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Radeln – aber sicher

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Sicherheit steht an erster Stelle!

Fahrradfahren macht Kindern nicht nur Spaß, sondern es fördert auch ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Selbstständigkeit. Damit die kleinen Radler sicher unterwegs sind, müssen Eltern jedoch einiges beachten – vom richtigen Verhalten im Straßenverkehr über die passende Ausrüstung bis hin zur Frage, wann das Kind allein fahren kann. Mit Geduld, Übung und klaren Regeln schafft ihr eine sichere Grundlage für den Fahrspaß eurer Kinder.

Vom Laufrad zum Fahrrad

Laufräder sind oft der erste Schritt in die mobile Selbstständigkeit. Die Wahl des passenden Laufrads ist dabei wichtig. Das Kind muss mit beiden Füßen flach auf dem Boden stehen können, wenn es auf dem Laufrad sitzt. Nur so kann es gut das Gleichgewicht halten, sich stabil abstoßen und bei Bedarf jederzeit bremsen.

Auch wenn das Laufrad weniger Geschwindigkeit entwickelt als ein Fahrrad, sollte ein gutsitzender Helm Pflicht sein. Eltern sollten ihr Kind stets im Blick haben und beim Fahren begleiten, um schnell reagieren zu können. Grundlegende Verkehrsregeln, wie das Fahren auf der rechten Seite oder das Anhalten an Kreuzungen, könnt ihr schon üben.

Das Laufrad ist ideal, um das Gleichgewicht und die Koordination des Kindes zu schulen. Diese Fähigkeiten sind von großem Nutzen, wenn es später auf das Fahrrad umsteigt.

Gehsteig oder Straße?

In Deutschland müssen Kinder bis zum Alter von acht Jahren mit dem Fahrrad auf dem Gehsteig fahren. Begleitpersonen dürfen auf dem Gehweg mitfahren. Ist ein baulich vom Verkehr getrennter Radweg vorhanden, dürfen ihn auch Kinder unter acht Jahren schon nutzen.

Zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr hat euer Nachwuchs die Wahl zwischen Gehweg, Radweg oder Fahrbahn. Ab dem zehnten Lebensjahr sind die Kinder verpflichtet, entweder auf dem Radweg oder der Fahrbahn zu fahren.

Wichtig ist, dass das Fahrrad verkehrssicher ausgestattet und passend zur Körpergröße des Kindes eingestellt ist. Ein Helm sollte immer getragen werden. Helle Kleidung, Sicherheitswesten oder reflektierende Elemente erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr – besonders bei schlechten Lichtverhältnissen. Im Fachhandel bekommt ihr übrigens nicht nur Beratung, sondern auch gute gebrauchte Räder!

Vor dem Kind fahren oder dahinter?

Die Position der Eltern auf dem Fahrrad ist ein häufiger Diskussionspunkt. Grundsätzlich hängt es von der Situation und dem Alter des Kindes ab. Bei kleinen Kindern bietet es sich an, vor dem Kind zu fahren. So gibt man das Tempo vor und das Kind kann das Verhalten beobachten und nachahmen. Der Nachteil: Man kann nicht immer genau sehen, wie sich das Kind verhält, ob es eventuell abgelenkt ist oder Schwierigkeiten hat.

Fährt man hinter dem Kind, hat man es besser im Blick und kann schnell eingreifen, wenn es unsicher wird oder Fehler macht. Das setzt jedoch voraus, dass das Kind bereits in der Lage ist, ein gewisses Maß an Verantwortung zu übernehmen und die Verkehrsregeln einigermaßen sicher einzuhalten.

Ab wann kann ein Kind allein zur Schule fahren?

Wann ein Kind allein mit dem Fahrrad fahren kann, hängt von der individuellen Entwicklung des Kindes und der Verkehrssituation auf dem Schulweg ab. Viele Experten empfehlen, dass Kinder etwa ab der dritten oder vierten Klasse allein fahren können, vorausgesetzt, sie haben genügend Übung im Straßenverkehr und kennen ihren Schulweg gut.

Bevor Eltern diese Entscheidung treffen, sollten sie gemeinsam mit dem Kind den Schulweg mehrmals abfahren und verschiedene Verkehrssituationen üben. Auch eine Radfahrausbildung, wie sie von Schulen oder der Verkehrswacht angeboten werden, ist eine gute Vorbereitung.

Fazit: Übung macht den Meister

Kinder sind noch nicht in der Lage, den Straßenverkehr so zu erfassen wie Erwachsene. Ihre Wahrnehmung von Geschwindigkeiten, Entfernungen und Gefahren ist noch nicht voll entwickelt. Daher ist es wichtig, dass sie von klein auf mit den wichtigsten Verkehrsregeln vertraut gemacht werden. Dabei solltet ihr diese Regeln nicht nur erklären, sondern auch regelmäßig üben und kontrollieren, ob euer Kind sie in der Praxis umsetzt. Ein gutes Vorbild im Straßenverkehr zu sein, ist allerdings genauso wichtig.

Sabine Tschirwitz


Foto: iStock.com/SerrNovik

Die besten Lerntipps – So geht Schule leichter

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Lernen muss nicht immer mühsam und stressig sein. Oft sind es nur kleine Veränderungen in der Herangehensweise, die den Unterschied machen und den Lernprozess deutlich erleichtern können. Ob durch gezielte Organisation, kreative Lernmethoden oder eine positive Einstellung – es gibt viele Wege, wie Schule nicht nur einfacher, sondern auch spannender und effektiver gestaltet werden kann.

Hier sind die 6 besten Tipps und Tricks, um deinen Lernfortschritt auf das nächste Level zu heben:

1. Karteikarten

Old but gold! So ziemlich jeder hat schon mal damit gelernt. Karteikarten eignen sich für wirklich jedes Schulfach. Ob Vokabeln, Bundesländer und ihre Hauptstädte, Textzusammenfassungen anhand von Stichwörtern oder für das 1×1. Klein, handlich und praktisch passen sie nicht nur in jede Hosentasche, sondern helfen zudem, den Lernstoff gleich mit mehreren Sinnen zu verarbeiten: Sehen, tasten bzw. schreiben und wenn laut mitgesprochen wird, sogar noch hören.

2. Texte rückwärts lesen

Was soll das denn bringen? Ganz einfach: Beim Vorwärtslesen konzentriert sich unser Gehirn viel zu sehr auf den Inhalt sowie den Sinn des Textes. Rechtschreibfehler werden so schnell überlesen. Lesen wir den Satz „Hochpreisige Schaubenzieher kann man im Fachhandel kaufen“ rückwärts „kaufen Fachhandel im man kann Schaubenzieher Hochpreisige“ dann fällt uns schnell auf, dass im Wort „SchRaubenzieher“ ein „r“ vergessen wurde. Das Gehirn kann sich auf diese Weise auf jedes einzelne Wort anstatt auf den Sinn fokussieren.

3. Lernen mit Bewegung

Diese Art zu lernen hat gleich mehrere Vorteile: Neben den gewohnten Sinnen wie tasten/schreiben, sehen und hören, sprechen wir beim Lernen mit Bewegung noch einen weiteren Sinn an: fühlen! Ob Trampolinspringen oder Spazierengehen, mit dem Roller oder den Inlineskates fahren – ganz egal. Das Gehirn stellt eine Verbindung her, so dass der Lernstoff noch leichter aufgenommen werden kann. Zudem erhöht sich bei Bewegung die Sauerstoffkonzentration im Blut, was uns wacher und aufmerksamer macht. Bewegung im Freien potenziert diesen Effekt. Also, raus in die Natur – aber das HSU-Heft nicht vergessen!

4. Viele verschiedene Lernmaterialien

Wer Vokabeln auf die immer gleiche Weise lernt, beim 1×1 stur abgefragt wird und Hefteinträge herunterbetet, der hat auf Dauer wenig Freude am Lernen. Die Motivation begibt sich auf den Sinkflug… Lernstoff mit Straßenkreide auf den Gehweg malen, die Bestandteile des Auges mit Kreidestiften ans Zimmerfenster zaubern, mit (abwaschbaren) Glasmarkern die 10 Gebote auf den Kuchenteller schreiben, den Abbiegevorgang für die Fahrradprüfung im eigenen Garten abschreiten oder das Gedicht unter der Dusche rappen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Abwechslung ist gefragt!

5. Wiederholungen und Zeitmanagement

Wenn du möchtest, dass der Lernstoff wirklich fest im Gehirn verankert wird (z. B. Vokabeln), dann solltest du mit vielen Wiederholungen arbeiten. Auf diese Weise machst du in deinem Gehirn aus Trampelpfaden Autobahnen, über die der Lernstoff in den entscheidenden Situationen brettern kann. Die erste Wiederholung sollte nach 30 MInuten, die zweite nach 60 und die dritte nach 90 Minuten erfolgen. Vor dem Zubettgehen alles noch mal kurz überfliegen und et voilà – das sitzt! Nun den Lernstoff von Zeit zu Zeit zur Hand nehmen und es gerät nichts mehr in Vergessenheit. Ein Lernplan hilft dir die Übersicht nicht zu verlieren und den Lernstoff in kleine Häppchen einzuteilen.

6. Keine Medien kurz nach dem Lernen

Dein Gehirn ist nach dem Lernen noch schwer mit der Verarbeitung des Lernstoffs beschäftigt. Die Verlockung ist groß, sich nach getaner Arbeit mit ein bisschen Medienzeit zu belohnen. Aber Vorsicht: Unterbrichst du den Verarbeitungsprozess mit neuen Reizen (wie z. B. einem lustigen YouTube Video), stoppt dein Gehirn und wendet sich den neuen Reizen zu. Die Arbeit war dann also nahezu umsonst!

Lernen ist eine sehr individuelle Sache. Was bei einem Menschen funktioniert, läuft beim anderen komplett ins Leere. Probiert aus, ändert ab, stellt auf den Prüfstand. Wenn die neu etablierten Lerntechniken dann zur Gewohnheit werden, habt ihr das nächste Level erreicht.

Carolin Deutschmann


Beitragsbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen

Warum schläft mein Kind nicht?

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Schlafprobleme bei Babys und Kleinkindern gehören zum Alltag vieler Eltern und sind eine natürliche Phase in der frühen Kindheit. Verschiedene Entwicklungsstufen und Bedürfnisse des Kindes beeinflussen seinen Schlafrhythmus, führen zu nächtlichen Wachphasen und unregelmäßigen Schlafmustern. Damit ihr als junge Eltern die Nächte entspannter angehen könnt, ist es hilfreich, die Ursachen zu erkennen und gezielte Strategien zu entwickeln. Und keine Sorge: Diese Probleme sind ganz normal und zum Glück nur vorübergehend!

Babys müssen schlafen lernen

Neugeborene schlafen in den ersten Lebenswochen sehr viel, aber ihr Schlafrhythmus ist noch nicht ausgeprägt. Häufig wachen sie nachts auf, um gefüttert zu werden, da ihr kleiner Magen schnell wieder leer ist. Zudem sind sie oft noch von den Eindrücken der Geburt und der Anpassung an die neue Welt überwältigt und benötigen manchmal Hilfe, um zur Ruhe zu kommen.

Babys beginnen nach einigen Wochen, einen Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln. Trotzdem wachen sie weiterhin nachts auf, denn noch haben sie längere Schlafphasen nicht erlernt. Auch Wachstumsschübe, Zahnen, Unwohlsein oder der Wunsch nach Nähe können den Schlaf unterbrechen. In dieser Phase entwickeln Babys bereits die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, doch dies gelingt nicht immer sofort.

Schlafprobleme beim Kleinkind

Kleinkinder entwickeln sich rasant und entdecken täglich neue Fähigkeiten. Diese aufregenden Fortschritte können den Schlaf beeinträchtigen, da das Kind körperlich und geistig viel zu verarbeiten hat. Manche Kleinkinder erleben in dieser Zeit ihren ersten Albtraum oder haben Trennungsängste und wachen auf, weil sie die Nähe zu ihren Eltern suchen. Ein zu langer Mittagsschlaf, Reizüberflutung oder Übermüdung können ebenfalls Schwierigkeiten beim Einschlafen und häufiges Aufwachen zur Folge haben. Die Ursachen von Schlafproblemen sind so individuell wie euer Kind.

Was hilft bei Schlafproblemen?

Vor allem in den ersten Lebensmonaten brauchen Babys viel Nähe. Deshalb sollte die Schlafumgebung dem Kind ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Ein Kuscheltier, ein Schmusetuch oder ein Nachtlicht können dem Kind Sicherheit geben, auch wenn es nachts aufwacht. Frische Luft und eine angenehme Raumtemperatur fördern ebenfalls den Schlaf.

Eine feste Schlafroutine hilft Babys und Kleinkindern, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Ein wiederkehrendes Ritual, wie das Vorlesen eines Buches, ein beruhigendes Bad oder ein Schlaflied, kann dem Kind helfen, zur Ruhe zu kommen. Feste Schlafenszeiten und ein gleichmäßiger Tagesablauf unterstützen außerdem den natürlichen Schlafrhythmus.

Wacht das Kind mitten in der Nacht auf, sind Geduld und Gelassenheit gefragt. Beruhigende Worte oder sanfte Streicheleinheiten reichen oft aus, damit das Kind wieder in den Schlaf findet, ohne es aus dem Bett zu nehmen. Dabei ist es grundsätzlich sinnvoll, das selbstständige Einschlafen zu fördern und möglichst auf permanente Einschlafhilfen wie Stillen oder Wiegen zu verzichten. Das Wichtigste aber ist, euer Kind und euch selbst nicht unter Druck zu setzen. Findet gemeinsam die Strategie, die für euch und euren Nachwuchs angenehm ist.

Was hilft bei Schlafmangel?

Auch wenn es manchmal schwerfällt: Eltern sollten versuchen, tagsüber zu schlafen, wenn das Baby schläft. Selbst kurze Nickerchen können helfen, Energie zurückzugewinnen. Falls möglich, sollten Eltern die nächtlichen und täglichen Aufgaben untereinander sinnvoll aufteilen. Nehmt unbedingt Unterstützung von Familie oder Freunden an, denn selbst ein paar Stunden Entlastung können einen großen Unterschied machen.

Eventuelle Ansprüche sollten heruntergeschraubt werden. Nicht alles muss perfekt sein und sofort erledigt werden. In dieser Phase sind Erholung und das eigene Wohlbefinden wichtiger als eine makellose Wohnung. Manchmal kann schon eine kleine Auszeit zu Hause oder ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft den Stress deutlich reduzieren. Es hilft auch, mit anderen Eltern über ihre Erfahrungen zu reden – zu wissen, dass es anderen genauso geht, tröstet.

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass diese Zeit vorübergeht. Mit zunehmendem Alter des Kindes stabilisiert sich der Schlaf und viele Schlafprobleme lösen sich von selbst – erholsamere Nächte kommen bestimmt wieder.

Sabine Tschirwitz


Beitragsbild: iStock.com/LeManna

Self Care Tipps für Schwangere

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Die Schwangerschaft ist eine aufregende Phase im Leben einer Frau. Aber auch eine anstrengende. Neben der Freude auf das Baby bringt sie viele Veränderungen mit sich und das kann Ängste auslösen. Viele Erstmamis fragen sich: Wie wird die Geburt verlaufen? Werde ich eine gute Mutter sein? Bei Schwangeren, die bereits Kinder haben, geht es vor allem um Zeit- und Energieprobleme: Wie kann ich dem (den) vorhandenen Kind(ern) gerecht werden, ohne meine eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen? Warum verläuft diese Schwangerschaft so anders als die zuvor? Auch körperlich haben viele Schwangere mit Beschwerden zu tun, die sich durch die Gewichtszunahme ergeben (Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen etc.).

Auf der Suche nach den besten SELF CARE TIPPS haben wir mit Tine Schönbach @Happy Bellies (Physiotherapeutin & Beckenboden-Spezialistin) und Jessica Wolfrum @The Essense (Yogalehrerin, Expertin für Breathwork & moderne Aromatherapie) gesprochen.

Die Arbeit mit Schwangeren liegt den beiden sehr am Herzen. Mit ihren (M)Om-to-be Kursen, bereiten sie Frauen nicht nur auf die Geburt, sondern auch darüber hinaus vor. Die Kombination von physiotherapeutischen Hintergrundinfos & Training und der Betrachtung der gleichen Themen aus der Yoga-Perspektive ist eine Besonderheit dieses ganzheitlichen Geburtsvorbereitungskurses. Dazu gehören auch Tabu-Themen, über die in unserer Gesellschaft nur wenig gesprochen wird.

„Als Physiotherapeutin erlebe ich täglich, wie wenig Frauen über ihren Beckenboden, ihre Bauchmuskulatur, ihre Körpermitte und über die körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft wissen.“ (Christine Schönbach)

 

Das sind die wichtigsten Self Care Tools unserer Expertinnen

YOGA & MEDITATION
Yoga hilft dir dabei, dich zu regenerieren. Es lindert körperliche Beschwerden und macht deinen Körper stärker und flexibler. Meditation und Fantasiereisen bringen dich mental zur Ruhe und bereiten dich auf die bevorstehende Geburt vor.

ATMUNG & TÖNEN
Durch bewusstes Atmen entspannst du dein vegetatives Nervensystem und trainierst die Elastizität deines Beckenbodens. Das Tönen unterstützt deine Entspannung und stärkt die Verbindung zu deinem Körper.

ÄTHERISCHE ÖLE
In Kombination mit Meditation und positiven Affirmationen (z.B. während der Geburt bin ich geschützt und umsorgt) kannst du Duftanker setzen, die positive Gefühle mit Düften verbinden. Durch diese Verknüpfung kannst du die Öle später einsetzen, um dich vor der Geburt in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.

PHYSIO-BEHANDLUNGEN
Lass dir deine verspannte Muskulatur lockern, deine Wirbelsäule und die Hüften mobilisieren. Das zaubert dir ein Wohlgefühl und schafft gute Voraussetzungen für die Geburt und die Zeit danach.

VORBEREITUNG
Informiere dich frühzeitig über Rückbildungskurse (sind i.d.R. schnell ausgebucht) und Themen, wie Stillen, Babyschlaf, Tragen etc. Wenn das Baby erstmal da ist, geht es oft nur ums „Überstehen“ des Tages und für Recherche ist da kein Raum mehr.


 

Tipps für Schwangere mit Kind(ern)

GEMEINSAME RITUALE
Du kannst dein Kind einbinden z.B. bei Yogaübungen, kleinen Bewegungssequenzen oder Atemübungen. Das schafft (noch) mehr Verbindung zwischen euch. Und es hilft dem Geschwisterkind, das Baby im Bauch willkommen zu heißen.

REALISTISCHE ERWARTUNGEN
Passe dein Arbeitspensum an und streiche stressige To Dos aus deiner Liste. Sei nachsichtig mit dir, wenn nicht alles perfekt läuft.

UNTERSTÜTZUNG
Hol dir Hilfe von Familie oder Freunden. Du kannst nur dann eine Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Anforderungen der Familie finden, wenn du nicht versuchst, alles allein zu schaffen.

 

Über allen SELF CARE TIPPS steht vor allem eine Grundhaltung sich und seiner Schwangerschaft gegenüber, die Jessica so auf den Punkt bringt: „Erlaube dir bewusst Zeit für dich und lass es dir so gut wie nur möglich in deiner Schwangerschaft gehen. Self Care bedeutet, der Welt das Beste von dir zu geben, nicht das, was davon übrig ist. Du stehst jetzt im Mittelpunkt!“


Beitragsbild: ©Juhubelbox

Mama, Papa, entspannt euch mal!

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Eine Familie zu managen, ist ohne Frage ein Fulltimejob. Kein Wunder, wenn ab und an die Nerven blank liegen und ihr droht, im Chaos zu versinken. Was dann hilft, ist nicht nur Improvisation und an Altbewährtem festzuhalten, sondern oftmals auch ein Notfallplan oder Humor. Aber der Reihe nach…

Eure Basics – was geht immer?

Wenn euch der Alltag mal wieder überrollt, dann ist es zunächst sinnvoll, euch auf eure ganz persönlichen Familienbasics zu besinnen. Was hat schon immer funktioniert? Was hilft in jeder Situation? Routinen und Rituale sind im Familienalltag von unschätzbarem Wert. Idealerweise laufen besonders stressige Momente, wie die Morgenroutine oder die abendliche Bettgehzeit, immer gleich ab. Wenn jeder weiß, was als nächstes kommt und worauf er sich einstellen muss, könnt ihr den meisten Diskussionen in Nullkommanix den Garaus machen. Auf die beliebten „Aber warum…?“ Nachfragen reagiert ihr mit einer kurzen (!) Erklärung und dem Hinweis, dass die Situation auf diese Weise für alle am besten zu bewältigen ist. 

Planen lohnt sich

Klare Prioritäten helfen euch, den Überblick nicht zu verlieren. Was ist wichtig und dringend, was ist wichtig, aber nicht wirklich zeitkritisch? Was ist unwichtig, aber muss dennoch erledigt werden und was ist weder wichtig noch zeitkritisch? Mit dieser simplen Unterteilung der anfallenden Aufgaben behaltet ihr alles im Blick und bekommt die Dinge gewuppt. 

Auch wenn sich Improvisation im Familienalltag nicht vermeiden lässt, so ist es für euch und euer Gehirn viel entspannter, wenn ihr die groben Eckpunkte plant. Wir unterschätzen oft, wie viele Entscheidungen wir tagtäglich treffen müssen. Angefangen bei „Was ziehe ich heute an?“ bis hin zu wichtigen Entscheidungen im Job – beinahe minütlich müssen wir Entscheidungen treffen und unser Gehirn herausfordern. Es ist dir daher sehr dankbar, wenn es sich nicht auch noch mit weiteren Fragen beschäftigen muss, sondern manche Dinge geplant und strukturiert ablaufen. 

 

Dein Kind verstehen

Übergänge stellen für unsere Kinder oft große Hürden im Alltag dar. Was für uns normal ist, müssen sie erst noch lernen und sich Strategien dafür zurechtlegen. Morgens in den Kindergarten gehen oder von der Schule nach Hause kommen, sind zwei große Übergänge, die unsere Kinder täglich bewältigen. Hier ist es ratsam ein paar Extraminuten einzuplanen und dein Kind nicht noch zusätzlich zu stressen. Plane also ausreichend Puffer zwischen den Terminen ein, damit ihr nicht in Zeitnot kommt und die Stimmung am Ende kippt.

Ich muss mal raus hier

Manchmal ist es nicht der Alltag mit seinen Anforderungen, der uns stresst, sondern die Menschen, die diesen mit uns gestalten. Ein anstrengendes Besucherkind, die unfaire Lehrkraft oder die anderen Eltern im Kindergarten, mit ihren scheinbar perfekten Lebensumständen. Sei dir bewusst, dass es sich hierbei nur um eine Momentaufnahme handelt. Wenn du dich überfordert fühlst, dann versuche dich kurz rauszunehmen, um wieder in deine Mitte zu kommen. Überstürzte Handlungen oder Aussagen sind meist keine gute Idee. Mehr Verständnis für deine Situation erhältst du, wenn du sozialverträglich kommunizierst, was gerade in dir vorgeht. Deinem Kind bist du dann ein super Vorbild für stressige Situationen. 

Hör auf dein Bauchgefühl

Zu guter Letzt sind es nicht selten unsere eigenen, vielleicht überzogenen Ansprüche an uns und unser Umfeld. Sind die Erwartungen an unsere Kinder entwicklungsgerecht? Muss der perfekt geplante Kindergeburtstag sein? Ist es notwendig, dass das Haus jederzeit ordentlich ist? Frage dich von Zeit zu Zeit, ob das deine Ansprüche sind oder sie deiner Familie von außen auferlegt werden. Mache dich frei von all den „müsste“ und „sollte“. Vertraue auf dich und deine Familie und höre auf dein Bauchgefühl. Meist weist es dir den richtigen Weg. 

Trotz aller Planung und Umsicht regiert oftmals das Chaos. Verliert nicht aus den Augen, dass auch eure Kinder Tage haben, an denen sie sich nicht gut fühlen. Mit viel Empathie und Geduld sowie der Besinnung auf das Wichtige im Leben, werdet ihr auch solche Tage (halbwegs gelassen) überstehen. Und wenn alle Stricke reißen, dann habt ihr immer noch euren Humor!

Carolin Deutschmann


Beitragsbild: iStock.com/hyejin kang

Inselparadiese
für Kinder

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Familienurlaub auf einer der Nordseeinseln – Schon die Anreise fühlt sich an wie ein Abenteuer: Mit dem Schiff geht es übers Meer. Langsam taucht in der Ferne die Insel aus dem Dunst auf. Die Vorfreude kribbelt im Bauch…

Viele Familien, die Urlaub auf einer der ostfriesischen oder nordfriesischen Inseln erlebt haben, bleiben „ihrer“ Insel über Jahre treu. Die Kinder verbringen ganze Tage am Strand mit der Suche nach Schätzen, staunen über den Wechsel der Gezeiten, beobachten fasziniert Möwen, Krebse und andere Lebewesen des Wattenmeers. Das Inselleben ist ein ganzes Stück geruhsamer als der Familienalltag. Die Wege sind kurz, der Autoverkehr viel geringer als zuhause oder ganz verboten – das schenkt den Kindern mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit. Für schlechtes Wetter gibt es Indoorspielplatz und Meerwasserhallenbad selbst auf der kleinsten Insel. Oft treibt auch der Nordseewind – der so perfekt die Drachen steigen lässt – die Regenwolken rasch weiter, das Wetter ändert sich schnell. Das Immunsystem der Kinder profitiert vom Nordseeklima in jedem Fall.

Inselurlaub schenkt Eltern mehr Abstand zum Alltag, das fühlt man schon auf der Fährüberfahrt, wenn das Festland langsam verschwindet. Der Wind pustet den Kopf frei, die Gedanken kommen endlich zur Ruhe. Bunte Strandkörbe in weißem Sand, entspannte Kinder, Sonnenuntergänge am Meer – das ist Inselglück für Eltern.

Gabriele Gorny


Baltrum – Kleinste Insel mit nur 600 Einwohnern

Auf der kleinsten der Ostfriesischen Inseln erreicht man jeden Ort in wenigen Minuten – kurze Wege für kurze Beine, also gerade für Familien mit kleinen Kindern perfekt. Autos stören hier keine, stattdessen fahren gemütliche Pferdewagen und die Polizei kommt mit dem Fahrrad. Für Kinder gibt es Schwimm- oder Surfkurse und Ferienprogramm. Im Jugendclub Baltrum haben Teens den nötigen Abstand von den Eltern. Alle zwei Wochen lockt das Schatzkofferspiel, eine Familienrallye mit witzigen und kniffligen Fragen rund um die Geheimnisse der Insel.
Anreise: Per Fähre ab Neßmersiel (30 Minuten), gezeitenabhängig. Baltrum ist autofrei.

Weitere Infos findet Ihr hier!


Amrum – mit traumhaftem Strand Kniepsand

Europas größter Badestrand heißt Kniepsand – CNN hat den Amrumer Strand zu den „Best Beaches 2022“ gezählt. Hier findet ihr auch in der Hochsaison ein ruhiges Plätzchen, lauft allerdings an manchen Stellen fast zwei Kilometer bis zum Wasser. Die ruhige Insel zeichnet sich durch ihre Naturidylle aus: Weitläufige Dünen, Heidelandschaft und Wald wechseln sich ab, 30 Spielplätze gilt es zu entdecken. Begegnungen mit freilaufenden Kaninchen und Fasanen sind nicht selten und im Frühling gibt es unzählige Vogel-Küken. Auf Amrum sind Autos erlaubt, man braucht sie aber nicht. Mit dem Fahrrad kommt man gut überallhin.
Anreise: Mit der Fähre mehrmals täglich ab Dagebüll-Mole (2 Stunden über Föhr, 1,5 Stunden direkt). Autoplätze frühzeitig reservieren.

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Föhr – Nordseeurlaub in der Friesischen Karibik

Die zweitgrößte Nordseeinsel Deutschlands liegt windgeschützt zwischen Sylt und Amrum. Das Hafenstädtchen Wyk und die elf Inseldörfer bieten eine Menge, ihr findet aber auch viel Ruhe. Urlaub auf der Nordseeinsel und gleichzeitig Urlaub auf dem Bauernhof? Auf Föhr klappt das wunderbar, eine gute Lösung für Familien mit unterschiedlichen Interessen. Abenteuerliche Expeditionen und spannende Vorlesungen gibt es in den Sommerferien bei der Kinderuni Föhr. Heißgeliebt von (fast) allen Kindern: Das Pfannkuchenhaus in Wyk ist ein Pflichttermin für Familien.
Anreise: Fähre ab Dagebüll-Mole (50 Minuten) mehrmals täglich. Autoplätze frühzeitig reservieren.

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… Fortsetzung folgt …

 


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Vor der Bundestagswahl:
Wie erkennt man Fake-News?

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In der heißen Phase vor der Bundestagswahl am 23. Februar kursieren viele Falschnachrichten im Netz und in sozialen Netzwerken. Vor allem Kinder und Jugendliche können diese Fake News oft nur schwer erkennen. Wichtig ist, dass Eltern ihrem Kind dabei helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Informationen stimmen könnten und welche nicht, empfiehlt die Initiative „SCHAU HIN! Was dein Kind mit Medien macht.“.

Fake News enttarnen: So unterstützen Eltern ihre Kinder

„Es ist gut, wenn Eltern ihr Kind ermutigen, Medien kritisch zu nutzen“, sagt Kristin Langer, Mediencoach bei SCHAU HIN!. „Das Erkennen von Falschmeldungen üben Eltern am besten gemeinsam mit ihrem Kind, indem sie beispielsweise Nachrichten miteinander vergleichen, Quellen prüfen und auf die Machart achten.“ Fake News funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Sie wollen Angst schüren und sind von einem starken Schwarz-Weiß-Denken geprägt. Zudem arbeiten Fake News mit reißerischen Formulierungen oder extrem emotionalisierenden Bildern. Selbst wenn sie einen wahren Kern haben, können sie einen falschen Eindruck von den Fakten vermitteln.

Warum Aufklärung wichtig ist, um Fake News zu erkennen

Kinder verstehen oft nicht, warum andere Menschen sie bewusst in die Irre führen wollen. Aber nur weil eine News in sozialen Netzwerken oft geteilt wurde und wie eine Nachricht aufgebaut ist, bedeutet es nicht, dass die Informationen auch wahr sind. Gerade deshalb ist es gut, früh mit dem Nachwuchs über Nachrichten und ihre Kriterien zu sprechen. Sonst werden Fake News verinnerlicht und können das Weltbild ebenso nachhaltig wie negativ beeinflussen.

„Es zeigt sich immer wieder, dass auch viele Erwachsene Meldungen glauben, ohne die Quellen zu prüfen“, ergänzt der Mediencoach. Umso wichtiger ist es, möglichst frühzeitig entsprechende Fähigkeiten zu vermitteln. Kindern in Gespräche über das Weltgeschehen einzubeziehen, hilft, ihnen ein Gefühl dafür zu vermitteln, welche Informationen echt sein könnten und welche nicht. Eltern nehmen eine große Vorbildrolle ein: Wenn sie eine kritische Mediennutzung und Nachrichtenverständnis vorleben, wird dies auch selbstverständlich für ihr Kind sein.

 

Verlässliche Hilfe, um Falschmeldungen zu entlarven, gibt es vom Faktenfinder bei tagesschau.de, der Website des Recherchenetzwerks Correctiv und vom Mimikama-Faktenradar. Plattformen wie logo.de, neuneinhalb oder der Kinderradiokanal bieten geprüfte Informationen, die altersgerechtaufbereitet sind. Kinder ab acht Jahren lernen bei dem Online-Lernmodul von fragfinn.de spielerisch Fake News zu identifizieren. Auf der Website sogehtmedien.de von ARD und ZDF sind Unterrichtsmaterialien zum Thema zugänglich und auch das Internet-ABC hält ein Quiz und weitere Materialien für die Schule und Zuhause bereit. Eltern mit Teenagern können sich mit ihnen etwa im jugendgerechten Podcast von juuuport.de oder auf der Seite netzdurchblick.de informieren. Weitere Tipps und Materialien finden Eltern unter www.schau-hin.info sowie in den SCHAU HIN! Online-Medienkursen für Eltern.

Hintergrund

Laut JIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) gilt: „Das Wissen um aktuelles Weltgeschehen ist auch 2024 geprägt von persönlichen Gesprächen. Drei Viertel der Jugendlichen erfahren (und besprechen) aktuelle (Welt-)Ereignisse innerhalb der Familie, zwei Drittel im Freundeskreis.“ Bereits rund ein Drittel der Jugendlichen informieren sich aber außerdem auf Instagram, YouTube oder TikTok.

Weitere Infos findet ihr hier!


Quelle und Copyright: „SCHAU HIN!“

Zahnspangen-Zusatzversicherung – lohnt sich das?

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Im Mund von Kindern gibt es tatsächlich nichts, was es nicht gibt: Doppelt angelegte Zähne, schiefe und verdrehte Zähne oder bleibende Zähne, die gar nicht angelegt sind. Der Kiefer schiebt Zähne übereinander oder lässt Lücken entstehen – hier ist die Spange vorprogrammiert. Und damit der Gang zum Kieferorthopäden. Damit Eltern nicht plötzlich vor hohen, eigenen Kosten stehen, kann eine Zahnzusatz- bzw. Zahnspangenzusatz-Versicherung sinnvoll sein.

Welche Leistungen sind abgedeckt?

Zahnbehandlungen sind oft mit hohen Kosten verbunden. Richtig teuer wird es bei allen kieferorthopädischen Leistungen. Da das Thema Zähne Eltern am Herzen liegt, wünschen sie sich für ihr Kind eine Behandlung nach modernsten Standards. Viele Krankenkassen sehen diese jedoch als Zusatzleistung und Eltern müssen teilweise tief in die eigene Tasche greifen. Eine lose oder feste Spange steht bei über der Hälfte aller Kinder und Jugendlichen auf dem Programm. Anhand sogenannter KIGs (kieferorthopädischen Indikationsgruppen) stellt die Kieferorthopädin den Grad der Fehlstellung (KIG 1-5) fest. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen ab Stufe drei 80 % der Kosten. Die restlichen 20 % wären mit einer Zusatzversicherung abgedeckt.

Von Angst bis Zahnreinigung

Eine Zahnzusatz- bzw. „Zahnspangenversicherung“ übernimmt Zusatzkosten nicht nur beim Thema Zahnspange. Sie greift z.B. auch bei professioneller Zahnreinigung. Eine Fissuren Versiegelung mit einer dünnen Kunststoffschicht soll das Kariesrisiko senken. Die meisten Krankenkassen übernehmen diese Versiegelung nur für die großen Backenzähne. Sind die Zähne anfällig für Karies, macht es Sinn, auch die kleinen Backenzähne zu versiegeln. Zahnzusatzversicherungen tragen die Kosten der Versiegelung zu 100 %. Gleiches gilt für hochwertigere Zahnfüllungen z.B. aus Keramik anstelle standardisierten Kassenfüllungen, Zahnersatz oder gar Implantate. Viele Kinder haben Angst vor dem Zahnarztbesuch. Eine Zusatzversicherung übernimmt die Kosten für Hypnose oder Akupunktur zur Angst- und Schmerzbekämpfung.

Ab welchem Alter sinnvoll?

Da auch die Behandlung von Milchzähnen oder Angstbehandlungen bei den Versicherungen mit im Angebotskatalog sind, kann eine Zahnzusatzversicherung schon ab drei Jahren sinnvoll sein. Außerdem ist in diesem Alter das Milchzahngebiss in der Regel vollständig entwickelt und das Risiko für eine kieferorthopädische Behandlung steigt. Wichtig zu wissen: Sobald ein Kind vom Kieferorthopäden in eine KIG eingestuft ist, lässt sich keine Zusatzversicherung für kieferorthopädische Leistungen mehr abschließen. Ein weiteres Argument für einen frühen Abschluss sind die Leistungseinschränkungen in den ersten Vertragsjahren. Schließt du deine Versicherungspolice z.B. erst für dein 8-jähriges Kind ab und mit neun Jahren erfolgt die Diagnose für eine Zahnspange, kann es sein, dass deine Versicherung die Kosten nicht oder nur zum Teil übernimmt. Viele Versicherungen zahlen erst nach drei bis fünf Jahren in vollem Umfang.

Versicherungsbeitrag oder Sparbuch?

Etwa 80 bis 85 % aller Kinder, die eine Spange brauchen, werden in KIG 3 bis 5 eingestuft. 80 % der Behandlungskosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Den Restbetrag müssen die Eltern selbst übernehmen. Erfahrungsgemäß müssen Eltern zwischen 500 und 2.500 € aus eigener Tasche bezahlen. Entscheidest du dich bei leichten Fehlstellungen (KIG 1 und 2) für eine Behandlung, liegen die Kosten ohne Zusatzversicherung schnell bei mehreren tausend Euros.

Grundsätzlich gibt es gute Zahnzusatzversicherungen für Kinder zwischen 10 bis 20 € im Monat. Selbst sparen kann evtl. eine gute Alternative sein: Wenn du von Geburt an monatlich 15 € anlegst, hättest du bis zum 18. Geburtstag 3.240 € gespart (ohne Zinsen). Dieser Betrag würde ausreichen, um bei KIG 3 bis 5 den Elternbeitrag abzudecken. Und wenn keine kostspieligen Behandlungen beim Kieferorthopäden notwendig werden, könnte dein Kind das Geld z.B. als Startkapital für Ausbildung oder Studium nutzen.

Ulli Dippold


Beitragsbilder: iStock.com/Panuwat Dangsungnoen; iStock.com/Mariia Vitkovska

In die Schule oder lieber noch nicht?

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Am 16. September 2025 werden wieder tausende Erstklasskinder ihre Schullaufbahn starten. Die 1. Klasse einer Grundschule in Bayern besuchen zum Beispiel Laura (5 Jahre), Paul (6 Jahre) und Hannah (7 Jahre). Diese Altersmischung entsteht durch die gemeinsame Einschulung von schulpflichtigen Kindern, Kann-Kindern, der Zurückstellung von schulpflichtigen Kindern und der vorzeitigen Einschulung von Darf-Kindern. 

Was sind Muss-, Kann und Darf-Kinder?

Grundsätzlich sind alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt werden (Muss-Kinder). Kinder, die kurz danach, zwischen dem 1. Juli und 30. September, ihren Geburtstag feiern, befinden sich im sogenannten Einschulungskorridor, sind also Kann-Kinder. Der Schulbeginn kann für diese Kinder um ein Jahr nach hinten verschoben werden. Die Entscheidung liegt hier allein bei den Eltern. Vorzeitig in die Schule dürfen auf Antrag der Eltern die Darf-Kinder, die erst zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember sechs Jahre alt werden.

Schuleinschreibung und Anträge

Die Anträge auf vorzeitige Einschulung oder auf Zurückstellung für schulpflichtige Kinder müssen an der jeweiligen Sprengelschule gestellt werden. Für alle „potenziellen“ Erstklässler muss also eine Schuleinschreibung zwischen dem 5. und 9. Mai 2025 erfolgen. Die Schulleitung prüft die Anträge, führt Gespräche mit Eltern und Kind und entscheidet, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Beratungslehrkräften, dem Schularzt und den Kindergärten, über die von den Eltern gewünschte Zurückstellung ihres schulpflichtigen oder der frühzeitigen Einschulung ihres Kindes.

Ist mein Kann-Kind schulreif?

Die Einführung des Einschulungskorridors zum Schuljahr 2019/20 stärkte grundsätzlich die Entscheidungsfreiheit von Eltern. Viele fühlen sich damit allerdings überfordert und verunsichert. Als Mutter oder Vater eines Kann-Kindes solltest du dich unbedingt beraten lassen. Ob du ein Kann-Kind einschulen solltest, ist abhängig davon, ob es schulreif ist. Leider gibt es dafür keine allgemeingültige Checkliste.

Pro und Kontra Einschulung

Wird mein Kind in der Schule überfordert sein? Wird es als eines der jüngsten Kinder Schwierigkeiten haben, sich in die Klasse sozial zu integrieren? Wenn ich mein Kind lieber erst ein Jahr später einschule, wird es sich dann im Kindergarten langweilen? Diese Fragen beschäftigen Eltern viel mehr als die kognitiven Fähigkeiten, Fein- und Grobmotorik oder Selbständigkeit. Das sind auch alles Kriterien, die beim Thema Schulreife eine Rolle spielen. Ist dein Kind eher offen und kommunikativ oder schüchtern? Natürlich kennst du dein Kind am besten – im familiären Umfeld. Viele Kinder verhalten sich allerdings im Kindergarten unter Gleichaltrigen ganz anders. Vertraue hier auf die Einschätzung der Erzieherinnen. Wichtig ist auch der Standpunkt deines Kindes! Ein Kind, das überhaupt noch nicht in die Schule möchte, sollte auf keinen Fall gedrängt werden. Andererseits überschätzen sich auch sehr selbstbewusste Kann-Kinder. Triff die Entscheidung also gemeinsam mit deinem Kind und zusammen mit den Fachkräften – immer zum Wohl deines Kindes.

Gründe für eine Zurückstellung

Bei der Zurückstellung von schulpflichtigen Kindern spielt vor allem die Schulfähigkeit eine wichtige Rolle. Der Elternwille ist hier nicht entscheidend, sondern es zählt vor allem das schulärztliche Gutachten. Wenn die Entwicklung deines Kindes z.B. durch eine schwerwiegende Erkrankung verlangsamt ist, kann eine Zurückstellung aus gesundheitlichen Gründen erfolgen. Bei einer Zurückstellung aus intellektuellen Gründen ist eine Absprache mit Fachkräften besonders wichtig, denn möglicherweise steht dann die Einschulung in eine Förderschule im Raum. Dennoch gibt es Kinder, die einfach noch mehr Zeit und Förderung brauchen. Emotional-soziale Gründe werden von Eltern am häufigsten angegeben, wenn sie ihr Kind zurückstellen lassen wollen. Die soziale Kompetenz und die emotionale Reife für die Schulfähigkeit sind nicht bei jedem Kind gleich. Schau auch hier ganz genau hin und hol dir Rat von Erzieherinnen, deiner Kinderärztin und erfahrenem Lehrpersonal.

Ulli Dippold

Beitragsbilder: iStock

Ferien auf dem Bauernhof

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Wohin fahren wir in den Ferien? In die Berge oder ans Meer? Weder noch: Unser Urlaubstipp für Familien mit kleinen Kindern

Städtereisen, anspruchsvolle Aktivurlaube mit dem Fahrrad oder tagelang einfach Nichtstun… so sahen unsere Urlaube aus. Bis wir Kinder hatten. Wir haben schnell gemerkt, dass sich etwas ändern muss, wenn alle im Urlaub Spaß haben wollen. Macht doch Ferien auf dem Bauernhof! So der Tipp von Freunden mit Kindern. Zuerst waren wir voller Vorurteile: Was soll daran toll sein? Überall Fliegen und Kuhmist! Bis wir es ausprobiert haben und zu echten Bauernhof-Fans wurden.

Was hat unseren KINDERN auf dem Bauernhof am besten gefallen?

Die Tiere
Sie durften beim Füttern und Misten der Pferde helfen, Kühe melken und die Eier im Hühnerstall einsammeln. Ihre Highlights waren die Fahrt auf dem Traktor und die Geburt des kleinen Kälbchens.

Die Freiheit
Auf dem Hofgelände und den angrenzenden Wiesen konnten sich die Kinder überall frei bewegen, sie durften sich schmutzig machen, sie konnten auf Bäume klettern und im angrenzenden Bächlein selbstgebastelte Schiffe fahren lassen.

Was war für uns ELTERN auf dem Bauernhof am schönsten?

Die Entspannung
Bei all den spannenden Abenteuern hatten unsere Kinder eins nicht: Langeweile! Herrlich! Wir konnten in Ruhe im Liegestuhl liegen und einfach nur gucken: In die Ferne, auf die Tiere oder in das Buch, das wir schon seit Monaten lesen wollten.

Die Erlebnisse
Besonders schön fanden wir die Kräuterwanderung, bei der wir viel über die Wirksamkeit unserer heimischen Kräuter gelernt haben. Und natürlich auch der Abend am Lagerfeuer mit Stockbrot und dem Hofkäse.

Für uns Stadtmenschen war der Urlaub auf dem Land eine besondere Erfahrung, die wir Familien mit Vorschul- und Grundschulkindern absolut empfehlen können. Na, habt ihr jetzt auch Lust auf ein Bauernhof-Abenteuer? Dann kommt mit auf den Hof von Bauer Bruno und helft den Mäusegeschwistern Carlos und Lucy bei der Suche nach ihrer ganz persönlichen Superkraft. Hier geht es zur Mitmach-Geschichte von Juhubelbox – sie ist für alle FRANKENKIDS-Leser kostenlos.

Astrid Appl, Linda Just


Beitragsbilder: iStock

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