines starren Schreibtischstuhls und Lernen auf dem Spielplatz sind nur einige Ideen, die Jungen das Lernen erleichtern.

Aufmerksamkeit und Fokus

Untersuchungen haben gezeigt, dass Mädchen in der Regel besser in der Lage sind, sich über längere Zeit zu konzentrieren. In der Schule sind sie tendenziell organisierter. Jungen neigen dazu, impulsiver zu sein und haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit über längere Zeit zu halten. Dies liegt zum Teil an biologischen Unterschieden im Gehirn und am Hormonspiegel.

Mädchen hören gerne zu. Sie erfassen ihre Umwelt weitestgehend über ihre Ohren und wollen wissen, worum es geht, bevor sie ins Tun kommen. Jungen langweilen sich schnell, wenn sie vorwiegend zuhören müssen. Sie möchten herumprobieren, experimentieren, entdecken und erforschen, bevor sie ins Detail gehen. Unterrichtsstunden mit vielen Erklärungen sind deshalb für Mädchen genau richtig, für Jungs jedoch zum Gähnen langweilig. Da Jungs weniger gut hören als Mädchen und ihre Umwelt vorzugsweise mit den Augen wahrnehmen, tun wir ihnen einen großen Gefallen, wenn wir auf lange Erklärungen verzichten.

TIPP: Lass deinen Jungen relevante Lernthemen erforschen und entdecken. Deiner Tochter hilfst du am besten, wenn du eine Art Gebrauchsanweisung für sie hast.

Motivation und Lernstrategien

Mädchen neigen dazu, stärker auf Noten und Feedback von Lehrkräften zu achten. Sie möchten für ihre Leistung gelobt werden. Jungen ist das Ansehen der Peergroup wichtiger. Sie zeigen weniger Interesse an sozialer Bestätigung durch Lehrer, was ihre Motivation negativ beeinflussen kann.

TIPP: Wer Jungs fördern will, der muss die Gruppe einbeziehen. Einzelne Schüler herauszupicken und gezielt zu unterstützen, läuft meist schief. Zu groß ist die Angst nicht mehr zur Gruppe zu gehören. Mädchen motivierst du, wenn du ihre Leistung durch Lob anerkennst.

—————— WICHTIG ——————-
Kein Kind ist beim Lernen zu 100% männlich oder weiblich. Biologische, soziale und kulturelle Einflüsse spielen ebenfalls eine Rolle. Doch wenn wir diese signifikanten Unterschiede im Hinterkopf behalten, dann können wir unseren Kindern und uns das (Schul-)Leben ein kleines bisschen erleichtern.

Carolin Deutschmann


Beitragsbilder:iStock.com/master1305; iStock.com/LightFieldStudios

Abtauchen!
Die Freibäder der Metropolregion Nürnberg

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Die Sonne strahlt vom Himmel, jetzt ist das perfekte Wetter um einen tollen Tag im Freibad zu verbringen. Wir haben euch jede Menge Freibäder in der Metropolregion zusammengestellt! Ab ins kühle Nass und einfach mal abtauchen …

Freibäder & Spaßbäder in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach

Freibad West, Wiesentalstraße 41, 90419 Nürnberg

Südstadtbad, Allersberger Str. 120, 90461 Nürnberg

Stadionbad, Hans-Kalb-Str. 42, 90471 Nürnberg

Naturgartenbad, Schlegelstr. 20, 90491 Nürnberg

Freibad Langseebad, Ebenseestr. 35, 90482 Nürnberg

Schwimmbad Bayer 07 / Pulverseebad, Am Pulversee 1, 90402 Nürnberg

Kristall Palm Beach, Albertus-Magnus-Str. 29, 90547 Stein

Fürthermare & Sommerbad Fürth, Scherbsgraben 15, 90766 Fürth

Veitsbad, Am Bad 1, 90587 Veitsbronn

Freibad Westbad, Damaschkestraße 129, 91056 Erlangen

Freibad Röthelheim, Hartmannstraße 121, 91058 Erlangen

Parkbad Schwabach, Angerstraße 10, 91126 Schwabach

 

Freibäder und Spaßbäder im Großraum Nürnberg

BibertBad & Freibad, Neptunstr. 8, 90513 Zirndorf

Freibad Altdorf, Hagenhausener Str. 8, 90518 Altdorf b. Nürnberg

Freibad Feuchtasia, Unterer Zeidlerweg 1, 90537 Feucht

Freibad Röthenbach, Friedrich-Krauß-Str. 10, 90552 Röthenbach a. d. Pegnitz

Schlossbad, Lange Gasse 1, 90562 Heroldsberg

Freibad Herzogenaurach, Tuchmachergasse 1 , 91074 Herzogenaurach

Freizeitbad Atlantis, Würzburger Straße 35, 91074 Herzogenaurach

Freizeitbad Roth, Friedrich-Wambsganz-Str. 2, 91154 Roth

Freibad Lauf, Schützenstraße 40, 91207 Lauf a. d. Pegnitz

Fackelmann Therme & Hersbrucker Strudelbad, Badstr. 16, 91217 Hersbruck

Freibad Schnaittach, Badstraße 2, 91220 Schnaittach

Wellenfreibad, Kieferndorfer Weg 77, 91315, Höchstadt a. d. Aisch

Waldbad Neustadt ,Eilersweg 5, 91413 Neustadt a. d. Aisch

Aquella Freizeitbad & Freibad, Am Stadion 2 , 91522 Ansbach

Hallenfreibad, Ulsenbachstr. 19, 91452 Wilhermsdorf

Freibad Heilsbronn, Am Philosophenweg 1, 91560 Heilsbronn

Freibad Lichtenau, Badstraße 45, 91586 Lichtenau

NOVAMARE Erlebnisbad, Altendettelsauer Straße 11 , 91564 Neuendettelsau

Freibad Kastl, 92280 Kastl 

Nichts passendes gefunden? Hier sind die Naturbäder der Metropolregion!


Aufmacher: AdobeStock, Beitragsbilder: Susanne Dobner

Geht es meinem Kind gut?

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Psychische Probleme werden heute zum Glück nicht mehr verschwiegen, immer mehr Menschen suchen sich Hilfe. Viele Betroffene gehen auch auf Social Media offen mit ihren Erkrankungen um und machen sie so sichtbar. Wie steht es um die mentale Gesundheit deines Kindes?

 

Rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeigen psychische Auffälligkeiten. Die häufigsten seelischen Erkrankungen sind Ängste, Depressionen und Essstörungen. Lange KiTa-Tage, unter Umständen wenig am Kind orientierte Betreuungsbedingungen, viele Anforderungen in der Schule und im Alltag, und auch der Einfluss der Medien gehen nicht spurlos an unseren Kindern vorbei. Dazu kommen (immer noch) die Folgen der Corona-Einschränkungen, Probleme in den Familien und die allgemein gedrückte Krisen-Stimmung. Höchste Zeit, genau hinzusehen, wie es deinem Kind geht.

Woran merke ich, dass es meinem Kind nicht gut geht?

Klassische Anzeichen können sein: Schlafprobleme, also spätes Einschlafen, morgens nicht aus dem Bett kommen, tagsüber müde und abgeschlagen sein oder auch viel mehr als gewöhnlich schlafen. Schwierigkeiten, sich selbst zu regulieren und mit den eigenen Gefühlen umzugehen. Beispielsweise unbändige Wut, Aggression sich selbst oder anderen gegenüber, auffällig häufige Traurigkeit. Doch auch „immer gut drauf sein“ und sich selbst hinter einer Maske verstecken kann eine Strategie sein, mit psychischen Problemen umzugehen. Wenn das Kind wenig bis keine Zeit mehr mit Gleichaltrigen verbringt, stattdessen exzessiv Medien nutzt, sich zurückzieht, nicht gesprächsbereit ist.

Die Regulation über das Essen, also zu wenig, zu viel, zu „ungesund“ und das Entwickeln eines selbstkritischen Körperbilds kann ein Alarmzeichen sein. Das Kind fühlt sich im eigenen Körper nicht mehr wohl, verändert Ernährungsgewohnheiten um sich gut zu fühlen, oder irgendetwas nicht mehr zu spüren. Oder auch: die Noten werden plötzlich sehr viel schlechter, der Schulbesuch wird zur Qual oder sogar vermieden, Lehrkräfte geben Rückmeldung über auffälliges Verhalten des Kindes.

Kleinere Kinder schlafen schlechter, kommen nicht mehr ins Spiel oder interessieren sich für nichts mehr. Sie äußern sehr stark ihre Gefühle in Form von Weinen oder werden, im Gegenteil, ganz still.

Natürlich können einzelne dieser Anzeichen auch vorübergehend sein. Einige davon treten auch in typischen Entwicklungsphasen auf, die wir Eltern fürchten. Kommen aber mehrere dieser Dinge zusammen und lassen sie auch nach den Ferien oder einer Umstellung des Alltags nicht nach, sollte man sich Unterstützung suchen.

Ursachen für seelische Erkrankungen

Die möglichen Ursachen für psychische Probleme sind vielfältig. Dazu zählen auch genetische Faktoren. Hat jemand in der Familie Ängste oder Depressionen? Dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Kind zumindest empfänglicher ist, selbst einmal betroffen zu sein. Auch körperliche Erkrankungen, chronische oder schwere, von nahen Angehörigen oder den Kindern selbst, können Ursache für psychische Erkrankungen sein.

Stress setzt uns allen zu, auch Kindern und Jugendlichen, die noch weniger Regulationsmöglichkeiten kennen. Schlafen sie genug, essen sie einigermaßen ausgewogen, hält sich die Waage von Schule und Freizeit? Manchmal hilft es schon, genauer hinzusehen und kleine Stellschrauben zu verändern, um mehr Freiraum zum Durchatmen zu schaffen.

Außerdem Fluch und Segen zugleich: die sozialen Medien und das Internet. Zwischen Hass im Netz, positiven und zweifelhaften Vorbildern und dem Sammeln von Wissen versuchen sich die „Digital Natives“ dort zurecht zu finden. Medienkompetenz aufzubauen benötigt Zeit und auch gut informierte Erwachsene an der Seite. Ungeeignete Inhalte können eine große Belastung sein.

Ist man sich unsicher, ob das Befinden des Kindes noch im Rahmen ist, sollte man sich Hilfe suchen. Ansprechpartnerinnen sind zum Beispiel Kinderärztinnen, Lehrkräfte oder Schulpsychologinnen. Es gibt auch kostenlose Beratungen für Eltern, Kinder und Jugendliche, teilweise auch online erreichbar, z.B. bei Caritas, Diakonie oder Jugendamt.

Nicole Kaiser


Hier gibt es Hilfe

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz: 116 111

Für Eltern und andere Erwachsene, die sich um Kinder sorgen: 0800 111 0 550

jugendnotmail.de


Beitragsbild: iStock.com/JackF

Hello Sunshine!
Babys erster Sommer

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Die meisten von uns lieben den Sommer. Alles ist irgendwie viel leichter, die Sonne gibt Energie, es ist abends lange hell und man kann viele tolle Sachen machen. Auch mit Baby wird es einfacher. Ein leichtes Outfit an und ab geht’s nach draußen? Nicht ganz. Mit den folgenden Tipps kommt ihr gut und sicher durch den Sommer!

Achtung, Sonne!

Babys unter einem Jahr sollten gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt sein. Wichtig: Schatten ist nicht gleich Schatten! Sitzt man unter einem Baum, lässt dieser trotzdem UV-Strahlung durch. Auch dünne Kleidung ist nicht ausreichend. Am besten solltet ihr euch mit dem Baby nur in echtem Schatten aufhalten. Das ist zum Beispiel der Schatten einer Hauswand.

Sonnencreme für Babys?

Unter einem Jahr sollte man besser auf Sonnencreme verzichten, da die Creme die Poren verstopft und die Haut austrocknet. Ist es gar nicht möglich, der Sonne zu entgehen, ist es wichtig, die Sonnencreme spätestens am Abend mit milder Reinigung abzuwaschen und die Haut danach mit einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen. Informiert euch gut bei der Wahl der Sonnencreme. Der Faktor 50+ ist der höchste und schützt so am besten. Manche Cremes sind außerdem stark parfümiert, beinhalten allergieauslösende oder reizende Stoffe. Greift lieber zu einer sensitiven Variante.

UV-Schutz-Textilien

Es gibt auch die Möglichkeit, die Haut mit UV-Kleidung zu schützen. Hierbei sollte man auf das Etikett achten. Am besten greift man zu Textilien mit dem Label „UV STANDARD 801“. Dieses wird sehr streng geprüft. Aus dem gleichen Material gibt es auch Hüte, die die empfindliche Kopfhaut schützen, wenn man das Baby zum Beispiel in der Trage hat. Auch im Auto ist es wichtig, auf den richtigen Sonnenschutz zu sorgen. Nicht jede Verdunkelung hat einen UV-Schutz.

UV-Index checken

Die meisten Smartphones bieten den aktuellen UV-Wert mittlerweile in der Wetter-App, doch auch im Internet findet man ihn schnell. Der UV-Index kann auch an bewölkten Tagen hoch sein. Es gilt: Ab UV-Index 3 ist Sonnenschutz zu verwenden. Von 11.00 bis 16.00 Uhr ist dieser meist am höchsten. Gerade im Urlaub in südlichen Ländern sollte man diese Zeit also in Gebäuden verbringen oder mindestens mit geeignetem Schutz wie einer UV-Muschel oder einem Sonnenschirm mit UV-Schutz. Auch hier ist es wichtig, auf die Kennzeichnung zu achten.

Hat mein Baby mehr Durst?

Vor dem Beikost-Start reicht es aus, nach Bedarf zu stillen oder die Flasche zu geben. PRE-Milch muss auch nicht verdünnt werden. Gestillte Babys werden öfter an die Brust wollen, Flaschen-Babys verlangen vielleicht häufiger nach einer Milch. Grundsätzlich kann man sie dem Baby auch öfter anbieten, wenn man das Gefühl hat, es ist durstig.

Wenn euer Baby Beikost bekommt, könnt ihr zum Essen stilles Wasser anbieten, aber nicht mehr als 200 ml am Tag. Den Rest des Flüssigkeitsbedarfs deckt wieder die Milch.

Mückenschutz

Vor allem in der Nähe von Gewässern nerven uns im Sommer die Stechmücken. Gerade für Babys sind diese Stiche nicht nur lästig, sie können sich auch entzünden. Doch man kann Vorkehrungen treffen: Die Fenster geschlossen halten, wenn viele Mücken surren, ein Moskitonetz am Bett oder Kinderwagen anbringen und dem Baby lange Kleidung sowie dünne Socken anziehen. Es gibt auch speziell für Babys und Kinder entwickelte Lotionen, die Mücken fernhalten sollen. Diese kommen außen auf die Kleidung.

Diese Hitze!

Wenn das Baby im Kinderwagen schläft, niemals ein Mulltuch oder ähnliches darüber hängen, es besteht die Gefahr eines Hitzestaus! Dafür gibt es Sonnensegel, die luftdurchlässig sind. Babys und Kinder dürft ihr keinesfalls alleine im Auto lassen, auch nicht für wenige Minuten bei geöffnetem Fenster.

Hängt nachts feuchte Tücher im Zimmer auf, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Einen Schlafsack braucht es auch nicht, man kann ein leichtes Tuch statt einer Decke nutzen und alles, was nicht nötig ist, aus dem Bett räumen. Lüften früh am Morgen vermeidet, dass man die Hitze des Tages ins Zimmer lässt. Danach kann man den Raum abdunkeln und hat so am Abend ein kühles Schlafzimmer.

Neben all den Maßnahmen aber bitte nicht vergessen, den Sommer zu genießen!

Nicole Kaiser


Beitragsbild: iStock.com/Iuliia Komarova

Die schönsten Naturbäder für Familien in der Metropolregion Nürnberg

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AI Leino auf Pixabay
AI Leino auf Pixabay

Packt die Badehose ein und genießt diese Naturbäder!

Schwimmen ohne Chlor oder andere Chemikalien – das bevorzugen immer mehr Familien. Neben den Badestellen an den Fränkischen Seen und dem Oberpfälzer Seenland gibt es auch künstlich angelegte Schwimmteiche und Flussbäder. Diese Naturbäder speisen sich aus natürlichen Quellen oder setzen auf die Reinigungskraft von pflanzlichen Filtern. Der Verzicht auf Chemie tut besonders Kleinkindern gut. Auch Menschen mit Allergien, Neurodermitis oder Asthma schätzen das unbehandelte Wasser. Naturbäder sind außerdem meist besonders idyllisch und wunderschöne Orte für Familien zum Entspannen und Genießen.

Naturbäder im Großraum Nürnberg/Mittelfranken:

Diese Bäder sind von Nürnberg aus gut erreichbar und bieten Familien eine erfrischende Ausflugsmöglichkeit an heißen Sommerwochenenden.

Naturbad Großhabersdorf, Rothenburger Straße 4, 90613 Großhabersdorf

Naturbad Weißenbrunn, Badstraße 6, 91227 Leinburg

Waldstrandbad Stadt Windsbach, Retzendorf 22, 91575 Windsbach

In der Fränkischen Schweiz/Oberfranken:

Beim Familien-Ausflug in die Fränkische Schweiz lässt sich eine sommerliche Wanderung gut mit einem Sprung ins kühlen Nass abschließen. Hier sind die Adressen:

Felsenbad Pottenstein, Pegnitzer Straße 35, 91278 Pottenstein

Naturbad Gößweinstein, Schützenstraße 1, 91327 Gößweinstein

Naturbadesee Heiligenstadt, Mühlengasse, 91332 Heiligenstadt

In der Oberpfalz:

Die Oberpfalz biete eine große Auswahl an Naturbädern, die von Nürnberg aus leicht erreichbar sind.

Naturfreibad Postbauer-Heng, Centrum 11, 92353 Postbauer-Heng

Naturbad Freystadt, Gewerbegebiet Rettelloh, 92342 Freystadt

Naturbad Schnaittenbach, Badstraße 13, 92253 Schnaittenbach

Naturbadesee Altenveldorf, Seestraße 18, 92355 Velburg

Naturbad Königstein, Badstraße 3, 92281 Königstein

Naturbad Deining, Velburger Straße 40, 92364 Deining

Naturgartenbad Rußweiher, Kirchenthumbacher Straße, 92676 Eschenbach

Naturerlebnisbad im Kemnather Land, Gabellohe 21a, 95505 Immenreuth

Im Landkreis Bamberg:

Naturbadesee Frensdorf, Seeanger, 96158 Frensdorf

Hainbadestelle, Mühlwörth 18a, 96047 Bamberg

Sieben Seen für Familien im Fränkischen Seenland

 

Bildnachweis: Pixabay & Susanne Dobner
Beitragsbild: (c) AI Leino, Pixabay

15 Ferienausflüge für Familien in der Metropolregion Nürnberg

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Man muss gar nicht immer verreisen. Schließlich leben wir in einer tollen Region, in der andere Urlaub machen. Franken und die Metropolregion haben für alle Wetter und für jeden Geldbeutel etwas zu bieten. Hier haben wir für euch 15 spannende Ferienausflüge zusammengestellt. Hier ist für alle Familien ob mit kleinen oder größeren Kinder bestimmt ein Tipp dabei!

Ferienausflüge nach Nürnberg

1. Gönnt euch doch einen Tag am Wasser! Das Naherholungsgebiet Wöhrder See im Herzen Nürnbergs lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und Bootsfahrten ein. Austoben kann man sich am Bewegungspark und am Wasserspielplatz. Die Strand- und Uferwiesenbereiche laden zum Picknick und Sonnenbaden ein. Und wer’s genau wissen will, stattet der Umweltstation einen Besuch ab!

2. Bei schlechtem Wetter lockt beispielsweise das moderne Südstadtbad Familien ans Wasser. Hier findest du alle Infos zu den Nürnberger Bädern!

3. Keine Langeweile kommt auch beim Besuch der der zahlreichen Nürnberger Museen auf. Die ganze Auswahl mit allen wichtigen Informationen auf einen Klick!

Auch Fürth ist ein oder zwei Ferienausflüge wert!

4. Bei gutem Wetter lockt der Fürther Stadtpark kleine und große Besucher. Neben ganz viel Grünfläche zum Spielen, Toben und Sonnen gibt es hier auch zahlreiche Spielgeräte für alle Altersklassen.

Spielplatz im Fürther Stadtpark

5. Das Stadtparkcafé und die nahe Innenstadt bieten eine reiche Auswahl an Einkehrmöglichkeiten. Und wer es ganz ruhig und entspannt liebt sucht in der kleinen Mainau die Espanquelle auf. Dort gibt es eine schöne Liegewiese mit Holzliegen und seit 2021 auch einen Yoga- & Entspannungspfad.

Wiese an der Espanquelle

6. Bei Schmuddelwetter lässt es sich im Fürthermare gut aushalten. Ganz egal ob im Familien- und Spaßbadebereich oder in Sauna und Thermenabteilung: Hier genießt man einen entspannten Ferientag auch bei Kälte und Regen.

7. Das Ludwig Erhard Zentrum (LEZ) und seine familienfreundliche Ausstellung erkunden ist auch eine spannende Ferienidee! Hier lernt ihr nicht nur Interessantes über die deutsche Geschichte. Auch Ferienaktionen machen den Besuch zum besonderen Erlebnis!

Erlangen hat einiges zu bieten

8. Das Stadtmuseum Erlangen hat für Familien eine Radtour mit Quizaufgaben quer durch Erlangen zusammengestellt. Ein Stadtplan mit Route ist kostenlos im Stadtmuseum Erlangen, Martin-Luther-Platz 9 erhältlich. Natürlich lohnt bei trüben Wetter immer auch ein Besuch im Museum!

9. Direkt in der Innenstadt, neben dem Schlossgarten befindet sich der schöne Botanische Garten. Zu jeder Jahreszeit hat das professionell bepflanzte Gelände seinen besonderen Reiz und lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Der Eintritt ist kostenlos, zu bestimmten Zeiten sind auch die Gewächshäuser geöffnet.

Wildpferde in Tenneloher Forst, (c) Landschaftspflegeverband Mittelfranken

10. Und wer einen Tagesausflug ins Grüne plant, besucht die Wildpferde im Tennenloher Forst. Alle Infos zu diesem tollen Wander-Ausflug findet ihr hier!

Ausflugsziel Schwabach

11. Alle großen und kleinen Marionettenfans sollten einmal das Schwabacher Marionettenbühne besuchen! Ein abwechslungsreicher Spielplan erfreut die Besucher mit liebevoll inszenierten Stücken und ebensolchen Puppen. Alle Vorstellungstermine findet ihr auch im frankenkids Veranstaltungskalender.

Die Innenstadt von Schwabach

12. Im familienfreundlich gestalteten Stadtmuseum Schwabach erfahrt ihr viel Interessantes über die Geschichte der Goldschlägerstadt. Und ihr könnt eine „Weltreise rund ums Ei“ unternehmen.

Zirndorf – FunPark und Bibertbad

13. Im Zirndorfer Playmobil FunPark ist immer Saison! Alle Fans sollten hier weiterlesen.

14. Bei weniger gutem Wetter lockt außerdem das Bibert-Bad nach Zirndorf. Hier kann man nach Belieben Baden, Planschen und auch Saunieren. Das wird ein Ferientag zum fröhlichen Badespaß für die ganze Familie!

Spaß und Action im Playmobil FunPark

Auf nach Lauf an der Pegnitz!

15. Es lohnt sich auch immer ein Ausflug ins Pegnitzstädtchen Lauf. Neben der schönen Altstadt mit dem Wenzelschloss, ist das Industriemuseum immer einen Besuch wert. Alle Infos über das weitläufige Museum findet ihr hier

 

 

Bildnachweis: Susanne Dobner; Landschaftspflegeverband Mittelfranken
Beitragsbild: Mediathek der Stadt Nürnberg: Boulevardsteg, (c) Christine Dierenbach

Wann sind wir endlich da?

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Mit Kindern in den Urlaub – Die besten Beschäftigungstipps für mehr Spaß unterwegs!

„Wann sind wir endlich da?“ Wer kennt diese Frage nicht, die uns die Vorfreude auf den Urlaub ganz schön vermiesen kann? Vor allem, wenn Kinder lange Fahrten nicht gewohnt sind, kann die heiß ersehnte Reise leicht zum Quengelmarathon werden. Es sei denn du bist vorbereitet und hast gute Beschäftigungsideen im Köcher.

Du hast keine Ideen? Keine Sorge… nach diesem Artikel hast du sie – unsere Lieblings-Tipps fürs Auto, die Bahn oder den Flieger. Doch zunächst wollen wir sicher gehen, dass du dir bewusst bist, welchen Einfluss die RAHMENBEDINGUNGEN auf eure Reise haben:

Essen & Trinken
Hungrige Kinder können unausstehlich sein. Kümmere dich um Snacks und Getränke für eure Fahrt. Denk auch dran, dass es nicht auf allen Flügen etwas zu Trinken oder Essen gibt.

Komfort
Haben es alle bequem und warm? Nimm zur Sicherheit ein Kissen und eine Decke mit!

Schlaf
Auch wenn die Red-Eye-Flüge oft günstiger sind als andere, solltest du dir gut überlegen, welche Flugzeit in euren Rhythmus bzw. den eurer Kinder passt. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, ist es oft besser, eine lange Fahrt mit einer Hotelübernachtung zu unterbrechen, als 16 Stunden durchzufahren.

Wenn alle Must-Haves passen, kannst du dich an die Planung des ENTERTAINMENT-PROGRAMMS machen.

 

Spiele-Klassiker

Ich sehe was, was du nicht siehst
Der erste Spieler wählt ein Objekt aus der Umgebung und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“ (z.B. „rot“). Die anderen Spieler müssen erraten, was gemeint ist.

Ich packe meinen Koffer
Bei diesem Spiel nennt der erste Spieler einen Gegenstand, den er einpacken will, zum Beispiel „Ich packe meinen Koffer und nehme ein T-Shirt mit.“ Der nächste Spieler muss dann den ersten Gegenstand wiederholen und einen neuen hinzufügen. Beispiel: „Ich packe meinen Koffer und nehme ein T-Shirt und ein Buch mit.“ Das Spiel geht weiter, bis die Liste so lang ist, dass ihr sie euch nicht mehr merken könnt.

Autokennzeichen-Raten
Notiert die Kennzeichen aus den unterschiedlichen Städten. Wer hat am Ende die meisten unterschiedlichen Kennzeichen gesammelt? Ratet dann, aus welchen Städten die Kennzeichen sind. Wenn ihr es nicht wisst, denkt euch etwas aus.

Autofarben-Statistik
Malt mit verschiedenen Buntstiften Kreise auf ein Blatt. Für jedes Auto in der passenden Farbe macht ihr einen Strich neben dem Kreis. Nach 20 Minuten schaut ihr euch an, welche Farben am häufigsten vorkommen.

 

Ideen mit Medien

Gemeinsame Playlist
Vor der Fahrt könnt ihr zusammen eine Playlist erstellen, auf der jeder seine Lieblingslieder beisteuert. Das sorgt dafür, dass jeder Musik hört, die ihm gefällt.

Auto-Karaoke
Stell deine Lieblingslieder ein und veranstalte ein cooles Karaoke-Konzert im Auto.

Musik-Raten
„Wer singt da?“ oder „Song-Titel raten“ kann auch Spaß machen. Einer singt oder summt ein Lied, und die anderen müssen erraten, welches es ist.

Audiobücher-Spiel 
Sucht euch ein Buch aus, das alle interessiert. Hört 2 bis 3 Kapitel an und sprecht dann drüber: Wie könnte die Geschichte weitergehen? Erfindet das nächste Kapitel und hört dann erst weiter.

Filme schauen  
Auf einer sehr langen Fahrt ist es auch in Ordnung, wenn die Kinder eine Weile etwas anschauen. Unsere Meinung ist: Die Dosis macht das Gift 😉

 

Mit Platz zum Schreiben

Reise-Bingo
Vor der Fahrt erstellt du eine Bingo-Karte mit Dingen, die ihr auf der Strecke sehen könnt, wie z.B. „rote Autos“, „Autobahnschilder“, „Brücken“. Jeder Spieler bekommt eine Karte. Wer zuerst eine Reihe voll hat, ruft „Bingo!“.

Kostenlose Spiele-Vorlagen
Bei Juhubelbox findest du Spiele-Klassiker wie Stadt-Land-Fluss, Schiffe versenken, Käsekästchen und andere Spiele zum Download – einfach hier klicken!

Was immer ihr auf eurer Fahrt macht oder welche Zwischenfälle es gibt (z.B. Staus, Zugverspätungen), lasst euch nicht stressen und behaltet eure gute Laune. Denn wer den Weg als Ziel sieht, den kann nichts aus der Ruhe bringen.

Astrid Appl, Linda Just


Beitragsbild: iStock.com/Solovyova

Herz über Kopf?

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Warum ein zuverlässiger Gefühls-Kompass unseren Kindern den Weg in eine glückliche Zukunft weist!

„Wow, eine Eins in Mathe!“ Ja, wir Eltern sind stolz auf den Verstand unserer Kinder. Aber was ist mit den Gefühlen? Sind die auch wichtig für ihre Zukunft oder stehen sie ihnen vor allem im Weg? Ist Wut genauso wertvoll wie Freude? Und wie können wir die emotionale Entwicklung unserer Kinder unterstützen?

Wir haben jemanden gefragt, der sich mit Gefühlen auskennt. Manuela Senf von Mindful Kids Nürnberg gibt regelmäßig Kurse für Kinder, bei denen die Gefühle im Mittelpunkt stehen. Sie ist Resilienz- und Glückscoach. Denn darum geht es letztendlich: Um ein selbstbestimmtes und glückliches Leben. Der Weg dorthin führt geradewegs durch unsere Herzen.

Wie wichtig sind Gefühle?

Gefühle sind wie ein Schutzschild. Sie beschützen unsere Bedürfnisse (Sicherheit, Zugehörigkeit, Freiheit etc.). Sie helfen uns aber auch unsere Grenzen wahrzunehmen und zu verteidigen. Wenn wir unsere Gefühle richtig lesen können, zeigen sie uns wie ein Kompass den Weg und helfen uns, die richtigen Entscheidungen für ein glückliches Leben zu treffen.

Gibt es gute und schlechte Gefühle?

Es gibt keine guten und schlechten Gefühle – manche fühlen sich nur angenehmer an als andere. Die Freude ist zum Beispiel immer willkommen. Sie fühlt sich warm und kuschelig an und zeigt uns selbst an grauen Tagen die Schönheit des Lebens. Auch wenn die Wut ungemütlich daherkommt, hat sie eine wichtige Schutzfunktion. Denn sie zeigt sich, wenn unsere Bedürfnisse verletzt werden.

Wie lernen Kinder den Umgang mit Trauer, Wut & Co?

Wenn Kinder sich sicher und geborgen fühlen, können sie einen gesunden Gefühl-Kompass entwickeln. Kinder sind sehr gute Beobachter und lernen so vor allem in den ersten Lebensjahren ausschließlich von den Menschen um sie herum. Sprechen Mama & Papa mit mir über meine Gefühle? Hören sie mir aktiv zu und versuchen sie herauszufinden, welche Bedürfnisse hinter meinen Gefühlen stehen? Welchen Raum geben sie meinen Wünschen im Alltag?

Gefühle können auch durch Geschichten erlebbar gemacht werden. Für Kinderliteratur ist „Mira und das fliegende Haus“ eine gute erste Anlaufstelle. Hier findet man Bücher für Kinder, die sich dem Thema Gefühle widmen, aber auch viele Hintergrundinfos für die Eltern.

Was mache ich, wenn mein Kind in der Öffentlichkeit einen Wutanfall hat?

Ruhe bewahren ist das Wichtigste und oft das Schwierigste. Stelle dir vor, ihr habt eine große Blase um euch herum, die euch beschützt und von der Außenwelt abschottet. Was andere denken, ist jetzt nicht wichtig! In der Hochphase eines Wutanfalls ist es nicht möglich, unser Kind mit Worten zu erreichen. Co-Regulation bedeutet dann einfach da zu sein und durch Augen- oder Körperkontakt Schutz und Geborgenheit anzubieten. Nach 90 Sekunden ist so ein Gefühlsausbruch meistens vorbei und die Wut nimmt ab. Der Körper entspannt sich wieder und der Sturm im Gehirn legt sich. Erst dann können wir im Gespräch mit unserem Kind nach einer Lösung suchen.

Welche Rolle spielen die Gefühle von uns Eltern?

Zu dieser Frage fällt mir als erstes das Thema Selfcare ein. Denn nur wenn es uns gut geht, können wir andere emotional auffangen und auf Augenhöhe begleiten. Regelmäßige Auszeiten, in denen wir uns um uns selbst kümmern, sind deshalb sehr wichtig. Wenn wir als Vorbilder achtsam unseren Emotionen begegnen, zeigen wir den Kindern, wie man mit seinen Bedürfnissen umgeht. Und wir schaffen ein positives Klima, in dem sich unsere Kinder sicher genug fühlen, ihre Gefühle zu erkunden und mitzuteilen.

Was passiert, wenn Menschen ihre Gefühle unterdrücken?

Wenn wir unsere Gefühle nicht zeigen dürfen, leidet unser Selbstwertgefühl. Es entstehen Glaubenssätze wie „Ich bin nicht wichtig“. Eigene Wünsche werden untergeordnet, was emotionalen Stress erzeugt. Langfristig kann diese Überforderung zu aggressiver Wut, Angststörungen, Lustlosigkeit, Depression oder auch chronischen körperlichen Erkrankungen führen.

TIPP: Auf Manuelas Webseite MINDFUL-KIDS.INFO findest du ihre Kurse und Workshopangebote zum Thema.

Astrid Appl, Linda Just


Beitragsbild: iStock.com/Halfpoint; iStock.com/Tuned_In; iStock.com/JackF; iStock.com/Nadezhda1906

Medienauszeiten

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Wir als Elterngeneration sind selbst erst in die Welt der digitalen Medien hineingewachsen und nun sollen wir unsere Kinder, Digital Natives, dabei begleiten und ihnen einen guten Umgang mitgeben. Gar nicht so einfach, oder?

Der richtige Zeitpunkt für ein Smartphone

Es ist nicht leicht zu entscheiden, ab wann ein Kind ein Smartphone haben sollte. Sicher ist es von verschiedenen Faktoren abhängig. Hat das Kind beispielsweise einen längeren Schulweg und der Zug könnte ausfallen, ist es sinnvoll, wenn es über das Handy jemanden erreichen kann. Natürlich „braucht“ ein Kind, sagen wir unter 10 oder sogar länger, kein Smartphone. Macht es etwas mit ihnen, keines zu besitzen? Ich glaube, ab einem gewissen Alter schon. Sei es das Schreiben und Fotos austauschen über die Klassengruppe, das selbständig Verabreden mit Freunden oder das Zocken von angesagten Spielen, mitreden und teilhaben können wird immer wichtiger.

Wie viel Medienzeit ist okay?

Da wird es schon schwieriger. Hat das Kind dann ein Smartphone und nutzt es intensiv, machen wir Eltern uns natürlich Sorgen, es könnte zu viel sein. Es gibt Empfehlungen zu Medienzeiten, nach Alter gestaffelt. Die geben sicher eine Orientierung, sollten aber individuell ans Kind angepasst werden. Gerade bei den sozialen Medien machen aber die Altersbeschränkungen Sinn. Es gibt auch einige Möglichkeiten zur Kontrolle, zum Beispiel Apps, die die Bildschirmzeit anzeigen und auch einschränken lassen. Die Frage ist immer, was das wirklich mit der Medienkompetenz der Kinder und den Konflikten zu Hause macht.

Interesse zeigen

Was macht das Kind denn überhaupt am Smartphone? Hier können wir als Eltern gleich Interesse zeigen und Verbindung schaffen. Kommuniziert es mit anderen, liest es, hört es Musik oder Hörbücher? Oder schaut es sich die ganze Zeit YouTube Shorts an und hängt auf TikTok ab?

Gerade letzteres ist sehr beliebt, die Nutzung kann aber schnell nach hinten losgehen. Inhalte, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind, werden in die Timeline gespült und beeinflussen sie, ohne dass sie es merken. Ist das Interesse an den sozialen Medien aber sehr groß, könnte man gemeinsam ein Profil erstellen und sich zu bestimmen Zeiten zusammensetzen, um die App zu nutzen.

Wichtig ist, im Gespräch zu bleiben und auch das Kind anzuhören. Warum will es gerade viel am Handy sein? Was kann es stattdessen tun? Im Urlaub und Wochenende darf man auch mal großzügig sein und die Kinder selbst herausfinden lassen, wann es vielleicht genug ist. So kann echte Medienkompetenz entstehen.

Familienregeln einführen

Was wir Eltern auch tun sollten: Unsere eigenen Handyzeiten im Blick haben. Wie oft hängen wir in Anwesenheit der Kinder vor unserem Smartphone? Wie wäre es mit festen Familienregeln und Auszeiten, die für alle gelten? Die könnten so aussehen: Bei gemeinsamen Mahlzeiten kommen alle Handys in eine kleine Box oder an einen bestimmten Ort außerhalb des Zimmers und werden lautlos gestellt. Ab 18 Uhr (oder wann es bei euch soweit ist) beginnt der Abend und die Entspannung, heißt: alle Handys aus. Draußen, bei Ausflügen oder auf dem Spielplatz bleibt es in der Tasche oder gleich zu Hause.

Jede Familie muss für sich gucken, was da am meisten Sinn macht, aber alle sollten sich dann an die Regeln halten!

Alternativen anbieten

Kann man das Bedürfnis nach Medien auch anders stillen? Wie wäre ein Kinoabend am Wochenende mit allen, inklusive Popcorn oder ein Mario-Kart-Marathon? Kommuniziert das Kind meist über WhatsApp, kann man die Freunde stattdessen einladen. Wenn es doch nicht ohne Medien geht, vielleicht Lernspiele als Kompromiss anbieten oder Hörbücher zur Entspannung anhören.

Gesunde Balance und Vertrauen

Am Ende ist es die Balance aus sozialem Kontakt, Bewegung, Zeit in der Natur und Zeit, eigene Erfahrungen zu machen und der Medienzeit, die stimmen sollte. Irgendwann ist dann auch der elterliche Einfluss nicht mehr groß und wir können nur hoffen, dass wir durch unser Vorleben, viel Geborgenheit und einem erfüllten Alltag schon alles richtig gemacht haben. So schwer es fällt, gerade bei diesem Thema sollten wir etwas gelassener bleiben und unseren Kindern vertrauen.

Nicole Kaiser


Beitragsbild: iStock.com/bowie15

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